Neubaustrecke Wendlingen-Ulm Inflation verteuert ICE-Trasse

Von dpa/lsw 

Für die geplante Schnellbahntrasse zwischen Wendlingen und Ulm müssen die Steuerzahler tiefer in die Tasche greifen. Grund dafür ist die Inflationsanpassung.

Die geplante ICE-Trasse Wendlingen-Ulm wird teurer, die Bahn als Bauherrin weist wegen Inflationsanpassungen rund 400 Millionen Euro Mehrkosten aus. Foto: dpa
Die geplante ICE-Trasse Wendlingen-Ulm wird teurer, die Bahn als Bauherrin weist wegen Inflationsanpassungen rund 400 Millionen Euro Mehrkosten aus.Foto: dpa

Stuttgart - Für die geplante Neubaustrecke zwischen Wendlingen und Ulm müssen die Steuerzahler tiefer in die Tasche greifen. Nach Angaben der Bauherrin Bahn vom Donnerstag werde in den Büchern eine „rechnerische Inflationsfortschreibung“ auf 3,3 Milliarden Euro ausgewiesen, das sind knapp 400 Millionen Euro mehr als bislang.

Der Bund, der diese Mehrkosten tragen muss, werde kontinuierlich hierüber informiert. Zuvor hatte die „Kontext-Wochenzeitung“ berichtet, dass die bislang auf 2,9 Milliarden Euro kalkulierte Schienenverbindung 370 Millionen Euro teurer würde.

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368 KommentareKommentar schreiben

@ Hannes: Mit Ihnen zu diskutieren ist, nun ja, etwas mühsam. Ständig reagieren Sie auf Dinge, die ich gar nicht gesagt habe, andere, die ich ausspreche, ignorieren Sie. Nie habe ich die Parkschützer-Seiten oder Wikireal mit nur einem Wort erwähnt geschweige denn mich ihrer bedient. Ich sehe beide teilweise sogar durchaus kritisch. Und wie kommen Sie nur darauf, dass rationale Argumente, mit denen ich mich mit Ihnen auseinandersetze, bei mir aus dem Bauch kommen? "Angst" habe ich weder vor S21 noch vor "echten Experten", sehe aber – genau so wie viele Experten, die für Sie aber wohl "unechte" sind – eine ganze Reihe von Risiken. Und seitdem meine Söhne aus dem Alter raus sind, in dem sie der Anblick von Baggern und Baustellen noch in Verzückung versetzte (je größer, lauter und dreckiger, um so besser), und ich eine nicht enden wollende Zeit selbst direkt neben einer Baustelle wohnen musste, ist es mir ein Rätsel, wie man über so etwas in freudige Wallung geraten kann. Als notwendiges Übel hinnehmen, ok, aber dann sollte doch etwas Sinnvolles dabei heraus kommen, zumal wenn es um eine derartige Gigantomanie wie bei S21 geht. Diese endlose Debatte um die Leistungsfähigkeit möchte ich nicht fortsetzen, aber doch daran erinnern, dass SMA dem Tiefbahnhof eine "wirtschaftlich optimale" - das ist bekanntlich weniger als eine "gute" - Betriebsqualität bescheinigt hat. Sollten Sie in den letzten Monaten so wie ich täglich S-Bahn gefahren sein, wissen Sie vielleicht, dass "wirtschaftlich optimal" längst zum Running Gag unter den Fahrgästen geworden ist, wenn mal wieder nichts geht. Als Sinnbild für eine Dienstleistung, die sich die Bahn teuer bezahlen lässt, aber nicht oder nur sehr unzureichend erbringt. Und für so etwas die halbe Stadt umgraben und Milliarden in den Sand setzen? Ich fürchte, irgendwann wird auch Ihnen die Freude darüber vergehen. Aber dann werden sicher irgendwie wieder die "Schauspieler" die Schuld tragen, die Sie weiter imaginieren, obwohl Sie wenigsten das inzwischen besser wissen könnten.

@geronimo: Niemand will Ihnen Ihre Meinung nehmen. Dennoch bleibt es dabei: Die meisten Parkschützerargumente gegen S21 sind Phantasie. Und vor lauter angst vor den echten Experten hören Sie nur auf Ihren Bauch und die Schauspieler. S21 hat eine deutlich höhere Kapazität als der alte Sackbahnhof. Bestätigt von ALLEN Experten einschließlich derer, die von den Gegnern ausgesucht wurden. Nur weil ein völlig Fachfremder vermeintlich einen Fehler in der Programmsyntax gefunden hat ändert das nichts am Ergebnis. --- Ich bin in der Lage, einen Schreibfehler in einem der Werke Shakespeares zu finden. Deshalb bin ich aber nicht Shakespeare. Und genausowenig, wie ich Ihnen das Nölen verbieten kann können Sie mir meine Vorfreude nehmen! Und ein Unterschied bleibt. Im Turm ist die Zukunft ausgestellt. Auf Parkschützer.de nur Phantasie.

