Leonberg Kommentar

Von Thomas K. Slotwinski 

 

Perspektiven für die Mitte

Die sich wandelnde City braucht gute Architektur und mehr Handel. Thomas K. Slotwinski

Geht es um den Handel, hat es Leonberg schwerer als Böblingen, Sindelfingen oder Ludwigsburg. Unter dem Engelberg gibt es kein gewachsenes Zentrum. Die zwei Pole mit der Altstadt und dem Neuköllner Platz liegen zu weit auseinander, die Eltinger Straße ist alles andere als eine schöne Flaniermeile. Umso wichtiger ist es, dass nicht nur der Brückenschlag gelingt, sondern dass diese städtebauliche Verbindung zudem mit Leben erfüllt wird. Die Gutachter geben hierfür interessante Hinweise. Tatsächlich fehlt im nördlichen Teil der Kernstadt ein großer Lebensmittler. Viele Bewohner des Haldengebiets fahren im Moment nach Höfingen, was mehr Verkehr auf die einseitig gesperrte Straße durchs Glemstal bringt.

Entscheidend aber ist, dass die Lücke in der Stadtmitte sinnvoll geschlossen wird. Das Rathaus und das neue Layher-Quartier tragen mit dazu bei, aber sie bringen auch neue Anforderungen mit sich. Das Verwaltungspersonal, vor allem aber die gut 500 zusätzlichen Einwohner sind potenzielle Kunden für neuen Handel an der Post. Der wiederum muss sich harmonisch ins Gesamtbild einschmiegen, so dass die Stadt auch wirklich näher zusammenwächst.