Doch auch dagegen wehrt sich die Gemeinde. Am besten wäre es, wenn alles so bliebe, wie es ist, findet man dort. Jetzt soll der Petitionsausschuss des Landtags entscheiden, was gilt. Etwa zeitgleich haben die Naturschutzverbände und Sandhäuser Bürger vor einem Jahr drei Petitionen nach Stuttgart geschickt. Die Verbände haben die Abgeordneten aufgefordert, "endlich geltendes Recht umzusetzen", die Sandhäuser verlangten, auf den Rückbau der L 600 endgültig zu verzichten - unterstützt von 5000 Unterschriften und der CDU-Fraktion des Gemeinderats.

 

 Vor Kurzem hat sich der Ausschuss die Antragsteller vor Ort angehört. Einmal mehr versicherte Bürgermeister Kletti bei der Gelegenheit, der Verzicht auf das Stück der L 600 werde "unzumutbare Belastungen" für die Einwohner bringen. "Die Idee ist in den 70er Jahren entstanden, da war ich gerade vier Jahr alt ", sagte er. Dem hielt der Sprecher des BUND entgegen, 22 Jahre Wartezeit seien genug. "Dieser absurde Skandal muss endlich ein Ende finden", sagte er. Obwohl das Treffen wenig Konkretes brachte, zeigte sich der Berichterstatter des Ausschusses Georg Nelius (SPD) zuversichtlich, den gordischen Knoten durchschlagen zu können. Er verwies auf die Vorschläge, eine Düne zu entwalden oder zu Gunsten der Natur auf die Bebauung bereits ausgewiesener Gewerbegebiete zu verzichten. "Das sind Vorschläge, die man ernsthaft prüfen muss", sagte er. Wie es ausgehe, werde dann vor allem vom Umweltministerium abhängen. Im März 2012 solle die Entscheidung fallen.