Protest in Weingarten Ein Haufen Mist für Merkels „Mistpolitik“

Von red/lsw 

Oberschwäbische Bauern mögen es direkt: Vor dem Besuch von Kanzlerin Merkel in Weingarten, haben Bauern mit einer Ladung Mist ein eindeutiges Zeichen gesetzt.

Bauern haben den Misthaufen vor dem Besuch der Bundeskanzlerin vor dem Kultur-und Kongresszentrum in Weingarten abgeladen. Foto: dpa
Bauern haben den Misthaufen vor dem Besuch der Bundeskanzlerin vor dem Kultur-und Kongresszentrum in Weingarten abgeladen.Foto: dpa

Weingarten - Ein Misthaufen für Bundeskanzlerin Angela Merkel: Der Landwirt Franz Merk hat der CDU-Chefin bei ihrem Besuch im oberschwäbischen Weingarten (Kreis Ravensburg) am Montag gleich eine ganze Traktorladung voll Kuhdung mitgebracht. „Das sollte ein Symbol für die Mistpolitik sein“, sagte Merk am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben schon lange nicht mehr so schlechte Milchpreise mehr gehabt.“ Bundesagrarminister Christian Schmidt (CSU) setze sich trotzdem nicht für eine Veränderung ein, beklagte Landwirt Merk.

„Momentan liegt der Milchpreis für uns bei 30 Cent pro Liter, Tendenz fallend“, sagte Merk. „Um rentabel zu wirtschaften, bräuchten wir aber mindestens 40 Cent.“ Um auf sein Anliegen aufmerksam zu machen, brachte der Landwirt von seinem Hof in Bad Wurzach eine Ladung Kuhmist mit und kippte ihn bei einer Aktion des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter in Weingarten vor dem Kongresszentrum auf die Straße. Aber hat Angela Merkel das überhaupt bemerkt? „Schwer zu sagen“ meint Merk. „Sie hat auch einen Brandbrief von uns bekommen. Aber was sie damit macht - keine Ahnung. Vielleicht ab in den Papierkorb.“