Porträt in Bildern Barack Obama: Politiker, kein Messias

Von Theresa Schäfer/dpa 

Trotz Wirtschaftskrise und instabiler Lage im Irak und Afghanistan wurde Barack Obama im November wiedergewählt. Mit dem feierlichen Akt vor dem Kapitol startet er nun auch offiziell in seine zweite Amtszeit.

Der Youngster ist grau geworden: Die Kriege im Irak und in Afghanistan und die prekäre Wirtschaftslage in den USA haben Barack Obama ausgelaugt. Doch besonders zermürbend dürften die nie endenden Attacken der Opposition und der erzkonservativen Tea Party-Bewegung sein... Foto: dpa 20 Bilder
Der Youngster ist grau geworden: Die Kriege im Irak und in Afghanistan und die prekäre Wirtschaftslage in den USA haben Barack Obama ausgelaugt. Doch besonders zermürbend dürften die nie endenden Attacken der Opposition und der erzkonservativen "Tea Party"-Bewegung sein...Foto: dpa

Stuttgart -  Der Glanz der ersten Monate seiner Präsidentschaft, als Barack Obama die Menschen mit seinem Slogan "Yes we can!" mitriss, ist verblasst. Die instabile Lage im Irak und Afghanistan, der Streit im Nahen Osten, die trudelnde Wirtschaft beweisen, dass auch der US-Präsident kein Messias ist. All diesen Vorzeichen zum Trotz wurde Obama im November wiedergewählt. Mit der feierlichen Amtseinführung vor dem Kapitol in Washington startet er nun auch offiziell in seine zweite Amtszeit.

Bereits am Sonntag hatte der oberste Richter des Landes, John Roberts, dem ersten schwarzen Präsidenten der Vereinigten Staaten in einer kurzen Zeremonie im Weißen Haus den Amtseid abgenommen. Am Montag leistet Obama den Schwur auf die Verfassung dann noch einmal öffentlich. Zudem wird er in einer mit Spannung erwarteten Antrittsrede voraussichtlich die Ziele für die zweite Hälfte seiner Präsidentschaft darlegen. Anschließend nimmt er mit der First Lady Michelle Obama eine Parade mit Musikkapellen und Festwagen ab. Für den Abend sind zwei Bälle geplant.

Ein kurzer Toast mit Freunden und Mitarbeitern

Nach seiner Vereidigung feierte er bereits am Sonntagabend mit Mitarbeitern, Freunden und Unterstützern in einem Washingtoner Museum. In einem kurzen Toast betonte er, dass es bei dem Fest am Montag weniger um seine Amtseinführung gehe, sondern um „diese unglaubliche Nation, die wir unser Zuhause nennen“, wie anwesende Reporter berichteten. Er wollte seiner Ansprache am Montag nach eigenem Bekunden aber nicht vorgreifen.

Grund für die zweifache Vereidigung des Präsidenten in diesem Jahr ist, dass das öffentliche Zeremoniell seit 1821 traditionell auf den Montag verschoben wird, wenn der eigentlich gesetzlich vorgesehene Termin am 20. Januar auf einen Sonntag fällt. Durch die Verschiebung fällt die Vereidigung des Afro-Amerikaners auf den Gedenkfeiertag für den schwarzen Bürgerrechtler Martin Luther King.

Abraham Lincoln und Martin Luther King - Amtseid auf zwei Bibeln

Seinen Amtseid am Montag leistet Obama daher nicht nur auf eine Bibel seines Vorbilds, dem Ex-Präsidenten Abraham Lincoln, sondern auch auf eine Bibel aus Kings Besitz. Umrahmt wird das Programm unter anderem von der Sängerin Kelly Clarkson und dem Sänger James Taylor. Die Popmusikerin Beyoncé singt die Nationalhymne.

Der Montag beginnt für die First Family mit der Teilnahme an einem Gottesdienst in einer episkopalischen Kirche, um 11.55 Uhr legt Obama dann den Eid ab.

Der Demokrat Obama, seit Januar 2009 im Amt, hatte im vergangenen November mit klarer Mehrheit die Wahl gegen den republikanischen Kandidaten Mitt Romney gewonnen.

Bilder aus Barack Obamas Leben sehen Sie in unserem klickbaren Fotoalbum.

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