Stuttgart 21 Kanal bremst Stadtbahn aus

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Der Nesenbachkanal unter dem S21-Tiefbahnhof darf gebaut werden. Darin wird Abwasser unter dem Bahnhof hindurch geführt. Einige Stadtbahnlinien können wegen des Kanalbaus von 2016 an für neun Monate nicht genutzt werden.

Stuttgart - Der Bahn drohen planungsrechtlich keine weiteren Verzögerungen der Arbeiten am S-21-Bahnhofstrog im Mittleren Schlossgarten. Das Eisenbahn-Bundesamt (EBA) genehmigte nun die geänderten Pläne für den Bau des Nesenbachabwasserkanals, des sogenannten Dükers.

„Das ist eine weitere gute Nachricht für das Projekt“, sagte der S-21-Sprecher Wolfgang Dietrich danach. Die Dükerbauwerke seien zentrale Bausteine des Bahnhofsneubaus, „weil sie unterhalb des Trogs entstehen und deshalb zuerst gebaut werden müssen“. Damit werde es neben dem bestehenden Bauabschnitt 16 bald eine weitere Baugrube geben. Dies wird dadurch ermöglicht, dass das EBA Sofortvollzug angeordnet hat, so dass Klagen den Baubeginn nicht verhindern.

In dem neuen Kanal wird der größte Abwassersammler der Stadt, der Nesenbachkanal, unter dem neuen Tiefbahnhof hindurch geführt. Der Düker wird in offener Bauweise erstellt, also von oben gegraben. Ursprünglich war ein Druckluftvortrieb vorgesehen gewesen, was die Baufirma aber als zu kompliziert erachtete.

Stadtbahn für neun Monate ausgebremst

Der Kanal wird durch eine leicht veränderte Lage nun kürzer, allerdings führt dies dazu, dass die Stadtbahnstrecken zwischen Staatsgalerie und Charlottenplatz von vermutlich Mitte 2016 an für neun Monate nicht genutzt werden können. Die Strecken zwischen Staatsgalerie und Hauptbahnhof dürften vom Sommer 2017 an für zwei Jahre unpassierbar sein. Da die SSB aber weiterhin alle Haltestellen anfahre, gebe es keine erheblichen Einschränkungen, meint das EBA im Genehmigungsbescheid.

Auch der Straßenverkehr werde nicht unzumutbar betroffen, da die Bahn garantiere, dass die Zahl der Fahrstreifen auf der Schillerstraße, einschließlich Busspur, erhalten bleibe. Die Behörde macht der Bahn allerdings Auflagen, um eine Gefährdung der Grundgipsschicht, die das Grundwasser abdichtet, nicht zu gefährden. Dies war vom Umwelt- und Naturschutzverbänden in ihren Einwendungen immer wieder thematisiert worden. Als Vorteil sieht das EBA, dass weniger Grundwasser umgewälzt werden müsse.

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91 KommentareKommentar schreiben

Multifaktorielle Ätiologie: Knut Kruse 15.11.ca.16°°:Wenn Sie hier jemanden vermissen,so kann dies nicht nur am neuen Outfit liegen, sondern vielleicht auch am langen Weg , den die Elektronen zurückzulegen haben.16.11.17.10°°

Es geht ja nicht nur um die Sicherheit des Brandschutzes, sondern auch um die Sicherheit des Gefälles im Bahnhof, was ein Novum in Deutschland ist. Wir halten aber fest: Alleine der Brandschutz im Tiefbahnhof und in den angrenzenden zig-kilometerlangen Tunnels verursachen immense Kosten. Darüber hinaus vergißt man, daß der Unterhalt der Tunnels UND des Brandschutzes weitere Millionen Euro an NACHHALTIGEN KOSTEN verusachen werden. Beim Weiterbetreiben des Kopfbahnhofs und seinen Zulaufstrecken fallen diese immensen Kosten gar nicht an. ... Immer wieder aufs Neue feststellbar, daß S21 NUR NACHTEILE mit sich bringt: Rückbau der Sicherheitsstandards in Sachen Brandschutz und Bahnhofsgefälle, nachgewiesene Unfahrbarkeit des Stresstestfahrplans, von SMA bescheinigte Beibehaltung der Verspätungsrisiken in den Zulaufstrecken, verspätungsaufbauende Zwangspunkte bei geplanter Umleitung der Gäubahn sowie Einsatz von Millionen beim Einbau und Wartung des Brandschutzes am Tiefbahnhof Flughafen (egal mit oder ohne "Plus"), Aufbürden von kostspieligen Rettungseinsätzen an die ansässigen Kommunen. Apropos: Während der CDU-OB von L-E in Sachen Sicherheit und Kosten inzwischen aufgewacht ist, schläft offenbar der Grünen OB Kuhn in Stuttgart in der Angelegenheit in Sachen Sicherheit im S21-Tiefbahnhof weiter, geschweige denn, daß er auch an die kostspielige Bereitstellung von Rettungskräften denkt. Denn die Bahn kann ja, wer hätte es auch anders gedacht, NICHT zum Unterhalt und Einsatz eigener Feuerwehr-/Rettungskräfte für diesen Tunnellabyrinth auf eigene Kosten GEZWUNGEN WERDEN. Aber Planen und Bauen von solchen Gefährdungen sind erlaubt. Einmal mehr eine widersinnige Situation, und von der Politik offensichtlich so gewollt. --- Oben bleiben und am Leben bleiben!

sondern auch um die Sicherheit des Gefälles im Bah...: sondern auch um die Sicherheit des Gefälles im Bahnhof --------------------- keine angst frau müller, das gefälle ist sicher.

sind Sie nun auch noch Lokführer, oder auf welcher...: sind Sie nun auch noch Lokführer, oder auf welcher Grundlage können Sie so etwas beurteilen?

