S-Süd Verkehr soll reduziert werden
nay, 09.11.2012 10:34 Uhr
Die Kreuzung muss ein hohes Verkehrsaufkommen verkraften.Foto: Steinert
S-Süd
Die Kreuzung Karl-Kloß-Straße/Böheimstraße im Stuttgarter Süden hat ein sehr hohes Verkehrsaufkommen zu verkraften. Die Fraktion der Grünen hat deshalb in der jüngsten Sitzung des Bezirksbeirats Süd den Antrag gestellt, die Straßenverkehrsbehörde möge prüfen, welche Maßnahmen kurz-, mittel- und langfristig ergriffen werden können, um die Situation dort zu entspannen. Alle Fraktionen stimmten dem Prüfauftrag einstimmig zu.
Der Verkehr und der daraus resultierende Lärm minderten die Lebensqualität der Anwohner, sagten die Bezirksbeiräte Christine Blankenfeld und Uwe Völker von der Fraktion der Grünen. Sie beide hätten schon vor einem Jahr während eines Spaziergangs über Lösungen für die Situation nachgedacht. „Wir sind bisher auf keine gekommen“, sagte Blankenfeld.
Bis März 2013 soll die Straßenverkehrsbehörde dem Bezirksbeirat berichten, ob die Kreuzung neu geordnet und an heutige Erfordernisse angepasst werden kann. Die Grünen wünschen sich, dass der Lärm reduziert, die Verkehrssicherheit erhöht und dadurch die Lebensqualität der Anwohner verbessert werden. Dies könne durch einen Kreisverkehr erreicht werden oder durch eine Änderung der Fahrstreifen sowie die Einrichtung von Fahrradwegen und breitere Bürgersteige.



Vereinswegweiser der 
Danke
Als Anwohner der Böheimstraße kann ich den Antrag nur befürworten. Schon morgens ist es schwer die Böheimstraße, selbst bei grüner Fußgängerampel, am Marienhospital zu überqueren. Aber vor allem nachts mutiert die breite, gut ausgebaute Straße quasi zur Rennstrecke. Da würde eine Rückbauung mit Parkplätzen und breiten Radwegen deutlich helfen.
Antrag der Grünen
Sie haben hier eine kurze Meldung der Stuttgarter Zeitung zu unserem Antrag gelesen. Leider ist die Überschrift falsch so falsch wie der Satz zu den Fahrradwegen und Bürgersteigen. Der Originaltext des Antrages Prüfantrages an die Verwaltung lautet: 'Die zu entwickelnden Maßnahmen sollen dazu beitragen, den motorisierten Verkehr zu entschleunigen, Lärm zu reduzieren, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner zu verbessern. Maßnahmen könnten zum Beispiel sein: • Kreisverkehr einrichten • Fahrstreifenaufteilung ändern, um geschwindigkeitsreduzierende Effekte zu erzielen • Fahrradwege bzw. -schutzstreifen einrichten • Gehwege verbreitern, Gehwegnasen schaffen • Fahrstreifen für Nachtparken zur Verfügung stellen. Der Lärmaktionsplan weist diese Kreuzung als einen der Lärmschwerpunkte in Stuttgart aus. Sie können auch einmal in der Böheimstraße versuchen, als Fußgänger bei 'grün' die Straße zu überqueren. Dann wissen Sie, was wir meinen. Einige Kommentatoren hier ziehen es dagegen vor - aus der Anonymität heraus - das geistige Potenzial ihrer Bezirksbeiräte in Frage. Zur Erinnerung: der Antrag wurde einstimmig von allen (!) Parteien befürwortet. Umgekehrt sorge ich mich um das demokratische Selbstverständnis mancher Bürgerinnen und Bürger. Bürgerbeteiligung setzt ein Mindestmaß an Bürgerengagement voraus. Zumindest, sich zu informieren. Wenn Sie konstruktive Vorschläge oder fundierte Kritik haben: Kommen sie doch in den Bezirksbeirat. Die Sitzungen sind öffentlich und jede Bürgerin, jeder Bürger kann sich dort jederzeit zu Wort melden.
Beruhigung
Ich würde ein tägliches Fahrverbot in ganz Stuttgart von 0 Uhr bis 24 Uhr aussprechen. Dann bedarf es keinerlei Dikussionen mehr. Enenso würde ich E-Bike verbieten, sie verbrauchen auch Strom.