Polizeieinsatz gegen S-21-Gegner Stumpf erhält Strafbefehl über 15.600 Euro

Von dpa/StZ 

Wegen des Polizeieinsatzes gegen S-21-Gegner im September 2010 hat der frühere Stuttgarter Polizeipräsident Siegfried Stumpf einen Strafbefehl über 15.600 Euro erhalten.

Ex-Polizeipräsident Siegfried Stumpf hat wegen des sogenannten „Schwarzen Donnerstags“ einen Strafbefehl erhalten. Foto: dpa 10 Bilder
Ex-Polizeipräsident Siegfried Stumpf hat wegen des sogenannten „Schwarzen Donnerstags“ einen Strafbefehl erhalten.Foto: dpa

Stuttgart - Der ehemalige Stuttgarter Polizeipräsident Siegfried Stumpf hat wegen des harten Polizeieinsatzes gegen S-21-Gegner einen Strafbefehl über 15 600 Euro erhalten. Das sagte eine Sprecherin des Stuttgarter Amtsgerichts der Deutschen Presse-Agentur am Montag in Stuttgart. Wegen der fahrlässigen Körperverletzung im Amt in vier Fällen müsse er eine Geldstrafe von 120 Tagessätzen à 130 Euro zahlen. Nähme er den Strafbefehl an, wäre er vorbestraft. Ab Zustellung des Strafbefehls kann der Angeklagte gegen diesen innerhalb von zwei Wochen Einspruch einlegen.

Stumpf hatte den aus dem Ruder gelaufenen Polizeieinsatz Ende September 2010 geleitet, bei dem laut Innenministerium 160 Menschen verletzt worden waren.

Aus dem Umfeld des Polizeipräsidenten ist zu hören, dass er den Strafbefehl akzeptiert. Er wolle wohl nicht in einem weiteren Prozess im Licht der Öffentlichkeit stehen.