Kolumne „Angeklickt“ Abi-Vorbereitung via Youtube

Von Eva Tilgner 

Bei der Abi-Vorbereitung nutzen Schüler heutzutage auch YouTube. Schüler aus Tauberbischofsheim betreiben einen erfolgreichen Kanal. Was macht den Erfolg der Lernplattform aus?

Oberstufenschüler aus Tauberbischofsheim haben mit ihren Abi-Vorbereitungsvideos eine halbe Million Klicks gesammelt. Foto: Schenck
Oberstufenschüler aus Tauberbischofsheim haben mit ihren Abi-Vorbereitungsvideos eine halbe Million Klicks gesammelt.Foto: Schenck

Tauberbischofsheim - Für die Abiturienten in Baden-Württemberg wird es ernst: Die schriftlichen Prüfungen stehen an, am Mittwoch geht es mit Deutsch los. Bei der Vorbereitung erfreuen sich unter den Digital Natives Lernfilme auf Youtube wachsender Beliebheit: Bei den Kanälen „Jean hilft Dir“, „Mathe mit Daniel“ oder „Mr.Wissen2go“ bieten Oberstufenschüler und Studenten Nachhilfeunterricht in Mathe, Geschichte und Politik per Onlinevideo – und Tausende klicken rein. Warum auch nicht? Wenn es Erklärvideos fürs Krawattebinden und Häkeln gibt, dann kann es schließlich auch welche für die Abschlussprüfung geben.

Eine besonders umfassende Form der Abiturvorbereitung insbesondere im Fach Deutsch bietet seit vier Jahren die „FT-Abi-Plattform“ auf Youtube. Betrieben wird sie von Schülern der Kaufmännischen Schule Tauberbischofsheim (Main-Tauber-Kreis). Durch die Kombination verschiedener Medien erhalten Prüflinge hier praxisnahe Hilfe, die über das Ansehen der Tutorials hinausgeht.

Keine Referate zum „Wegpennen“

Initiator der Aktion ist der Deutschlehrer Klaus Schenck. Seine Vorgabe an die Schüler: „Präsentiert eure Referate so, dass eure Mitschüler nicht wegpennen“. Die Transferleistung haben die Schüler offenbar geschafft: Man wolle den Stoff ganz einfach vermitteln, ohne hochgestochene Formulierungen, sagt Stefanie Geiger, Chefredakteurin der Schülerzeitung und selbst in diversen Youtube-Videos zu sehen.

Pünktlich zum Abiauftakt 2015 rissen die Tutorials im „FT-Youtube-Kanal“ die Marke von einer halben Million Klicks; vor der Abiprüfung in Deutsch stiegen die Klickzahlen deutlich an. „Ich wollte den schwächeren Schülern etwas bieten, das sie voranbringt“, erzählt der Deutschlehrer. Abiturienten erreiche man am besten da, wo sie sich am meisten aufhalten: im Internet.

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