Siloanlage Am Stöckach lagern jetzt 500 Tonnen Streusalz

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Eine neue Siloanlage in der Heinrich-Baumann-Straße sichert die Vorräte der Landeshauptstadt.

So sieht das neue Salzsilo in der Heinrich-Baumann-Straße am Stöckach aus. Foto: Stadt
So sieht das neue Salzsilo in der Heinrich-Baumann-Straße am Stöckach aus.Foto: Stadt

S-Ost - Bis jetzt hat sich der Winter in Stuttgart zurück gehalten. Zwei Mal gab es Schnee, Ende Oktober und rund um Nikolaus, mit Reif- und Eisglätte hatten die Autofahrer aber öfter zu kämpfen. Entsprechend hatten die Streudienste der Stadt schon einige Großeinsätze. Seit vergangener Woche haben die Räumfahrzeuge eine neue Ladestation für Streusalz. In der Zentrale des städtischen Eigenbetriebs Abfallwirtschaft Stuttgart (AWS) wurde eine neue Siloanlage in Betrieb genommen.

Das neue Silo ist im Gegensatz zu den bisher bekannten Holzsilos nicht rund, sondern rechteckig. Es ist 14,50 Meter lang, 7,50 Meter breit und 13 Meter hoch. Dadurch kann auf einer kleineren Grundfläche deutlich mehr Salz als bisher gelagert werden. Insgesamt passen rund 500 Tonnen Salz in die neue Siloanlage. Sollte also Streusalz bei den Lieferanten knapp werden, wie das in den vergangenen Wintern immer wieder einmal der Fall war, kann die Landeshauptstadt auf größere Vorräte zurück greifen. Die neue Anlage ist außen mit Polycarbonat verkleidet. Dadurch wird das Siloinnere vor Feuchtigkeit und schädigender UV-Strahlung geschützt.

Mit Salz werden 955 Kilometer des Straßennetzes frei gehalten

„Dieses Salzsilo schließt die Lücke, die mit der Aufgabe der beiden AWS-Betriebsstellen in der Bebel- und Fangelsbachstraße entstanden ist“, sagte der Leiter des AWS, Thomas Heß, bei der Inbetriebnahme. Die Lagerkapazität für Salz erhöht sich durch den Neubau auf insgesamt 5800 Tonnen. 2800 Tonnen werden in Hochsilos und sogenannten Flachlagern auf Vorrat gehalten, weitere 3000 Tonnen in einer angemieteten Lagerhalle.

Mit dem Streusalz werden bei einem Wintereinbruch rund 955 Kilometer des insgesamt 1410 Kilometer langen Straßennetzes der Landeshauptstadt von Schnee und Eis frei gehalten. Die übrigen rund 380 Kilometer sind sogenannte „ebene Wohnstraßen“, die vom Winterdienst nur bei außergewöhnlich starkem Schneefall oder bei Eisregen geräumt und bestreut werden. Um so wenig Salz wie möglich zu verwenden, wird in Stuttgart die sogenannte Feuchtsalzstreuung angewandt. Dabei wird beim Streuvorgang Natriumchlorid mit einer Sole aus Kalziumchlorid angefeuchtet. Was auf den Straßen manchmal notwendig ist, ist auf den Gehwegen in der Stadt nur in Ausnahmefällen erlaubt. In Stuttgart dürfen auf öffentlichen Gehwegen kein Salz oder sonstige auftauende Stoffe gestreut werden, weil sie Bäume und Sträucher massiv schädigen. Wer trotzdem Salz streut, riskiert eine Geldbuße in Höhe von bis zu 500 Euro.

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