Online einkaufen und spenden lassen Salacher wirbt Onlinespenden ein

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Wer im Internet einkauft, kann damit auch Gutes tun, behauptet Andreas Veljkovic. Der Salacher betreibt die Spendenplattform „Helfen kostet nix“.

Andreas Veljkovic hat die Spenden-Plattform „Helfen kostet nix“ vor sieben Jahren eröffnet. Neben vielen sozialen und kulturellen Projekten im Kreis Göppingen und der Region unterstützt  er auch die Schule des   gambischen Schulleiters  Sambou Kanteh. Foto: privat
Andreas Veljkovic hat die Spenden-Plattform „Helfen kostet nix“ vor sieben Jahren eröffnet. Neben vielen sozialen und kulturellen Projekten im Kreis Göppingen und der Region unterstützt er auch die Schule des gambischen Schulleiters Sambou Kanteh. Foto: privat

Kreis Göppingen - Andreas Veljkovic möchte niemand zum Einkaufen im Internet verleiten, doch wer es tut, könne nebenbei eine Spende für ein Hilfsprojekt seiner Wahl veranlassen. Getreu dem Motto „Helfen kostet nix“, unter dem Veljkovics gemeinnützige Plattform zum Generieren solcher Unterstützung firmiert, bleibt das Helfen für den Internetkunden kostenlos. Die anteilig vom Einkaufsumsatz berechnete Zuwendung wird allein vom jeweiligen Onlinewarenhaus bezahlt. Nach einem siebenjährigen ehrenamtlichen Engagement sucht Veljkovic nun Investoren, um seine Arbeit auf noch professionellere Beine zu stellen. Und er wünscht sich eine vertrauensvolle Partnerschaft mit großen regionalen Partnern wie dem Roten Kreuz, der Diakonie oder der Caritas.

Vom Waldheim bis zum TV Eschenbach

Genau 75 soziale und kulturelle Projekte hat der 29-jährige IT-Kaufmann auf seiner Seite versammelt. Dort finden sich Aufrufe, für Spielgeräte des Spielmobils des Göppinger Kreisjugendrings spenden zu lassen, das evangelische Waldheim in Göppingen, die hiesige Stadtkirchenstiftung oder die Jugendarbeit beim TV Eschenbach und die Kulturinitiative „Die Halle“ in Reichenbach Fils (Kreis Esslingen) zu unterstützen, die nach einer erfolgreichen Spendenaktion für eine Dachsanierung immer noch Geld benötigt, um Wasserschäden, die durch das einst marode Dach entstanden sind, zu beseitigen.

Auf den Spuren von Karl-Heinz Kloss

Daneben steht auch eine große Gruppe von Hilfsprojekten, die armen Menschen vor allem in Afrika, Asien und Südamerika unter die Arme greifen wollen. Veljkovics Spendenplattform war bereits drei Jahre alt, als er 2010 das erste Mal nach Gambia reiste. Zuvor war er mit dem Göppinger Gambiaspendenguru Karl-Heinz Kloss zusammengetroffen. Kloss konnte ihn überzeugen, sich seine Hilfsprojekte vor Ort anzusehen, die er aus Altersgründen in jüngere Hände legen wollte. Inzwischen führt Veljkovic mehrere Kloss´sche Kinderpatenschaften weiter und hat sich dem in Berlin ansässigen Förderverein Sukuta-Wannsee angeschlossen, der Kindern im westafrikanischen Gambia ermöglicht, regelmäßig in die Schule zu gehen.

2014 hat Veljkovic rund 15 000 Euro Spenden eingenommen

Rund 8000 Euro sind für Gambia, das Veljkovic als sein Kernprojekt bezeichnet, im Jahr 2014 zusammengekommen. Für alle Projekte zusammen kann Veljkovis etwa 15 000 Euro als Spendeneingang verbuchen. Das seien kleine Beträge im Vergleich zu seinen Mitbewerbern, erklärt der Salacher, der für sich selbst rund zehn Prozent Provision behält. Viele der Konkurrenten seien nach ihm entstanden, da diese aber teilweise von großen Unternehmen wie beispielsweise Werbeagenturen getragen würden, seien sie längst an seiner Plattform vorbeigezogen. Veljkovic arbeitet mit Amazon, Ebay, Zalando, Eventim und vielen anderen namhaften Onlineverkäufern zusammen, die die Spenden über eine Zwischenplattform an „Helfen kostet nix“ übermitteln. Für diese Zusammenarbeit muss sich Veljkovic jeweils bewerben und die Gemeinnützigkeit seiner Unternehmergesellschaft nachweisen. Ein Einkauf bei Amazon kann maximal zehn Euro Spendengeld generieren, erklärt der 29-Jährige, der seinen Lebensunterhalt als technischer Mitarbeiter bei der Messe Stuttgart verdient.