Merkel in Nürtingen Bundeskanzlerin attackiert Grün-Rot

Von red/dpa/lsw 

Freundlicher Empfang für die Kanzlerin in Nürtingen: Junge Menschen winken ihr zu, versuchen sie mit ihrem Smartphone abzulichten. Auch in der Stadthalle ist von Kritik an ihrer Flüchtlingspolitik nichts zu spüren. Dafür attackiert Merkel Grün-Rot.

Bundeskanzlerin Angela Merkel war zu Besuch in Nürtingen. Foto: dpa
Bundeskanzlerin Angela Merkel war zu Besuch in Nürtingen.Foto: dpa

Nürtingen - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Grünen und Sozialdemokraten vorgeworfen, in der Flüchtlingspolitik zu zögerlich zu handeln. So sei Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zwar an manchen Stellen kooperativ, aber das nur, wenn Gesetze fertig ausgearbeitet seien und „man nur noch die Hand heben muss im Bundesrat“, sagte Merkel am Dienstag bei einer Wahlkampfveranstaltung in Nürtingen (Kreis Esslingen). Damit spielte sie auf Kretschmanns Votum für die Ausweitung der sicheren Herkunftsländer auf dem Balkan an. Grün und Rot träten nun bei der Ausweisung anderer sicherer Herkunftsländer im Nordafrika auf die Bremse. „Es zählt oft auch die Zeit.“

Merkel machte klar, dass Flüchtlinge sich an die Gesetze halten müssen. „Wer dies nicht möchte, der muss dieses Land dann eben auch wieder verlassen.“ Das gelte etwa für die Gleichberechtigung von Mann und Frau. „Man kann Bundeskanzlerin werden, aber auch Chefin einer Verwaltung.“ Das Wort einer Frau müsse genauso viel wiegen wie das eines Mannes. „Wer keine Lust darauf hat, der muss auch die Konsequenzen spüren“, sagte sie.

Die Männer unter den 1200 Gästen fragte die Kanzlerin, ob sie am Frauentag schon Blumen verschenkt hätten. Bei den Landtagswahlen am kommenden Sonntag gehe es für jeden Einzelnen darum, die Weichen für sein Leben zu stellen. Grün-Rot habe Baden-Württemberg zu wenig auf die Zukunft im globalen Wettbewerb vorbereitet, weder in der Bildungs-, Infrastruktur- und Technologiepolitik, noch in der Digitalisierung. Das Publikum quittierte ihre Rede mit langem Applaus. Von Kritik an ihrer Flüchtlingspolitik war nichts zu spüren.

Aktuelle Umfrage-Ergebnisse zur Landtagswahl finden Sie hier.

20 Kommentare Kommentar schreiben

Rot-Grün plündern die Sozialkassen: noch stärker als die CDU-CSU. Sie würden nach eigenen Angaben weit mehr Flüchtlinge ins Land lassen und diese dann mit Maximalstandards unserer sozialen Kassen beglücke. Wenn die Kassen leer sind, kommt der perfide Satz an die die jahrzehntelangen Zahler: die Rente oder andere Sozialleistungen müssten gekürzt werden, weil der Generationenvertrag gebrochen worden sei - das ist nicht nur falsch und unsozial, das ist asozial!

Treffende Analyse der Kanzlerin: So sei Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) zwar an manchen Stellen kooperativ, aber das nur, wenn Gesetze fertig ausgearbeitet seien und „man nur noch die Hand heben muss im Bundesrat“. ZITATENDE. Bis dato ist unklar, ob für die grüne Partei noch die Aussage des MP "das Boot ist nie voll" gilt.

naja, war ja nicht : anders zu erwarten, wenn man als FDP-Fan darauf aus ist, mit der CDU zu koalieren....egal ob es Unsinn ist oder nicht.

unklar ist derzeit nur: was Herr Wolf eigentlich will. Den einen Tag kritisiert er Merkels Flüchtlingspolitik, dann steht er wieder hinter ihr. Fähnchen im Wind, als Ministerpräsident für unser Bundesland unwählbar.

