Stuttgart 21 Erlaubnis für Bau des Dükers nicht in Sicht

Von Thomas Braun 

Die Stadt kritisiert massiv die Umbaupläne der Bahn im Bezug auf den Neubau des Abwasserkanals unter der Schillerstraße. Sie bemängelt fehlende Gutachten zum Mineralwasserschutz und will den Wegfall von Fahrspuren nicht akzeptieren.

Die Baustelle für den Bahnhofstrog kommt nicht voran. Grund ist die fehlende Genehmigung für den Bau des Dükers, der  den Tiefbahnhof unterqueren soll. Foto: Zweygarth
Die Baustelle für den Bahnhofstrog kommt nicht voran. Grund ist die fehlende Genehmigung für den Bau des Dükers, der den Tiefbahnhof unterqueren soll.Foto: Zweygarth

Stuttgart - Eigentlich erwartet die Bahn spätestens am Freitag die Genehmigung für den Bau des sogenannten Nesenbachdükers. Doch bisher ist nicht nur die Post vom Eisenbahn-Bundesamt (Eba) ausgeblieben. Es existieren auch Stellungnahmen von städtischen Ämtern, die weitere Verzögerungen wahrscheinlich machen. Das Amt für Umweltschutz, das unter anderem für den Schutz des Grund- und Mineralwassers zuständig ist, moniert in einem Papier, das aus dem November 2013 stammt und der Stuttgarter Zeitung vorliegt, „fehlende Gegenrechnungen“ zu den Bahn-Plänen. Entgegen der ursprünglichen Absicht will die Bahn den Abwasserkanal nun in offener Bauweise errichten. Zudem fehlten in den Plänen für den Düker „gutachterliche Unbedenklichkeitsnachweise hinsichtlich geotechnischer Auswirkungen“. Und noch gravierender sind laut dem Amt für öffentliche Ordnung die Verstöße gegen die bisherigen Grundsätze der Verkehrsführung.

Verkehrsbehörde warnt vor dem Wegfall von Fahrspuren

Bisher ging die Stadt davon aus, dass die Anzahl der bestehenden Fahrspuren rund um den Gebhard-Müller-Platz und die Schillerstraße während der Bauarbeiten nicht reduziert wird. Die aktualisierten Pläne der Bahn sehen dagegen vor, dass Fahrspuren wegfallen. So würde etwa die Zufahrt aus dem Wagenburgtunnel auf den Gebhard-Müller-Platz auf einen Fahrstreifen beschränkt. Auch das zeitgleiche Abbiegen aus der Adenauer- und der Willy-Brandt-Straße in die Schillerstraße wäre nicht mehr möglich. In den Plänen fehle zudem eine Darstellung der Fußgängerführung vom Königin-Katharina-Stift zur Willy-Brandt-Straße. Fazit des Ordnungsamts: die von der Bahn vorge­sehene Fahrstreifenaufteilung werde zu nicht hinnehmbaren Leistungseinbußen am Verkehrsknoten Gebhard-Müller-Platz führen.

Auch beim Thema Wasser sieht die Stadt Probleme. Erst wenn die Unterlagen entsprechend ergänzt worden seien, könne die Untere Wasserbehörde eine fachliche Stellungnahme dazu abgeben, heißt es in dem vom zuständigen Umweltbürgermeister Matthias Hahn gezeichneten Schreiben an die Stuttgarter Eba-Außenstelle. Der alte Nesenbachkanal ist dem geplanten achtgleisigen Durchgangsbahnhof im Weg und muss daher neu verlegt werden.

65 Kommentare Kommentar schreiben

Chaos ohne Ende......: Ich schreibe nur"best geplant",,,,,,,,

Erlaubnis für Bau des Dükers nicht in Sicht: Das stimmt, dafür ist die Genehmigung in Reichweite um den Düker zu bauen. Der Plan ist schon seit Jahren genehmigt. Die Erlaubnis zur Plan Änderung erteilt das Eisenbahnbundesamt. Die Sicht so wie es Herr Braun schreibt und definiert ist eine Gute vom Info -Pavillon. Für diese Sicht der Dinge braucht man keine Erlaubnis.

Die reale Gisela Müller: Sie schreiben: "beweisen, beweisen, beweisen". Aha. Und wo sind IHRE Beweise? Bisher haben Sie noch nicht einen einzigen Beweis Ihrer Luftblasen vorgelegt.

Ist doch dasselbe wie auf den Fildern: Man stellt die ursprüngliche Planung zurück und am Ende wird wegen der Stuttgarter Dauernörgelei eben dann doch genau so wie ursprünglich geplant gebaut. Die dabei entstandenen Mehrkosten trägt der Steuerzahler.

Frau Theissen – Habe ich bei Ihnen in ein Wespennest gestochen?: Offensichtlich schon, auf daß es bei Ihnen heftigte Reaktionen hervorgerufen hat. Nun ja, man stellt auf Ihrer Seite immer wieder fest, daß eben etwas nicht sein darf, was bei S21 sein soll. Wenn es dann doch anders ist, meint man wohl mit beschimpfendem Angehen und Verunglimpfungen das Problem aus der Welt schaffen zu können. Aber wie man an Ihrem Beitrag sieht, ist jetzt keiner schlauer als vor Ihrem letzten Beitrag. ... Und mit den Methoden eines „Klaus Bahner“, immer nur zu behaupten ohne Beleg, überzeugen sie niemanden. Ebenso sehe ich das bei den Märchenseiten eines Herrn Dietrichs, welcher nur behauptet, aber nichts bewiesen hat. ... Auch gehen falsche Aussagen Ihrerseits immer wieder in die Hose, denn ich habe nicht behauptet, daß die Genehmigung des Dükers zurückgezogen wird, sondern nur in den Raum gestellt, daß es so sein könnte. ... Immer dran denken, Frau Theissen, WIR sind die S21-Kritiker und –Skeptiker. SIE sind offensichtlich von der guten Sache von S21 überzeugt. Wenn Sie meinen, hier über dieses Thema zu diskutieren, dann kommen Sie doch weder mit Beschimpfungen noch mit (Falsch-)Behauptungen weiter, sondern nur durch Überzeugungsarbeit. Und Überzeugungsarbeit heißt: beweisen, beweisen, und nochmals beweisen. Sind Ihre Beschimpfungen und Verunglimpfungen Beweise, das S21 gut und förderlich ist? Ich fürchte Nein!

Artikel kommentieren

Melden Sie sich jetzt an!
Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt.