Netzreaktionen zum Facebook-Post der Jungen Union Guido Wolf als schwäbischer Donald Trump

Von red 

Wegen eines Facebook-Posts der Jungen Union in Baden-Württemberg zur Flüchtlingspolitik hagelt es im Netz kritische und ironische Kommentare für die CDU. Deren Spitzenkandidat Guido Wolf wird dabei sogar mit Donald Trump verglichen.

Guido Wolf ist Spitzenkandidat der CDU im Land. Foto: dpa
Guido Wolf ist Spitzenkandidat der CDU im Land.Foto: dpa

Stuttgart - Das hätte sich bei der Jungen Union wohl auch niemand träumen lassen - dass ein Facebook-Post mit einem markigen Spruch und dem Konterfei des CDU-Spitzenkandidaten Guido Wolf eine Aufruhr in den sozialen Netzwerken auslösen würde. So geschehen am Sonntag.

Stein des Anstoßes ist ein Post der Jungen Union bei Facebook, laut dem Julia Klöckner und Guido Wolf Angela Merkels Flüchtlingspolitik unterstützen und sich für eine europäische Lösung der Krise einsetzen. In das Foto montiert wurde dieser Satz: „Ohne Asylgrund oder Schutzstatus soll niemand mehr in unser Land einreisen dürfen."

Julia Klöckner und Guido Wolf unterstützen Angela Merkel in der Flüchtlingspolitik. Sie wollen aber auch Anreize für...

Posted by Junge Union Baden-Württemberg on  Sonntag, 21. Februar 2016

 

Kritische und teils ironische Kommentare ließen nicht lange auf sich warten. Mehr als 250 Kommentare (Stand 23. Februar, 13:14 Uhr) finden sich mittlerweile unter diesem Post, und auch auf Twitter machten sich einige Nutzer über die Formulierung lustig oder äußerten ihren Ärger.

Wir haben einige Reaktionen aus dem Netz zusammengestellt.

 

Christian Sutschet: "Mache gerade ein Erasmus-Semester. Darf ich im März wieder nach Deutschland zurück oder muss ich jetzt für immer hier bleiben? Habe nämlich keinen Asylgrund und komme auch nicht aus Nordafrika."

Dominik B. Bayer: "Ein Glück, dass ich's vorgestern noch aus Holland zurück über die Grenze geschafft habe."

Benjamin Maier: "Endlich keine Schweizer mehr im Aldi."

Wolfgang Borrs: "Jau, lasst uns sofort alle Flughäfen schliessen, da können wir in Berlin viel Geld sparen."

 

 

Andere Nutzer kritisieren die Junge Union wegen ihres Wahlkampfes und werfen der CDU Populismus vor.

 

Bernd Bürkle: "Und das ausgerechnet, wo es mit dem Tourismus wieder aufwärts ging... Liebe JU, da habt ihr euch einen Bärendienst getan- Schade, ich begann gerade, die CDU für das, was sie tut, zu mögen."

Christian Appel: "Schämt euch! Ich bin seit 20 Jahren CDU Mitglied, davor JU und SU... so einen widerlichen Wahlkampf meiner Partei habe ich selten erlebt. Wir sind Christen, eine christliche Partei, da verbietet sich das Thema Flüchtlinge im Wahlkampf ganz klar. Die CDU hat wirklich lange Zeit gehabt, vernünftige Lösungen zu suchen."