Nach Anschlag BVB will Ex-GSG9-Polizisten einstellen

Von red/sid 

Borussia Dortmund ist nach dem Anschlag auf den Mannschaftsbus sensibilisiert, was Sicherheitsvorkehrungen angeht. Jetzt plant der BVB den nächsten Schritt.

Der Anschlag auf den Mannschaftbus verleitet den BVB zum Umdenken. Foto: dpa
Der Anschlag auf den Mannschaftbus verleitet den BVB zum Umdenken. Foto: dpa

Dortmund - Borussia Dortmund will aus den neuen Enthüllungen zum Anschlag auf das Profiteam des BVB Konsequenzen ziehen. „Wir werden jetzt im Rahmen unserer Möglichkeiten die Sicherheitsvorkehrungen noch mal dramatisch nach oben schrauben“, sagte Klub-Boss Hans-Joachim Watzte der Bild-Zeitung.

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Konkreter schilderte Watzke seine Pläne in der Süddeutschen Zeitung. „Ich habe in den letzten Tagen bereits Vorstellungsgespräche mit Sicherheits-Experten geführt, die wir dafür einstellen wollen, etwa mit früheren GSG9- und BKA-Leuten“, sagte Watzke: „Die Entwicklungen zwingen uns offenbar dazu, Sicherheitsmaßnahmen in ganz neuem Stil zu ergreifen.“

BVB hofft auf schnelle Aufklärung

Am Freitag war der mutmaßliche Attentäter festgenommen worden. Nach Erkenntnissen der Bundesanwaltschaft habe der 28-Jährige auf einen gewinnbringenden Kurzsturz der BVB-Aktie durch die Tat gehofft, nachdem er zuvor 15.000 Verkaufsoptionen auf das Papier erworben hatte.

„Dass man offensichtlich versucht hat, durch den Anschlag Kurs-Gewinne zu realisieren - das ist natürlich Wahnsinn“, sagte Watzke: „Ich hoffe, dass jetzt auch die Hintergründe alle restlos aufgeklärt werden, weil das für uns als Verein und speziell für die Mannschaft sehr, sehr wichtig wäre.“ Auch aus dem Versuch der gewaltsamen Manipulation des Dortmunder Aktienkurses will Watzke Lehren ziehen.

Der Verein will in den nächsten Wochen prüfen, „ob wir auch Restriktionen im Bereich des Handels unserer Aktien oder von anderen Papieren rund um unsere Aktie einführen müssen“.