Kommentar zu Vedad Ibisevic Mut zum Risiko
Heiko Hinrichsen, 26.01.2012 09:02 Uhr
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Der VfB Stuttgart stellt bei der Pressekonferenz seinen neuen Schützling Vedad Ibisevic vor. Foto: Baumann
Der VfB Stuttgart stellt bei der Pressekonferenz seinen neuen Schützling Vedad Ibisevic vor. Foto: Baumann
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Stuttgart - Der VfB kann doch noch tief in die Tasche greifen. Trotz des von den Vorständen Gerd Mäuser und Ulrich Ruf verordneten Sparkurses verpflichtet der Club in einem 16-Millionen-Euro-Paket (Ablöse plus Gehalt) für viereinhalb Jahre den Hoffenheimer Vedad Ibisevic. Dass der VfB in diesem Fall Mut zum Risiko beweist, ist bei dem Transfer aber nicht die einzige positive Nachricht.

Die Stuttgarter nehmen eines ihrer größten Problemfelder, die fehlende Durchschlagskraft vor dem gegnerischen Tor, mit dem Ibisevic-Transfer erfolgreich in Angriff. Denn der bosnische Nationalstürmer hat - auch im Vergleich mit dem vom VfB ebenfalls ins Auge gefassten Wolfsburger Srdjan Lakic - über eine längere Zeit bewiesen, dass er weiß, wo das Tor steht. Seine Quote von 49 Treffern in 116 Bundesligaspielen spricht für ihn. Da die anhaltende Talfahrt des VfB im ersten Rückrundenspiel auf Schalke noch an Tempo gewonnen hat, musste gehandelt werden, was auf dem traditionell dünn besetzten Wintertransfermarkt kein leichtes Unterfangen ist.

Mit 27 Jahren ist Vedad Ibisevic keineswegs das Auslaufmodell, für das ihn einige halten. Obwohl er mit fünf Treffern in der Vorrunde der beste Torschütze der Hoffenheimer war, hat der Bosnier sein Potenzial aber nicht immer ausgeschöpft. Denn allein in seiner ersten Bundesligahinserie 2008 für die TSG hatte er stolze 18 Tore in 17Spielen erzielt. Dann riss er sich in der Winterpause das Kreuzband - auch später war Ibisevic häufiger angeschlagen. Zudem ist von atmosphärischen Störungen zwischen dem Angreifer und Trainer Holger Stanislawski die Rede. Es liegt also an dem VfB-Coach Bruno Labbadia, seinen neuen Torjäger mit Fingerspitzengefühl zu führen.

Kommentare (17)
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JAN
27
donnie, 08:38 Uhr

Von den drei

Stürmern, über die im Vorfeld spekuliert worden war: Helmes, Lakic und Ibisevic ist aus meiner Sicht Ibisevic die beste Variante. Wenn es Fredi Boboc gelingt im Sommer auch Salihovic zu holen, sind wir auf einem guten Weg. Ich denke dass unser Sturmproblem zu einem großen Teil auch darauf zurückzuführen ist, dass aus dem offensiven Mittelfeld viel zu wenig kommt. Unser Stürmer bekommen kaum brauch- und verwertbare Anspiele. Hier liegt meines Erachtena nach das Hauptproblem.

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JAN
26
Monacofranze, 17:31 Uhr

@ newname

...also ich bin ja auch ein Bruddler vor dem Herrn und stell gerne Fragen, insbesondere wenn`s um unsere Wasengranden geht, aber was Deine offenen Fragen angeht musst Du eben Playstation spielen, da ist vieles irgendwann berechenbar oder Du stehst auf echten Fußball und hälst es mit Sepp Herberger, der einmal sagte: " Die Leute gehen ins Stadion, weil Sie nicht wissen wie`s ausgeht"

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JAN
26
Käpsele, 16:23 Uhr

@Linienrichter

Vedad kommt aus Bosnien, das früher Teil Jugoslawiens war. Und Jugoslawien war zwar sozialistisch aber seit Tito ein 'blockfreier' Staat. Der Gegensatz zu Rumänien, daß als Satellit der SU in der Tat ein Teil des Ostblocks war, waren die Jugos im Bunde mit illustren Staaten wie Indien, Iran und fast dem ganzen Afrika. Womit, um es deutlich zu sagen, ein Vergleich von Ibisevic mit Marica auf Grund einer vermeintlich gemeinsamen Blockzugehörigkeit nicht valide ist.

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