Stuttgart 21 Büro der "Parkschützer" durchsucht

Von dpa 

Polizei stellt Kanister mit unbekannter Flüssigkeit im "Parkschützer"-Büro sicher - Mann verhaftet.

Die Durchsuchung bei der Initiative Parkschützer richtete sich gegen einen wohnungslosen 19-Jährigen, der die Adresse des Büros als seine Anschrift angegeben hatte. Foto: www.7aktuell.de/Oskar Eyb
Die Durchsuchung bei der Initiative Parkschützer richtete sich gegen einen wohnungslosen 19-Jährigen, der die Adresse des Büros als seine Anschrift angegeben hatte.Foto: www.7aktuell.de/Oskar Eyb

Stuttgart - Die Polizei hat in den Büroräumen der „Parkschützer“ am Montag mehrere Benzinkanister mit einer bisher noch unbekannten Flüssigkeit sichergestellt. Wie eine Polizeisprecherin am Dienstag mitteilte, überprüfen die Ermittler nun, ob die vier Benzinkanister einem 19-Jährigen gehören, der bis Donnerstag in Gewahrsam genommen wurde. Er wird verdächtigt, sich an der Herstellung von Molotowcocktails beteiligt zu haben.

Tatverdächtiger nennt Adresse des Büros als Anschrift

Bei der Razzia am Sitz der Stuttgart-21-Gegner zogen die Ermittler weitere „mögliche Beweismittel“ ein. Details hierzu wurden nicht bekanntgegeben. Der 19-Jährige ohne Wohnsitz hatte das „Parkschützer“-Büro als offizielle Adresse angegeben. Die „Parkschützer“ geben an, den Inhalt der Benzinkanister zum Betrieb eines Stromaggregats zu verwenden.

In den nächsten Tagen sollen der Schlossgarten und das Zeltlager der Gegner von der Polizei geräumt werden. Auf dem Gelände sollen 108 Bäume für das Bahnprojekt gefällt und 68 verpflanzt werden.

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11 KommentareKommentar schreiben

@ralph: Laut neuster Meldung wurden die Kanister nicht in der Wohnung, sondern in der Garage gefunden. Also Herr/Frau Ralph (haben sie keinen Nachnamen?), wenn Sie auch einen oder mehrere Kanister in der Garage stehen haben, begeben Sie sich sofort in Gewahrsam ... !!! Unabhängig davon, mir ist klar, daß brennbare Flüssigkeiten nicht in der Wohnung aufbewahrt werden sollten. Trotzdem rechtfertigt dies niemals eine Haft (Gewahrsam). Erst denken, dann schreiben !

Brennbare Flüssigkeit: An alle, die hier die Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten in Wohngebäuden - ich gehe mal davon aus, dass das Büro der Parkschützer in einem Wohngebäude ist, zumindest sieht es auf dem Foto danach aus - als 'normal' bezeichnen. Wie zum Beispiel Herr Bässler, der damit wohl keine Probleme hat. Diesen Zeitgenossen sei gesagt, dass die Lagerung von brennbaren Flüssigkeiten in Wohngebäuden nur in einem gewissen Masse erlaubt ist. Der Inhalt, der sichergestellten Benzinkanister muss in jedem Fall brennbar sein - Stromaggregate benötigen brennbare Flüssigkeiten. Im Artikel steht mehrere Kanister. Ausgehend davon, dass ein Kanister mindestens 5 Liter brennbare Flüssigkeit enthält reden wir hier von mindestens 10 Liter. In einer Garage darf maximal 20 Liter Benzin gelagert werden in Wohngebäuden soweit ich weiß 1 Liter. Ich frage mich hier dann doch wie weit es de mit dem Einhalten von Gesetzen bei den Anhängern der Parkschützer ist. Ich würde so etwas nicht tolerieren, die Gefahr, dass hier ein Unfall passieren kann und der ganze Gebäudekomplex in Brand geraten kann ist viel zu groß! Sorry Herr Bässler, man stelle sich nur einmal vor es raucht jemand im Büro und aus irgendeinem Grund entstünde ein Brand. Ich will mir jetzt nicht ausmalen, was dann passieren kann. In dem Gebäude leben bestimmt naoch andere und an dem Protest unbeteiligte Personen. Diese werden m. E. bewusst einer Gefahr ausgesetzt. Im Gegensatz zur Herrn Bässler habe ich dafür kein Verständnis! Erst denken, dann reden!

Ypsilon: Laut neuster Meldung wurden die Kanister nicht in der Wohnung, sondern in der Garage gefunden. Also Herr/Frau Ypsilon (Namen gibt es ...), wenn Sie auch einen oder mehrere Kanister in der Garage stehen haben, begeben Sie sich sofort in Gewahrsam ... !!!

Durchsuchung: Da fällt mir nur eins ein: Psychoterror. Meine ehemals sehr gute Meinung von der Stuttgarter Polizei ist dahin.

Ergänzungen: Schön, dass hier mal auf das idiotische 'sogenannte' verzichtet wird, die Gruppe heißt nämlich 'Parkschützer' und nicht 'sogenannte Parkschützer'. Leider wird auch Inhalt weggelassen, deshalb hier ergänzend Informationen, die Journalisten sicherlich auch alleine hätten finden können. Das Benzin - oder wie hier so 'schön' objektiv-distanziert-hinterfragend formuliert - 'eine bisher noch unbekannte Flüssigkeit' wird 'zum Betrieb des Notstromaggregats der Demosanitäter aufbewahrt', s. http://www.bei-abriss-aufstand.de/2012/02/13/presseerklarung-polizei-beschlagnahmt-ausrustung-der-demosanitater/#more-28899 Wie Christoph Hoffmann von den Demosanitätern mitteilt, handelt es sich um sein Eigentum, hat also mit dem Verdächtigen nichts zu tun. Schreiben Sie lieber mal einen Artikel über die Demosanitäter, was sie für wertvolle Arbeit leisten und warum sie gebraucht werden! Nur kurz zur Erinnerung: Am 30.9.2010 wurde die Arbeit der Sanitäter behindert, und dank der DEMOsanitäter, die vorgewarnt und vor Ort waren, konnten über 300 Verletzte versorgt werden! http://www.bei-abriss-aufstand.de/2010/12/22/zahl-der-verletzten-vom-30-9-viel-hoher-als-offiziell-angegeben/

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