Rat-Rat im Stuttgarter Westen
Ein verlängertes Wohnzimmer
Adrienne Braun,
08.03.2010 09:10 Uhr
Zum Wohl: im Rat-Rat sitzt und trinkt und isst es sich sehr angenehm. Foto: Rudel
Stuttgart - Wenn man das neue Rat-Rat auf einen Nenner bringen wollte, wäre ein Begriff schnell zur Hand: reell. Das Wirtshaus im Stuttgarter Westen ist das ideale verlängerte Wohnzimmer. Die Speisekarte ist umfangreich und schwäbisch. Die Einrichtung ist gemütlich und kombiniert klare, moderne Linien mit Brauhauströdel vom Flohmarkt. Obwohl die neuen Betreiber erst vor wenigen Wochen geöffnet haben, herrscht bereits reichlich Betrieb: Familien, junge und nicht mehr ganz junge Paare essen, plaudern, als sei man hier zu Hause.
Was im Rat-Rat auf den Tisch kommt, macht erstens verlässlich satt. Es schmeckt zweitens gut. Und hat drittens vernünftige Preise. Es ist keine Haute-Cuisine, das nicht, sondern schmeckt eher wie daheim. Rösti mit Sahnegeschnetzeltem (9,20 Euro) gibt es zum Beispiel. Das Kartoffelrösti ist außen kross angebraten und innen weich, wobei die Sauce großzügig über dem Teller verteilt wurde und alles durchgefeuchtet hat. Der Beilagensalat (drei Euro) besteht aus mehreren Blattsalaten und schmackhaftem Dressing, nur der Kartoffelsalat ist hart und überzeugt nicht.
Das Filettöpfchen (14,50 Euro) wird mit Kässpätzle gereicht. Auch hier meint es der Koch mit der Sauce gut: Die drei Fleischmedaillons und die Spätzle werden im Töpfchen geschichtet und schwimmen in Sauce. Das muss man mögen, wobei geschmacklich alles einwandfrei ist. Der Käse ist würzig, die Spätzle sind nicht zu weich, höchstens die Filetstücke könnten ein wenig zarter sein.
Hundertprozentig gelungen sind die Apfelküchle mit Vanillesauce (5,90 Euro), die der Kellner als Spezialität des Hauses anpreist. Die Apfelscheiben sind dick und saftig, und die Panade ist leicht und lecker - kein triefendes Fett, kein übler Beigeschmack. Auch die Tiroler Marillenknödel (5,90 Euro) haben eine krosse Hülle, und das Pflaumenkompott rundet das Aroma mit angenehmer Fruchtfrische ab.
Was im Rat-Rat auf den Tisch kommt, macht erstens verlässlich satt. Es schmeckt zweitens gut. Und hat drittens vernünftige Preise. Es ist keine Haute-Cuisine, das nicht, sondern schmeckt eher wie daheim. Rösti mit Sahnegeschnetzeltem (9,20 Euro) gibt es zum Beispiel. Das Kartoffelrösti ist außen kross angebraten und innen weich, wobei die Sauce großzügig über dem Teller verteilt wurde und alles durchgefeuchtet hat. Der Beilagensalat (drei Euro) besteht aus mehreren Blattsalaten und schmackhaftem Dressing, nur der Kartoffelsalat ist hart und überzeugt nicht.
Rat-Rat bietet gelungene Desserts
Das Filettöpfchen (14,50 Euro) wird mit Kässpätzle gereicht. Auch hier meint es der Koch mit der Sauce gut: Die drei Fleischmedaillons und die Spätzle werden im Töpfchen geschichtet und schwimmen in Sauce. Das muss man mögen, wobei geschmacklich alles einwandfrei ist. Der Käse ist würzig, die Spätzle sind nicht zu weich, höchstens die Filetstücke könnten ein wenig zarter sein.
Hundertprozentig gelungen sind die Apfelküchle mit Vanillesauce (5,90 Euro), die der Kellner als Spezialität des Hauses anpreist. Die Apfelscheiben sind dick und saftig, und die Panade ist leicht und lecker - kein triefendes Fett, kein übler Beigeschmack. Auch die Tiroler Marillenknödel (5,90 Euro) haben eine krosse Hülle, und das Pflaumenkompott rundet das Aroma mit angenehmer Fruchtfrische ab.
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Rat-Rat
Ich war Gestern mit meiner Freundin im Rat-Rat.Ich hab die Schweinshaxe probiert da es die nur am Dienstag gibt.Meine Freundin hatte die Schinkennudln gegessen.Ich kann sagen " Das Essen war sehr Lecker.Die Preise sind super in Ordnung.Toller Service.....Sehr gerne wieder...
Rat-Rat
Ziemlich verwundert war unser wöchentlicher Stammtisch gestern Abend, als wir auf Eure Empfehlung ins neue Rat-Rat gegangen sind: Lauwarmes Fastfood zu astronomischen Preisen, die Schweinshaxe vertrocknet und ungenießbar. Es war nicht ein Essen dabei, das überzeugen konnte. Mein "Ziegenkäse" war ein Stück Gummi-Feta, der lauwarm paniert auf grob geschnittenen Zwiebelbrocken lag, schon optisch kein Genuss! Wurde die Testredaktion bevorzugt behandelt oder hattet Ihr so Hunger? Um noch was Positives zu sagen: Der Service hat sich sehr viel Mühe gegeben und das Ambiente hat auch gewonnen. Aber insgesamt eine Enttäschung auf der ganzen Linie!
Tabu
Es gehört zu den großen Tabus der STZ-Gastro-Redakteure, dem geneigten Leser neben Qualität der Gerichte, Ambiente und Service auch noch zu offenbaren, wie das Etablissement gedenkt, die Bezahlung zu akzeptieren. Spricht man in abgehobenen Kreisen nicht über anrüchiges Geld? Spielt es für einen normalen Gast keine Rolle, ob er mit EC-/Kreditkarte oder dicken Geldbündeln ins Restaurant zu kommen hat? Für mich ist es durchaus ein Kriterium, ob ich mit Karte bezahlen kann oder nicht.