Kultureinrichtung in Leinfelden-Echterdingen Das Stadtmuseum erhält bald eine Fluchttreppe

Von Natalie Kanter 

Die Stadt Leinfelden-Echterdingen beschränkt sich bei der Modernisierung des Stadtmuseums auf das Nötigste. Ein größerer Umbau ist derzeit nicht in Sicht.

Bauarbeiter sollen sich in naher Zukunft  am Stadtmuseum ins Zeug legen Foto: N.  Kanter
Bauarbeiter sollen sich in naher Zukunft am Stadtmuseum ins Zeug legenFoto: N. Kanter

Leinfelden-Echterdingen - Ein genaues Datum kann Baubürgermeisterin Eva Noller nicht nennen. Sie geht aber davon aus, dass Bauarbeiter in der ersten Hälfte des neuen Jahres am Stadtmuseum zur Tat schreiten werden. Das Haus an der Echterdinger Hauptstraße wird eine Fluchttreppe erhalten. Zwei Türen werden in Sachen Brandschutz ertüchtigt.

Die Firma schafft damit die Voraussetzungen dafür, dass fortan in dem Gebäude auch Veranstaltungen für mehr als 40 Personen über die Bühne gehen können – beispielsweise die Eröffnung einer weiteren reinen Spielkartenschau. Schließlich dient das Haus auch als Schaufester des wertvollen Kulturgutes.

Das Gesamtkonzept liegt auf Eis

Die Kostenschätzung beläuft sich auf 30 000 Euro. Die Summe steht laut Noller bereit. „Das können wir aus dem Etat für den Unterhalt nehmen.“ Um einen Umbau, worüber seit längerer Zeit nachgedacht wird, handelt es sich dabei freilich nicht. „Wir hatten versucht, ein Gesamtkonzept für ein echtes Stadtmuseum auf den Weg bringen“, sagt die Bürgermeisterin. Sie wollte insbesondere den Eingangsbereich attraktiver gestalten. „Das ging aber aus verschiedenen Gründen schief.“

Zur Erinnerung: Die Verwaltung hatte dem Gemeinderat im Herbst 2014 überraschend Umbaupläne für die Kultureinrichtung vorgelegt. Das Gebäude hätte demnach in einem ersten Schritt einen Aufzug, eine Fluchttreppe sowie neue Toiletten und im zweiten Zug einen Anbau zur Hauptstraße hin erhalten. Im Gespräch war auch, den Gewölbekeller als Ausstellungsfläche dazuzugewinnen. Insbesondere das massiv wirkende Zusatzgebäude war allerdings auf Kritik gestoßen. Die Planer hatten den Blickfang des Museums, die Hahn’sche Uhr, in dessen Inneres verbannt. Die Pläne wurden beerdigt.

Förderverein hat viele Ideen

„Wir müssen nach einem anderem Weg suchen“, sagte Wolfgang Haug, Stadtrat und ehrenamtlicher Museumsleiter, kürzlich am Rande einer Pressekonferenz. An Ideen mangelt es ihm und den Mitgliedern des Fördervereins nicht. Bereits im Herbst sollen Schulgeschichten im Museum erzählt werden. Von einer Schau über die Naturräume der Filder war die Rede. Dem Filderkraut will man mehr Ausstellungsfläche widmen. Eine Umnutzung des Untergeschosses wurde erneut ins Spiel gebracht.

Zu Letzterem hat die Noller eine glasklare Meinung. Sie sagt: „Auch wir denken weiter über eine Erweiterung nach.“ Sie sagt aber auch: „Das aber wäre aber ein größeres Bauprojekt. Und da sehe ich im Moment nicht unseren Schwerpunkt.“ Das Hochbauamt sei weiterhin gut damit beschäftigt, Unterkünfte für Flüchtlinge mit Bleiberecht und Kindergärten zu bauen.

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