Nachfolger ist Jens Keller Der VfB beurlaubt Christian Gross
dpa, 13.10.2010 10:32 Uhr
 Foto: dpa
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Stuttgart - Der bisherige VfB-Trainer Christian Gross ist beurlaubt worden. Damit geht eine nur zehnmonatige Ära zu Ende. Der 56-Jährige sei nach einer eingehenden Analyse der sportlichen Situation von seinen Aufgaben freigestellt worden, teilte der Fußball-Bundesligist am Mittwoch auf seiner Internetseite mit. Der bisherige Co-Trainer Jens Keller werde beim Tabellenletzten von sofort an das Mannschaftstraining leiten und das Team auch am Samstag beim FC Schalke 04 betreuen. Ob es sich dabei nur um eine Interimslösung handelt, wurde zunächst nicht bekanntgegeben. Damit trennen sich die Stuttgarter innerhalb von zwei Jahren bereits vom dritten Trainer.

Der Schweizer hatte den VfB noch in der Rückrunde der Vorsaison zur erfolgreichsten Mannschaft der Bundesliga gemacht. In dieser Spielzeit fehlte dem 56-Jährigen allerdings das Glück. Nach sechs Niederlagen in sieben Saisonspielen rangiert der VfB auf dem letzten Tabellenplatz. Also sahen sich der VfB-Präsident Erwin Staudt und seine Vorstandskollegen zum Handeln gezwungen. Gross wurde nach einem abschließenden Gespräch am Morgen von seinen Aufgaben entbunden.
Kommentare (135)
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OKT
14
Udo Schaal, 18:52 Uhr

VfB Profis tragen Verantwortung

Leider focusiert sich alles auf die Entscheidungsträger, die Spieler kommen in der Diskussion leider zu gut weg. Immerhin tragen sie entscheidend und in regelmäßigen Abständen dazu bei, dass wir jedes Jahr einen neuen Trainer präsentiert bekommen und viel Geld in Abfindungen investiert werden muss. Daher schlage ich vor, die VfB- Spieler vertraglich ab sofort (z. B. durch Änderungskündigungen) und zukünftig (anteilsmäßige Beteiligung an den zukünftigen Trainerabfindungen) finanziell zu beteiligen. Dass schafft zum einen Planungssicherheit für den Verein und zum anderen steigendes Verantwortungsbewusstsein für die Spieler .

OKT
14
EinRudiVöller, 17:22 Uhr

STZ/STN schreiben Gross-Rauswurf herbei

Werte Damen und Herren, Ihre Sportredaktion sowie deren Kollegen von der STN haben heute, so vermute ich mal, mehrere Flaschen Schampus geköpft und gefeiert, dass der Ihnen verhasste Trainer Gross vom VfB gefeuert wurde, und ich unterstelle malm, den Schampus hat ein gewisser Uli Ferber, seines Zeichens Spielerberater u.a., von „Herrn“ Hleb und „Herrn“ Tasci. Und vielleicht auch der „großartige“ Aufsichtsratschef Dieter Hundt, der jetzt evtl. einen ehemaligen Drogenabhängigen namens Christoph Daum als Trainer installiert. Der VfB also als soziales Resozialisierungsprojekt? Es geht nicht um die aktuelle Misserfolgs-Serie des VfB, Sie haben seit dem Amtsantritt von Christian Gross gegen diesen Trainer Stellung bezogen. Das kann man so machen, aber den „Teamchef“ Babbel haben Sie bis eine Woche vor dessen Entlassung von jeglicher Kritik geschont, und man hatte manchmal den Eindruck, dass Sie „Herrn“ Babbel bittere Tränen nachweinten. Auffällig ist zudem, wie wohlwollend und devot Sie sich Herrn Hundt gegenüber verhielten.

OKT
14
würdegerninBremenleben, 14:34 Uhr

Ein Jammer

Und wieder einmal schaue ich mit Sehnsucht in den Norden zu den Bremern. Man mag von ihnen halten was man will, aber der dortige Trainer wird nicht bei jedem Lüftchen, das als herber Gegenwind interpretiert wird, an die frische Luft gesetzt, sondern darf sein Amt dort seit nunmehr 11 Jahren beinahe ungestört ausüben. Nicht, weil er seit 11 Jahren ständig Meister wird, obwohl er sehr erfolgreich arbeitet. Nein, weil der Vorstand der Meinung ist, dass der Mann, der einem einmal zum Höhenflug verholfen hat, jetzt nicht der falscheste sein kann. So viel sportlichen Weitblick und so viel Chuzpe (um nicht zu sagen Eier) würde ich unseren sprotlichen Verantwortlichen auch wünschen. Aber das wird ein Traum bleiben, denn hier werden kompetente Trainer (und das war zur Abwechslung mal wirklich einer) rausgeschmissen, weil sie berechtigter Weise an der Vereinspolitik mäkeln und den Finger drauf legen, dass der Verein den Stadionumbau höher ansiedelt als den sportlichen Erfolg. Vielleicht liegts dran, dass die Hanseaten einfach öfter wirklichen Gegenwind zu spüren bekommen. Zur Stuttgarter Führung bleibt nur einmal mehr zu sagen: Pfui, schämt euch!

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