Online-Dating . . . und es hat Klick gemacht . . .

Von rst 

Zum Valentinstag dürfte so mancher Single ein Online-Dating-Portal aufsuchen. Finden sich durch die ausgeklügelten Testverfahren besser passende Partner? Das hängt auch von dem ab, der einen Partner sucht.

Stuttgart - Alles beginnt mit ein paar Klicks. Jede dritte Partnerschaft in Europa wird heutzutage im Internet angebandelt. Weltweit wühlen sich mehr als hundert Millionen Suchende regelmäßig durch Online-Dating-Portale. Diese Erhebungen stammen aus dem Jahr 2011, Tendenz weiterhin stark steigend. Damit ist das Internet mit dem Kennenlernen über Freunde, am Arbeitsplatz oder beim Ausgehen in etwa gleichauf. Es muss jedoch gut überlegt sein, für welche Art von Partnervermittlung man sich entscheidet.

Das hängt zunächst vor allem davon ab, ob ein eher unverbindlicher Flirt gesucht wird oder gleich der Partner fürs Leben. Letzteren suchen die meisten Singles bei den drei großen, seriösen und kostenpflichtigen Anbietern Parship, Elitepartner und eDarling. Dort absolviert man zu Beginn einen Persönlichkeitstest. Bei Parship umfasst dieser 74 Fragen, bei Elitepartner etwa 90 und bei eDarling 280 Fragen. Den Test von Parship, dem ältesten der drei Portale, hat maßgeblich Hugo Schmale, Psychologe und Mitbegründer des Unternehmens entwickelt. Schmale widmete sich während seiner langjährigen Tätigkeit als Entwicklungspsychologe an der Universität Hamburg der Frage, was eine glückliche Partnerschaft ausmacht und welche Persönlichkeitsmuster demnach am besten zusammenpassen.

Auf dieser Grundlage basiert der Persönlichkeitstest bei dem Online-Anbieter. Schmales Prinzip geht davon aus, dass eine „stimmige Balance aus Gemeinsamkeiten und Gegensätzen“ eine gute Basis für eine Partnerschaft bildet. Sein Motto lautet: „auf die richtige Mischung kommt es an.“ Denn es gelte sowohl das sprichwörtliche ‚Gegensätze ziehen sich an’ als auch ‚Gleich und Gleich gesellt sich gern’. Aber zwei Dickköpfe sollte man nicht zusammenbringen.

Wissenschaftliche Mitarbeiter – überwiegend Psychologen und Soziologen – überarbeiten diesen Test, vor allem aber die Auswertungsalgorithmen regelmäßig. So misst man bei Par­ship die Aktivität der Mitglieder, um keine Partner vorzuschlagen, die zwar gut passen würden, jedoch seit Monaten als Karteileichen vor sich hindümpeln. Auch ist den Entwicklern und Betreibern durchaus bewusst, dass Aussehen, physische Ausstrahlung und die Chemie zwischen Menschen stimmen müssen, damit sich überhaupt eine Partnerschaft anbahnen kann. Darüber hinaus müssten aber Charakter, Verhaltensweisen und Gewohnheiten zueinander passen, damit eine Beziehung im Alltag auch Bestand haben kann.