| Zeitungsgruppe Stuttgart |Samstag, 11. Februar 2012
Stuttgart 21
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Stuttgart 21 Gutachten empfiehlt offenbar Baustopp

dpa, vom 11.08.2010 18:03 Uhr
 Foto: Zweygarth
Foto: Zweygarth
Stuttgart - In einem Gutachten für das Umweltbundesamt wird nach einem Bericht der Online-Ausgabe der Wochenzeitung "Zeit" " empfohlen, auf das Vorhaben zu verzichten. Denn große Bauvorhaben der Bahn, zu denen die Verlegung des Stuttgarter Hauptbahnhofs unter die Erde und die Anbindung an die künftige Schnellbahntrasse nach Ulm zählen, nützten dem Güterverkehr fast nichts. Ein Sprecher des Umweltbundesamtes bestätigte der Nachrichtenagentur dpa am Mittwoch, dass die Expertise vorliege. Ihr Ziel sei es, zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten für den Schienengüterverkehr zu suchen. Die Grünen im Landtag sehen sich in ihrer Kritik an dem Bahnprojekt bestätigt und forderten erneut ein Moratorium.

Eilantrag gegen Abriss zurückgewiesen


Unterdessen mussten die Stuttgart-21-Kritiker eine weitere juristische Niederlage einstecken. Das Oberlandesgericht (OLG) Stuttgart lehnte einen Eilantrag auf einen Stopp der Abrissarbeiten am Nordflügel des Hauptbahnhofs ab. Geklagt hatte Peter Dübbers, der Enkel des Bahnhofsarchitekten Paul Bonatz. Er sieht in dem Abriss des Seitenflügels die "Amputation" des Bauwerkes seines Großvaters, von dem er die Urheberrechte geerbt hat.

Dübbers wollte mit der einstweiligen Verfügung erreichen, dass sie gestoppt werden, bis im Berufungsverfahren über die Rechtmäßigkeit des Teilabrisses entschieden wird. Das Landgericht Stuttgart hatte die Klage von Dübbers gegen den Teilabriss am 20. Mai abgelehnt.

Dübbers hat zu lange gewartet


Dagegen hatte er am 23. Juni Berufung eingelegt, die er einen Monat später begründete. Am 5. August stellte er dann nach Angaben des OLG einen Antrag auf einstweilige Verfügung, um die Arbeiten aufzuhalten. Mit diesem Antrag habe Dübbers aber zu lange gewartet, befanden die Richter. Die Dringlichkeit für eine Eilentscheidung habe damit nicht mehr vorgelegen.
Kommentare (131)
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AUG
17
09:07 Uhr, geschrieben von Lüko Willms
Holzhey-Gutachten: "Keinen Cent für den Personenverkehr auf der Schiene!"
Das ist der zentrale Satz des Gutachtens von M. Holzhey zu Stuttgart 21, und das ist die treibende Kraft der Kampagnen gegen den Umbau des Bahnknotens Stuttgart mit der Umwandlung von allen Schienenflächen in der Innenstadt in Parks und Wohngebiete, einem direkten Zugang aus der ganzen Region zum Flughafen und durchgehenden Regionalzügen vom einen Rand der Region zur anderen, ohne Umsteigezwang im Kopfbahnhof Stuttgart. . Wers nicht glaubt, möge das in der Kurzfassung auf Seite 21 nachlesen: . "Projekte, die den SGV [Schienengüterverkehr] nicht maßgeblich voranbringen, sind zurückzustellen bzw. auf seine Belange hin umzuplanen. Konzeptionell falsch und daher auszusortieren sind z. B. die NBS Wendlingen - Ulm oder die Y-Trasse, die beide noch reversibel sind. Auch die VDE-Projekte 8.1/8.2 Nürnberg - Erfurt - Halle/Leipzig zielen mit Ausnahme von Einzelmaßnahmen im Abschnitt Ebensfeld - Nürnberg (z. B. Güterzugtunnel Fürth) am verkehrlichen Bedarf vorbei. Aus politischen Gründen können diese Vorhaben jedoch nicht mehr qualifiziert abgebrochen werden." . Wer hofft, mit der Bahn zur Arbeit, ins Kino oder in den Urlaub fahren möchte, soll gefälligst das Auto nehmen. Die Eisenbahn ist nur für die lauten Güterzüge vorbehalten. Das ist Holzhey, der die Ineressen der privaten Güterbahnen und Speditionen vertritt, die der DB AG auf der Schiene Konkurrenz machen wollen, was im Personenverkehr nicht so leicht ist, weil man da gleich ein ganzes Konzept vorlegen muß, das von einem Bundesland akzeptiert werden muß. . Jeder, der gegen den Umbau des Bahnknotens Stuttgarts anrennt, sollte sich darüber im klaren sein, vor welchen Karren er sich damit spannen läßt: Autoindustrie und Güterbahnen.
AUG
14
23:34 Uhr, geschrieben von Kai
@Jakutzi zu früh ins Wochenende gegangen
Da haben sie nun also das Gutachten überhaupt nicht inhaltlich erwähnt, die Empfehlung S21 zu stoppen natürlich erst recht nicht. Es blieb dabei, dass sie nur polemisch versucht haben den Gutachter und natürlich wie gewohnt alle Kritiker zu diskreditieren. Da wird munter behauptet der Versuch S21 zu stoppen wäre Steuerverschwendung und der Ruf nach dem Staatsanwalt erklang wie Donnerhall. Sogar von FILZ die Rede. Boaaaaa sogar "Grüner Filz" Allerdings sind sie - wie ihre Kollegen - nun einfach zu früh aus dem Büro ins Wochenende gerauscht.... Was hat nun die STZ in der Zwischenzeit alles berichtet... - Das Land kaufte S21 Uiiiii uiiii ab Montag gibt es aber wieder Überstunden im Büro. Na ja, es wird sie trösten am 27. März 2011 ist damit Schluss!
AUG
13
07:13 Uhr, geschrieben von Jakutzi
Bei der Wahrheit bleiben
Lieber @Obeheizer, wenn Sie im Falle eines Bürgerentscheides für die Zusatzkosten haften, die eine zeitweise oder vollständige Einstellung des Baus von Stuttgart 21 kostet, können wir gerne über den Rest reden........ Und was den Projektleiter der Bahn, Hani Acer anbetrifft, so kann man ihn mögen oder nicht, ihm Kompetenz zusprechen oder nicht, aber dennoch sollte man bei der Wahrheit bleiben. Das Bahnhofsprojekt lief nicht unter Regie von Herr Acer aus dem Ruder sondern unter seinem Vorgänger. Herrn Acer hat man dann geholt, das aus dem Ruder gelaufene Bahnhofsprojekt kostenmäßig wieder auf die Spur zu bringen. Und das ist ihm gelungen. Schön, dass Stuttgart 21kommt.
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