Stuttgart 21 Bahnchef Grube soll Kosten erklären

Von dapd 

Der Verkehrsausschuss des Bundestages zitiert angesichts der anfallenden Kostensteigerung für das Tiefbahnhof-Projekt „Stuttgart 21“ Bahnchef Rüdiger Grube und den Infrastruktur-Vorstand Volker Kefer zu sich.

Müssen beim Verkehrsausschuss antreten: Volker Kefer und Rüdiger Grube. Foto: dpa 10 Bilder
Müssen beim Verkehrsausschuss antreten: Volker Kefer und Rüdiger Grube.Foto: dpa

München - Der Verkehrsausschuss des Bundestages zitiert angesichts der anfallenden Kostensteigerung für das Tiefbahnhof-Projekt „Stuttgart 21“ Bahnchef Rüdiger Grube und den Infrastruktur-Vorstand Volker Kefer zu sich. Beide müssten die entstehenden Mehrkosten genau erklären, sagte der CDU-Verkehrsexperte Dirk Fischer dem Nachrichtenmagazin „Focus“ laut am Samstag verbreiteter Vorab-Meldung. Die Bahn habe schließlich versichert, das noch im Oktober 2011 auf 4,53 Milliarden Euro veranschlagte Bauvorhaben sei „so gut wie kein anderes Projekt“ kalkuliert worden. Die Sitzung ist für den 16. Januar vorgesehen.

Die Bahn hatte am Mittwoch eingeräumt, dass „Stuttgart 21“ um mindestens 1,1 Milliarden Euro teurer wird. Der Finanzierungsrahmen erhöht sich dadurch auf rund 5,6 Milliarden Euro. Der Stuttgarter Hauptbahnhof soll von einem Kopf- in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof umgebaut werden.

Unionsfraktionschef Volker Kauder hält die Umsetzung des Tiefbahnhofs weiterhin für „notwendig“, obwohl auch ihn die zusätzlichen Kosten überrascht hätten. „Stuttgart 21“ sei aber „in einer Volksabstimmung mit überwältigender Mehrheit befürwortet worden“, sagte der CDU-Politiker dem Rundfunksender SWR. Zudem sehe er die Sinnhaftigkeit des Projektes. Wenn „Baden-Württemberg von den internationalen Schienenverbindungen abgehängt würde, wäre dies für dieses Land eine Katastrophe“.

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DEZ 17Aufmerksamer Leser, 14:52 Uhr Nachgerechnet, aber nicht nachgedacht: In ihrer Antwort beziehen sie sich auf meinen Beitrag <<>> Hier habe ich gegenübergestellt a) Ihre Aussage b)meine Wiedergabe dieser Aussage, von der sie behaupten eine derartige Aussage nicht gemacht zu haben. Welche dann ? Was ist an meiner Zusammenfassung falsch? Antwort verweigert, aber Beschuldigungen aussprechen, Im übrigen sind sie wie üblich nicht gewillt, logisch zu denken. WENN die Annahme über die Spitzenzeiten von 32 Zügen am Nachmittag FALSCH ist – NICHT gesagt, so ihre Aussage - müssen ja wohl die morgendlichen 49 Züge berücksichtigt werden. _______________________________________________________________ Zu ihren sachlichen Argumenten: „...dass keine seriöse Personenstromanalyse von Zugzahl ausgeht, sondern stattdessen von prognostizierten Personen-Zahlen“ Und woher kommen die Prognosen, wenn nicht PRIMÄR von der Anzahl der Züge? SEKUNDÄR mögen auch noch Passanten / Umsteiger S-Bahn/Stadtbahn eine Rolle spielen, aber das ist wohl der geringere Teil. Au0erdem würde dieses Argument zu Ende gedacht bedeuten, dass das Personenaufkommen UNABHÄNGIG von der Zugzahl ist, womit ihre gesamte Rechnung hinfällig ist.

„Aufmerksamer Leser“ – Amüsant, daß Sie nun meine „Haarspalterei“ nicht begreifen können (2. Versuch): „... denn Sie deuten bei Bedarf die einfachsten sprachlichen Konstrukte zu etwas völlig anderem um...“ Warum sollte ich? Ich habe lediglich Ihren Satz, Ihren Begriff ins Deutsche übersetzt. Wo ist das Problem‘? – Oben bleiben!

Leserverständnis = Null; nein, er spricht nur eine andere Sprache...: @Aufgeklärter, Sie meinten: 'Der Begriff 'Engstellen' ist in Anführungszeichen gesetzt und bezeichnt somit einen Gegenstand.' Ich weiß nicht wie Sie darauf kommen, aber mit deutscher Sprache und Rechtschreibung hat Ihre Schlussfolgerung nichts zu tun. Einmal mehr zeigt sich, dass es völlig zweckfrei ist mit Ihnen zu diskutieren, denn Sie deuten bei Bedarf die einfachsten sprachlichen Konstrukte zu etwas völlig anderem um...

Typische Haarspalterei bei „Aufmerksamer Leser“: Also versuchen wir das Geschriebene von „Aufmerksamer Leser“ mal wieder ins Deutsche zu übersetzen. Er schrieb: „... weil die neuen 'Engstellen' ja deutlich breiter als die bereis bestehenden sind.“ Der Begriff 'Engstellen' ist in Anführungszeichen gesetzt und bezeichnt somit einen Gegenstand. Und dieser Gegenstand ist in der Satzfortführung deutlich breiter als die bereits bestehenden (Gegenstände) und beansprucht somit mehr Fläche auf dem Bahnsteig. Und lt. Aussage von AL sind somit die eingehausten Treppenhäuser breiter als die bereits bestehenden. Nichts anderes habe ich aus den Aussagen von AL herausgelesen. .......... Wenn Sie Lust haben, mit mir über die Weihnachtsfeiertage auch darüber weiterzudebatieren, daß eine nicht unerheblich Fläche für die Reisenden reduziert wird, und die Personenstromanalyse nach unten korrigiert werden muß, bitte gerne! – Oben bleiben!

'Engstellen': Etwas breitere 'Engstellen' gehören auch Kategorie der Engstellen an. Engstellen wirken im Allgemeinen behindernd auf Personenströme. Die Bahnkunden halten sich nicht wie Straßenfahrzeuge an eine vorgezeichnete 'Fahrspur'. Würden die Fahrgäste wie gedrillte Soldaten hintereinander marschieren, könnte was an der Argumentation von 'Aufmerksamer Leser' dran sein. Vielleicht sollte man auch das Fahrgast-Verhalten an den S21-Tiefbahnhof anpassen. Zur Erfüllung von Optimalitäts-Kriterien sollte schließlich jeder einen kleinen Beitrag leisten.

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