Stuttgart 21 Bahn fällt weitere Bäume wegen Stuttgart 21

Von dpa/lsw 

Obwohl hinter der Finanzierung des Bahnprojektes Stuttgart 21 weiterhin noch viele Fragezeichen stehen, fällt die Bahn weiter Bäume.

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Stuttgart - Trotz offener Fragen im Zusammenhang mit der Finanzierung des Bahnprojekts Stuttgart 21 fällt die Bahn derzeit wieder Bäume. Im Stadtteil Untertürkheim seien am Montag rund 30 kleine bis mittlere Bäume gefällt worden, teilte die Bahn am Dienstag mit. Insgesamt 40 Bäume müssten weichen, um die Baustelle für das künftige Trogbauwerk der Neckarunterquerung einzurichten. Auch an anderen Stellen in Stuttgart sind weitere Fällarbeiten bis zum Ende der vegetationsfreien Periode geplant.

Die Bahn hatte kürzlich das geplante Fällen von Bäumen am Rande des Stuttgarter Rosensteinparks bis zum Herbst verschoben. Die Zeit solle genutzt werden, damit Experten sich mit dem Thema Artenschutz ausführlich auseinandersetzen könnten, hieß es. Die Bahn will Fachleute einladen, um ausführlich über Maßnahmen zur Sicherung und Erhalt einer Juchtenkäferpopulation in diesem Bereich zu sprechen. Damit bleiben zunächst 80 bis 100 Bäume stehen, die ansonsten spätestens Ende Februar hätten gefällt werden sollen.

Neben Ministerpräsident Winfried Kretschmann hatte zuletzt der neue Stuttgarter Oberbürgermeister Fritz Kuhn (beide Grüne) gefordert, die Bahn solle angesichts neuer Fragezeichen hinter dem umstrittenen Milliardenprojekt keine vollendeten Tatsachen schaffen. Deren Forderungen hätten nichts mit der aktuellen Entscheidung der Bahn zu tun, betonte ein Bahn-Sprecher: „Die Bahn wird bauen, sobald wir das Baurecht haben. Wir werden das Baurecht nutzen.“

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205 KommentareKommentar schreiben

aufgeklärter: ich nehme an, es sind immer sie wenn da aufgeklärter steht. denn jedes mal schreiben sie was, ich widerspreche ihnen, dann rudern sie zurück und suchen ausflüchte. das was bei aufriss-abstand und anderen gruppierungen steht ist übrigens nicht besser wie das bei kopfbahnhof 21.

„Spötter“ spottet umsonst – Wozu gibt es denn Internet und die vielen Links?: Diese Dampfradiozeiten sind doch längst vorbei. Wenn Ihnen „kopfbahnhof-21.de nicht zusagt, können Sie dort wie z. B. auch auf „Auf-Abriß-Aufstand“ die rechts verlinkten Gruppierungen abklappern. Mein Beispiel ist kein Alleinstellungsanspruch. – Oben bleiben!

aufgeklärter: ...nachzulesen auf kopfbahnhof-21.de. ...... das habe ich etztens wiedermal gemacht und erschreckend festgestellt, dass sich nichts geändert hat. die vielen fehler sind immernoch da. die vielen ungereimtheiten auch. k 21 ist keine alternative, nicht mal ein konzept. k 21 ist mist.

„Yvonne de Frey“ – Sie irren!: „Zwar wird von der grünen Partei und der Linken zuweilen von Alternativen 'geredet', tatsächlich jedoch haben sie - samt ihrer politischen Vorfeldorganisationen wie BUND oder VCD - nichts in der Hand.“ Wie kommen Sie denn darauf? Nicht nur BUND oder VCD, nein, auch andere Beteiligte im Aktionskreis gegen S21 haben Alternativen entwickelt, nachzulesen auf kopfbahnhof-21.de. ........... Offensichtlich scheint Ihnen als erkennbare Befürworterin dieses Murksprojekts auch nicht recht zu sein, daß Kretschmann & Co. stillehält und sich an die VA sowie die Finanzierungsverträge gebunden fühlt. Und im Augenblick ist das die beste Methode, um BW aus einem Regreß bei einem möglichen Ausstieg der Bahn durch den AR herauszuhalten. .......... Was erwarten Sie nun von der LR? Auf der einen Seite werfen Sie ihr Stockstarre und Nichtstun vor, auf der anderen Seite soll sie sich ja an VA, Verfassung und Verträge halten. .......... Ihre Schreibtaktik kann man klar umschreiben: Sie würden es am liebsten sehen, wenn LR und die S21-Gegner selbst kopflos ins Chaos rennen würden, damit man in jedem Falle, egal was passiert, mit dem Finger auf sie zeigen kann. Mit sachlicher Diskussion hat Ihr Beitrag wahrhaft nichts mehr zu tun. Eins ist klar: Wenn der AR das Projekt S21 nicht stoppt, wird das für Deutschland sehr, sehr teuer werden und entsprechend kanibalisierend weitergehen. Den Schaden hätten alle! – Oben bleiben!

@Freilich 19:16 Uhr: VCD und Linksgrüne stehen nackt da.: VCD, Linksgrüne, Wutbürger und Co. stehen der Bevölkerungsmehrheit und dem zu 100 % legitimierten Projekt S21 undemokratisch im Weg. Die ganzen Diskussionen und teils hohlen Aktionen weisen auf ein großes Dilemma hin: Es gibt zu S21 keine rechtlich und politisch abgesicherte bzw. machbare Alternative. Zwar wird von der grünen Partei und der Linken zuweilen von Alternativen 'geredet', tatsächlich jedoch haben sie - samt ihrer politischen Vorfeldorganisationen wie BUND oder VCD - nichts in der Hand. Das fragwürdige, janusköpfige K21 wurde offiziell zu Grabe getragen und mit keinem einzigen Wort mehr im grün-roten Koalitionsvertrag erwähnt. Jetzt zeigt sich auch hier klar, dass grüne Politik zumeist im Opponieren und Verweigern zu Tage tritt - im Gestalten und beim Regieren offenbart sich jedoch die Unfähigkeit der überforderten Regierungspartei. Kretschmann und Co. befinden sich in S21-Schockstarre, warten und hoffen auf Fehler und 'neue Erkenntnisse' der Bahn, um auch danach nur wieder destruktiv und wenig zielorientiert wirken zu können. Die teils zur Regierung mutierten Wutbürger sitzen da und hoffen, die Bahn würde ihnen jetzt - quasi auf dem silbernen Tablett - ein 'Schuldeingeständnis' oder gar eine Kapitulation liefern. So dumm sind Grübe und Co. ganz gewiss nicht. Diese geradezu kindlich-naive Lageeinschätzung zeugt von absoluter Inaktivität der Grünen und soll von gänzlich fehlenden Handlungskonzepten ablenken. Dieser fehlende Wille und die faktische Unfähigkeit zur Übernahme von Verantwortung, lähmt unser Land. Das hat leider fatale Folgen - insbesondere für die Wirtschaft und Arbeitnehmer/innen am ehemaligen 1a-Standort Baden-Württemberg.

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