Stuttgart 21 Konzept zum Brandschutz hat Verspätung

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Die Bauherrin von Stuttgart 21 teilte am Mittwoch auf Anfrage der StZ mit, dass sie „den Sachstand des Brandschutzkonzeptes in Abstimmung mit der Stadt voraussichtlich im Juni den verantwortlichen Gremien und der Öffentlichkeit“ vorstellen werde.

Der Stuttgarter Hauptbahnhof und die Stuttgart 21-Baustelle im vergangenen Jahr. Foto: dpa
Der Stuttgarter Hauptbahnhof und die Stuttgart 21-Baustelle im vergangenen Jahr.Foto: dpa

Stuttgart - Die Vorstellung des überarbeiteten Brandschutzkonzeptes für den neuen Stuttgarter Tiefbahnhof verzögert sich um einige weitere Wochen. Während zuletzt geplant war, dass die Bahn die korrigierte Planung im April dieses Jahres im Technikausschuss des Gemeinderats und anschließend bei der Lenkungskreissitzung der S-21-Projektpartner am 9. Mai präsentiert, teilte die Bauherrin von Stuttgart 21 am Mittwoch auf Anfrage der Stuttgarter Zeitung mit, dass sie „den Sachstand des Brandschutzkonzeptes in Abstimmung mit der Stadt voraussichtlich im Juni den verantwortlichen Gremien und der Öffentlichkeit“ vorstellen werde. Im Arbeitskreis Brandschutz habe die Bahn mit der Feuerwehr und dem Regierungspräsidium „viele der offenen Themen konstruktiv und vertrauensvoll abgearbeitet“. Deswegen sei das Unternehmen „zuversichtlich, die erforderlichen brandschutzrechtlichen Genehmigungen zum Beginn der Baumaßnahmen am Bahnhofstrog im Sommer (Juli 2014) zu erhalten“.

Wie realistisch diese Hoffnung ist, vermag Robert Hamm zwar nicht zu beurteilen. Auf Nachfrage bestätigt der Sprecher des Regierungspräsidiums aber, dass man „Einigkeit bei einzelnen Maßnahmen erzielt“ habe. Dies gelte unter anderem für die Positionierung von Brandmeldern und Hydranten. In anderen Punkten gebe es positive Aussagen von der Bahn, etwa für die Forderung der Feuerwehr, dass auch im Fildertunnel die Versorgung mit Löschwasser ab dem Zeitpunkt gewährleistet sein müsse, da die Einsatzkräfte am Brandherd eintreffen. Nach den alten Planungen hatte die Bahn dort nur sogenannte Trockenleitungen vorgesehen.

Entscheidend ist am Ende das Votum des Eisenbahnbundesamts

Einschränkend fügt Hamm aber hinzu, dass sich seine Kenntnisse bisher nur aus Aussagen der Bahn speisten. Das ausgearbeitete Brandschutzkonzept liege dem Regierungspräsidium nicht vor. Doch nur auf Basis dessen gebe die Behörde eine Stellungnahme ab – und ebenso tut dies auch die Stadt, wie Hermann Karpf, der persönliche Referent des Ordnungsbürgermeisters Martin Schairer, betont. Entscheidend sei am Ende das Votum des Eisenbahnbundesamts.

Dies bekräftigt auch die Bahn – und verspricht, sie habe „noch nie einen Bahnhof in Betrieb genommen, der nicht den strengen deutschen Anforderungen an den Brandschutz genügt – und wird dies auch nicht tun“. Deswegen hat die S-21-Bauherrin ihr neues Konzept auch von zwei externen Gutachtern prüfen lassen. Eines der beiden Unternehmen ist in Sachen Brandschutz auch auf Flughäfen unterwegs, unter anderem in Frankfurt – und Berlin.