Stärken und Schwächen von Steinbrück Der Kandidat im Profil
Bärbel Krauß, 09.12.2012 18:51 UhrHannover - Mit seiner Kür zum Kanzlerkandidaten ist Peer Steinbrück zur neuen Nummer eins in der SPD noch vor Parteichef Sigmar Gabriel aufgestiegen. Bis zur Bundestagswahl im September 2013 ist er der Dreh- und Angelpunkt für die Genossen. Er ist der elfte Kanzlerkandidat, den die SPD seit 1949 ins Rennen um die Macht schickt.
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Steinbrücks Lasten
Hatte die SPD nicht Herrn Harald Glööckler als Kanzlerkandidaten nominieren können? Herr Glööckler ist bei peta für den Tierschutz aktiv. Er könnte sehr viel besser eine Schnittstelle zu den Grünen bilden. Kaum vorstellbar wie SPD und Grünen gemeinsam im Bund regieren wollen, wenn es keinen gemeinsamen Nenner bei den Spitzenkandidaten gibt. Einzige Möglichkeit, sie machen es wie in Baden-Württemberg: Man bildet eine Koalition, um die Mehrheit für sich zu entscheiden. Nach der Regierungsbildung gehen beide Parteien aber wieder ihren eigenen Weg und die Minister wursteln in ihren Ministerien nach belieben vor sich hin. Wer den Grüßgott-August spielt, Steinbrück oder Trittin, ist dann auch vollends egal. Bei genauer Betrachtung ist die Demokratie mit mehr als zwei Parteien (egal ob nun mit oder ohne Bürgerbeteiligung und Zivilgesellschaft) eines der ineffizientesten politischen Systeme überhaupt.