Rechtsextremismus in Baden-Württemberg Der harte Kern bleibt

Von Reiner Ruf 

Die rechte Szene hat über die Jahre an Zulauf verloren. Doch geschwunden sind nur die weichen Ränder, sagen die Verfassungsschützer. Der harte Kern aber bleibt. Und die NPD erhält wieder starken Zulauf – aber nicht überall.

Die NPD hat sich als langlebig erwiesen und gilt als „extremismusintensiv“. Sie erlebt derzeit einen zweiten Frühling – wenn auch nicht in Baden-Württemberg. Foto: dapd
Die NPD hat sich als langlebig erwiesen und gilt als „extremismusintensiv“. Sie erlebt derzeit einen zweiten Frühling – wenn auch nicht in Baden-Württemberg.Foto: dapd

Stuttgart - Der Rechtsextremismus in Baden-Württemberg ist in dem Vierteljahrhundert seit der Wiedervereinigung zahlenmäßig geschrumpft, dabei jedoch keineswegs ungefährlicher geworden. Im Gegenteil. „Die Szene wurde zwar personell kleiner, aber im Durchschnitt jünger, aktiver und extremismusintensiver“, heißt es in dem Bericht, den das Innenministerium der NSU-Enquetekommission des Landtags vorlegte.

Die „weichen Ränder“ seien geschmolzen, sagte Verfassungsschutzpräsidentin Beate Bube dieser Tage vor den Parlamentariern. „Doch der harte Kern ist geblieben.“

2 Kommentare Kommentar schreiben

absurd: "Die weichen Ränder seien geschmolzen" meint die Verfassungsschutzpräsidentin. Komisch, woher kommen denn dann die ganzen AfD-Anhänger her, die Bildungsplangegner bei denen einige bekannte und bekennende Faschisten und Rechtsextremisten mitlaufen dürfen, und die ganzen Proteste gegen neue Flüchtlingsheime? Ach ja, Rassismus, Diskrimminierung, Homophobie, Nationalchauvinismus und Sozialdarwinismus sind heut wohl nichtmehr rechtsradikal sondern in der guten "Mitte" angekommen oder wie? Wie gehabt, ob NSU, Operation Gladio oder jährlicher Verfassungsschutzbericht: Der Innlandsgeheimdienst sieht auf dem rechten Auge sehr schwer.

Ich hätte da noch eine Seite 6.: Welche Rolle spielt der immer latent bei ca. 20 % der Bevölkerung vorhandene Rechtsextremismus im auch "immobil wie heuverschreckten" Kapitalverkehr insgesamt in einer von Arbeit abhängigen mal mehr mal weniger wohlständigen Gesellschaft auch historisch wie wiederkehrend intervallmäßig betrachtet, spät. seit Adolfs Zeiten der massiven Arbeitsbeschaffung in Rüstungsindustrie und Autobahn wie Schiene incl. der einhergehenden gnadenlosen Indoktrination der Rechtsextremisten auf Nazi-Linie mit am vorläufigen Ende über 60 MIllionen Toten? Mein Überschriftenvorschlag: " Der harte Kern bleibt, der weiche Keks auch"!

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