An Frau Merkel: CDU-Programm 2002: »Weitere Zuwanderung führt zum Bürgerkrieg« Wie extrem sich die CDU unter ihrer Führerin Angela Merkel nach links gewendet hat, kann man ganz nüchtern und neutral belegen, wenn man einen Blick in jene Wahlprogramme wirft, welche die CDU vor der Regierungsübernahme der Kanzlerin veröffentlicht hat. Was dort von der CDU gefordert wurde (Merkel war damals schon CDU-Bundesvorsitzende), wäre heute »rechtsradikal« und würde wohl auf Geheiß der Führungsriege schnell den Verfassungsschutz auf den Plan rufen. Dabei forderte die CDU noch 2002 das Ende der Zuwanderung in die Sozialsysteme,weil sonst der innere Frieden gefährdet sei. Deutschland muss Zuwanderung stärker steuern und begrenzen als bisher. Zuwanderung kann kein Ausweg aus den demografischen Veränderungen in Deutschland sein. Wir erteilen einer Ausweitung der Zuwanderung aus Drittstaaten eine klare Absage, denn sie würde die Integrationsfähigkeit unserer Gesellschaft überfordern. Verstärkte Zuwanderung würde den inneren Frieden gefährden und radikalen Kräften Vorschub leisten

Darf ich darauf hinweisen: Frau Merkel ist nicht links. Frau Merkel ist zuerst immer Frau Merkel und richtet ihr Fähnchen immer so wie sie glaubt, dass es ihr nützt. Auch in der Flüchtlingsfrage stand zunächst mal zuvörderst die Rolle der "Mutter Angela" und sie wurde mit Streicheleinheiten und Lob von der ganzen Welt (na sagen wir von einem Teil der Welt) geradezu überhäuft. Erst als das Volk merkte, dass diese Rolle auch mit Nebenwirkungen verbunden ist, weil eben auf der ganzen Welt sich Menschen eingeladen fühlten von Frau Merkel, (FNP war auch vergeben) hat sie wieder umgeschwenkt. Nun versucht sie gesichtswahrend aus der Nummer rauszukommen und dazu ist ihr jedes Mittel recht. Da macht sie unter anderem auch einen Kotau vor einer Regierung die sie normal nicht mal mit der Beißzange anfassen würde, die eine Akteur ist bei dem Syriendrama und nachweislich den IS unterstützt außerdem innerhalb ihres Landes auch Städte bombardiert. Aber wie gesagt das spielt jetzt für Frau Merkel alles keine Rolle.

Fr. Merkel war bei der Fa. Festo: Vorne saßen die Chefs... Da kann die Dame Blödsinn verzapfen wie sie will, niemand wird seinen Job wegen dieser Dame riskieren. Auf den Marktplatz traut sich Fr. Merkel seit dem sie den Herrn Mappus, der Vorgänger von Wolf, in Amt und Würden lupfen wollte. Fr. Merkel hatte den Vorgänger Mappus, den Herrn Öttinger des Landes verwiesen. Leider hat das für das Volk gar nichts gebracht, jetzt schwätzt der in der EU dummes Zeug raus.

Quatsch : Wie kann sie so einen Quatsch von sich geben ? Gerade die CDU ist Schuld an der massenhaften Verarmung weiter Bevölkerungskreise und der Bildungssituation und Chancenungleichheit : Elitenförderung nur für Wohlhabende. Ärmere haben gefälligst auf der Hauptschule oder Realdchule zu bleiben. Grün-Rot bemüht sich wenigstens trotz 58-jährigem CDU-Filz auf allen Ebenen der Verwaltung und Justiz um Chancengleichheit und um die wirtschaftliche Ausrichtung weg von Pfründesicherung hin zur Zukunft.

Artikel kommentieren

Melden Sie sich jetzt an!
Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt.