S-West Motorräder können stehen bleiben

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Der Bezirksbeirat lehnt eine weitere bauliche Veränderung an der Ecke Klopstock-/Schwabstraße ab.

Da die Parksituation im Stuttgarter Westen ohnehin schon schwierig ist, dürfen Motorräder stehen bleiben. Foto: Zweygarth
Da die Parksituation im Stuttgarter Westen ohnehin schon schwierig ist, dürfen Motorräder stehen bleiben.Foto: Zweygarth

S-West - An den Radbügeln auf der ausgebauten Gehwegnase an der Ecke Klopstock- und Schwabstraße stehen zumindest in den wärmeren Jahreszeiten vorzugsweise Motorräder statt Fahrräder. Um dies zu ändern, hatte die SPD-Fraktion im Bezirksbeirat im Oktober beantragt, die Verwaltung solle prüfen, wie dies zu verhindern sei. Das Gremium hatte dem Antrag mehrheitlich zugestimmt – und die Verwaltung hat geprüft.

„Es ist zu beobachten, dass die Motorradfahrer im Westen die Gehwegnasen als Parkraum für sich entdeckt haben“, sagt Birgit Wöhrle vom Amt für öffentliche Ordnung. Immerhin gibt es im Stadtbezirk 1650 zugelassene Zweiräder. Würden die alle auf regulären Parkplätzen stehen, wären 16 Prozent aller Stellplätze für Autofahrer besetzt. „Die dürfen da natürlich parken, aber wir sind auch tolerant, wenn Motorräder auf Gehwegen stehen, damit sie eben die Parkplätze nicht blockieren“, sagt Birgit Wöhrle.

Dennoch habe sich die Stadtverwaltung überlegt, wie die Motorräder von der besagten Gehwegnase verschwinden könnten. „Wir müssen den Platz irgendwie verbraten, damit sich die Motorräder da nicht hinstellen“, so Wöhrle. Allzu viele Möglichkeiten gibt es allerdings nicht. Und die Bezirksbeiräte hat keine davon überzeugt. Man hätte eine Sitzbank aufstellen können, um Platz wegzunehmen oder noch ein paar mehr Bügel anbringen. Auch das Baumbeet könnte vergrößert werden, wodurch laut dem Garten- und Friedhofsamt aber nur ein komfortableres Klo für Hunde entstehen würde.

Alles bleibt beim Alten

Von dem Vorschlag, einen der Kurzparkplätze an der Schwabstraße zum Motorradstellplatz zu machen, will der Bezirksbeirat erst recht nichts wissen. Und auch Birgit Wöhrle würde diese Lösung nicht bevorzugen. Denn diese sind erst eingerichtet worden, nach dem es Beschwerden von Anliegern gegeben hatte.

Nachdem sich keine der Ideen als zündend erwiesen hat, sind die Lokalpolitiker mittlerweile auch nicht mehr davon überzeugt, dass Vertreiben die richtige Taktik ist. Die Vorschläge der Stadtverwaltung kommen damit erstmal zurück in die Schublade. Der Bezirksbeirat hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, an dieser Stelle keine weiteren Änderungen vorzunehmen – nur ein größeres Baumbeet solle erneut geprüft werden.

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