@ Hannes: Sie haben das Wesentliche leider immer noch nicht verstanden. Wenn ich etwas kaufen will, informiere ich mich vorher, und als halbwegs intelligenter Mensch weiß ich auch wie und wo. Natürlich sind die Sittlers, Rockenbauchs, Stockers und Löschs kompetent in Sachen Bahn und Stadtentwicklung, sie sind es genau so wie Sie und ich. Ob es Ihnen passt oder nicht, so ist das in einer demokratischen Gesellschaft mündiger Bürger, zumindest sollte es so sein. Denn es geht auch um meine Stadt und meine Bahn, es geht um meine Steuergelder, um die Luft, die ich atme und – last but not least – um den Ort, an dem meine Kinder aufwachsen. Da kann mir keiner das Recht nehmen, meine Stimme zu erheben und auf die Straße zu gehen, wenn etwas ganz gewaltig schief läuft. Wenn Sie es hingegen vorziehen, sich über engagierte Menschen lustig zu machen und die Diktatur der Experten zu propagieren, die letztlich die Diktatur derer ist, die die Macht und das Geld haben, sich selbige zu halten, können Sie das gerne tun. Nur offenbaren Sie damit vielleicht mehr als Ihnen lieb ist. Um auf das Beispiel zurück zu kommen: Sie begeben sich zum Hausgerätehersteller Ihres Vertrauens, weil Sie Ihrer alten Waschmaschine überdrüssig geworden sind, obwohl sie noch einwandfrei funktioniert und nur mal einer Generalüberholung bedürfte. Die freundlichen, seriös wirkenden Herrschaften dort, die Sie für unabhängige Experten halten, in Wirklichkeit aber nur geschickte, skrupellose Verkäufer sind, drehen Ihnen natürlich zu einem völlig überhöhten Preis ein neues Teil an, weil Sie sich von technischen Daten blenden lassen, auf haltlose Versprechen hereinfallen und PR-Sprüche und hübsche Bildchen mit der Realität verwechseln. Das ist ein derart offensichtlicher Betrugsversuch, dass Sie von wohlmeinenden Menschen gewarnt werden, doch Sie schlagen alle Warnungen in den Wind, mehr noch: Vor lauter Vorfreude sind Sie ganz außer sich und tun dies auch noch lauthals kund. Kaum ist das Ding geliefert, stellt sich freilich heraus, dass man Sie nach Strich und Faden übers Ohr gehauen hat. Das „neue“ Gerät ist nicht nur auf dem technischen Stand von vor 30 Jahren und potthässlich, es wäscht auch viel schlechter, braucht Unmengen Energie und setzt in regelmäßigen Abständen Ihre Wohnung unter Wasser. An anderer Stelle hat man sich derweil ob solch willfähriger Kundschaft schon halb tot gelacht... Aber Moment, der Vergleich hinkt. Denn eine kaputte Waschmaschine können Sie zurückgeben, mit einem Bahnhof, der über 10 Milliarden Euro verschlungen hat, wird das schwierig. Und ausbaden müssen das Schlamassel alle, nicht nur die, die es uns mit Ihrer Gutgläubigkeit eingebrockt haben.

@ Klaus S.: Glaube ich Ihnen aufs Wort, dass Sie sich mit Klartexts belegten Fakten bestens auskennen (ein Schelm, wer Böses dabei denkt). Z.B. wie tausende Demonstranten zu "ein paar Hanseln" schrumpfen, sich ein langjähriger Bahnhofsvorsteher in einen "Fahrkartenabzwicker" verwandelt oder die Grünen als Teil des "linken Kartells" den Untergang des Abendlandes herbeiführen (ließe sich seitenweise fortsetzen). Das am meisten belegte Faktum ist aber gewiss die Tatsache, dass wir es mit dem größten aller Experten unter der Sonne zu tun haben, neben dem es keine anderen Experten geben kann. Mit Ausnahme natürlich derjenigen der Deutschen Bahn, aber die haben Ihre Kompetenz in den vergangenen Jahren ja hinreichend belegt, wie wir alle wissen. P.S. Warum sollte ich mich Streitigkeiten unter Parkschützern widmen? 1. weiß ich nichts von solchen, 2. interessieren sie mich nicht besonders, denn 3. bin ich gar kein Parkschützer.

@geronimo: Ja, die technischen Daten spielen eine Rolle, wenn ich ein Produkt erwerbe. Wenn Sie eine Waschmaschine kaufen gehen Sie zum Bäcker und fragen nach Rat. Der ist in Sachen Waschmaschine genauso kompetent wie die Sittlers, Rockenbauchs, Stockers, Löschs in Sachen Bahn und Stadtentwicklung. Das Schöne ist: von Monat zu Monat wird das was im Turm ausgestellt ist draußen in Farbe und 3D mehr und mehr zur Realität. Es ist eine Freude. Aber ich weiß... S21 wird gar nicht gebaut. Es wird nie ein Rosensteinviertel geben :-) :-)

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