Das Gefälle wahrscheinlich schon. Aber wie sieht e...: Das Gefälle wahrscheinlich schon. Aber wie sieht es mit den Zügen, Koffern, Kinderwägen, ... aus. Werden die auch sicher sein oder ist dies nur eine Hoffnung von Ihnen?

holla herr frank: sie haben die ironie verstanden im gegensatz zu herrn spitzer. und zu den bedenken: züge haben bremsen, kinderwägen haben bremsen, koffer haben jemanden der auf sie aufpasst.

so sicher wie der Rest von Stuttgart: Um hierzustadten eine Fläche ohne Gefälle im öffentlichen Raum zu finden, muß man schon suchen. Fast alle Straßen, Gehwege, U-Bahn-Haltestellen, S-Bahn-Haltestellen, Bußhaltestellen, Fußgängerzonen, Parkplätze, Parkanlagen und nicht zuletzt die Bahnsteige des jetzigen HBF liegen, zum Teil sogar sehr erheblich, in einer Schrägelage. Wieso rollen da nicht permanent Busse, U- und S-Bahnen von selbst weg? Wieso holpern nicht heute schon Kinderwägen in Richtung Neckar? Wieso sieht man nicht hin und wieder einen Rollkoffer herrenlos durchs Blickfeld huschen? Bei dieser "Gefahrenlage" eigentlich unverständlich.

Sicher?: Sie wissen ja noch nicht mal, wie man das Gefälle einer Ebene berechnet. Wie wollen Sie dann die Sicherheit des Gefälles der Gleise beurteilen können? Schauen Sie mal, was in Köln los ist, und da ist das gefälle wesentlich geringer. Trotzdem kommt es regelmäßig zu Unfällen.

Das einst intakte Verbindungsnetz für den Kunden wird suksesive lahm gelegt. Wartet ab, welches Kaos da noch auf uns alle zukommen wird. Es ist bestimmt erst der Anfang. Pläne, die auf einem WC auf einem Brett genagelt noch größeren Nutzen hätten, als sie hier künfig den Menschen in Stuttgart und drum rum dienen. Mein Gott Walter! Gruß vom Motzkigele

Herr Maier, Ihnen würde es nicht schaden, wenn Sie sich informieren würden. Selbstverständlich war und ist der Brandschutz Teil des Planfeststellungsbeschlusses, so auch 2005. Allerdings wurden die Bestimmungen im Jahr 2010 mehr als verschärft. So stieg die Brandlast (zum Beispiel durch brennbare Flüssigkeiten in den Zügen) von zehn über 25 auf nunmehr 53 Megawatt! Die Zahl der Reisenden, die sich in der Spitzenstunde gleichzeitig in der Halle aufhalten, ist von 10.120 auf 16.164 gestiegen. Beim Fildertunnel waren zunächst Querschläge in einem Abstand von 1000 m vorgesehen, der jetzt auf 500 m reduziert werden musste. Sie sollten sich wirklich einmal mit der Materie vertraut machen

Schrecken-21 _____________________________________...: Schrecken-21 ________________________________________________________________________ Ergo: mit der Wirtschaftlichkeit und der Sinnhaftigkeit des vermeintlichen "Vorzeigeprojektes-21" kann es nicht mehr weit her sein. Ein Ende mit Schrecken würde einer dringend angesagten Schadensbegrenzung-21 dienlich sein. Ansonsten bleibt´s eben bei der "ganz gewöhnlich-normalen" Schreckens-Geschichte-21.

Das schöne an dem neuen "Oufit" dieses Forum ist, das es wohl nicht mehr so einfach ist mit unterschiedlichen Namen immer den gleichen Unsinn zu posten.++ Man merkt ganz deutlich das hier plötzlich diverse Namen von Gegner fehlen die sonst immer Massenposts geschrieben haben ! ++ Bravo StZ ! ++

Es gibt aber auch Leute, die Übersichtlichkeit zu ...: Es gibt aber auch Leute, die Übersichtlichkeit zu schätzen wissen und die einfach keine Lust haben sich erst durch 8einhalb Meter Werbung zu scrollen. Der positive Aspekt: Man merkt, wie öde diese (auch die eigene) Schreiberei hier ist und kann seine Zeit sinnvoller verbringen.

öde? Um so verwunderlicher, dass Sie sich hier stä...: öde? Um so verwunderlicher, dass Sie sich hier ständig dazu äussern. Sie werden doch am Ende nicht etwa dafür bezahlt?

Interessant: Dann unterhalten Sie beiden sich doch bitte von Tisch zu tisch und nicht hier. Danke.

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