Stuttgart 21
Proteste am Samstag fortgesetzt
Thomas Braun, dpa, ddp - Fotos: Rudel/Hass, dpa, apn,
02.08.2010 06:55 Uhr
Foto: Rudel/Hass
Die rechtlichen Voraussetzungen für das Aufstellen des Bauzauns seien erfüllt, betonte der Polizeipräsident Siegfried Stumpf, der den Einsatz vor dem Hauptbahnhof selbst leitete. Man habe sich den Tag bewusst ausgesucht, weil wegen des Gelöbnisses der Bundeswehr auf dem Schlossplatz ohnehin viele Einsatzkräfte in der Stadt gewesen seien. Diese Kapazitäten habe man für den Einsatz nutzen wollen. "Wenn wir es später gemacht und angekündigt hätten", so Stumpf, "dann wäre das schnell bekannt geworden."
Lange hatte es freilich auch am Freitagabend nicht gedauert, bis sich das Lager der Stuttgart-21-Gegner formiert hatte. Immer mehr Demonstranten zogen im Laufe des späten Abends vor dem Bahnhof, insgesamt waren es rund 1000 Projektgegner. Sie skandierten "Wir bleiben hier", "Unser Bahnhof" und "Oben bleiben". Die Polizei versuchte mehrfach mit einer Durchsage, dass der Platz sofort zu räumen sei, dagegenzuhalten, wurde aber ein ums andere mal niedergepfiffen. Wie die Polizei mitteilte, müssen elf Demonstranten mit Anzeigen rechnen. Ihnen wird unter anderem Widerstand gegen die Polizei, Beleidigung, Körperverletzung und Nötigung vorgeworfen.
In erster Reihe der Protestierer stand neben dem SÖS-Stadtrat Hannes Rockenbauch auch der Grünen-Fraktionsvorsitzende Werner Wölfle, der immer wieder versuchte die aufgebrachten Demonstranten zu beruhigen. Er wurde zusammen mit Rockenbauch von der Polizei weggetragen, beide Stadträte durfte sich aber gleich darauf wieder in die Menge der Aktivisten einreihen. Gegen 23 Uhr hatte die Baufirma dann trotz der massiven Proteste den Metallzaun vor dem Nordflügel aufgestellt und verankert. Um zu verhindern, dass er gleich wieder eingerissen wird, wurde er die ganze Nacht von der Polizei gesichert. Wie ein Polizeisprecher der Nachrichtenagentur ddp sagte,hätten einige Demonstranten über Nacht vor dem Gebäude ausgeharrt. Für Samstag um 12 Uhr hatten "Stuttgart 21"-Gegner zu einer weiteren Demonstration aufgerufen.
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Relation EC 117 Stuttgart-München
Stuttgart ab 15:58 Uhr München an 18:17 Uhr Fahrzeit: 2:19 Zwischenhalte in Ulm-Günzburg-Augsburg mit negativer (Bremsung) und positiver Beschleunigung pro Zwischenhalt 4 Minuten+ 2 Minuten HALT macht Skonto % 18 Minuten Ergebnis 2:01 Es fuhr mal ein Sprinter-so weit ich das weiss. Wenn der Lokführer an der Steige alles aus der OL (Oberleitung) rausholt, was ihm möglich ist (EC Lok) und auch sonst alles ausquetscht, was sein Streckenbuch hergibt, schafft der das klar unter 2:01. (aber das darf er nicht :-)) )
wo bitte ? (@jakutzi)
sie schreiben: "Leider ist das mit den Nadelöhr und den fünf Gleisen des heutigen Kopfbahnhofs keine optische Täuschung sondern schlicht die bittere Wahrheit. Deshalb benötigt K21 auch zwei neue Gleise durch den Schlosspark, dort wo es am schönsten ist. Ach ja, bei der neuen Lösung werden es 6 Abgangsgleise und der Schlosspark wird um 20 ha erweitert. Ist das nicht schön?" offensichtlich kennen sie weder die s21-planungen noch die k21-alternative, denn an ihren aussagen stimmt nun mal garnichts (auch wenn schuster, arnold, drexler usw. auch immer wieder diesen mist erzählen - kann es sein, dass sie einer von denen sind??). 1. die beiden zusätzlichen gleise von/nach cannstatt bei k21 können genau auf der gleichen -planfestgestellten- trasse realisiert werden, wie die s-bahn-verbindung bei s21 - also entweder zerstört dann auch s21 den schlosspark, wo er am schönsten ist - und zwar doppelt so stark wie k21, denn bei s21 werden nicht nur 2 gleise an der stelle gebaut, sondern 4: in etwa da, wo jetzt der elefantensteg über den neckar führt soll bei s21 eine viergleisige brücke über den neckar gebaut werden, die in fahrtrichtung hauptbahnhof links vom wilhelmaparkhaus und rechts vom schloss rosenstein in vier tunnel übergeht, von denen 2 zum kellerbahnhof für den fernverkehr führen sollen und 2 zur neuen station mittnachtstrasse für die s-bahn. für k21 braucht man nur 2 gleise, also die hälfte von s21, folglich ist die auswirkung auf den park auch nur halb so groß. aber wahrscheinlich kennen sie nur den vortrag, den ob schuster zu halten pflegt, auf dem auf folie 61 ein dicker roter strich durch den schlossgarten bis zum neckar gezogen ist, der den betrachtern weismachen soll, dass dort die beiden neuen gleise von k21 durchgehen, was aber eine weitere lüge der s21-befürworter ist - wie gesagt: nur halb so viele neuen gleise bei k21 und an der gleichen stelle wie bei s21! 2. wo haben sie das mit den 6 abfahrtsgleisen her - oder gibts seit neuestem nur noch 2 zufahrtsgleise bei s21????? 3. von den 20 ha neuem park müssen sie erst mal die 8-10 ha abziehen, die sie im bereich des neuen bahnhofs an einer viel stärker frequentierten stelle dem park bei s21 klauen. ausserdem ist die neue parkfläche schon heute realisierbar, denn man kann die seit jahren nur noch temporär (bambi-verleihung, usw.) benutzten teile des abstellbahnhofes, im wesentlichen das ehemalige post-paket-verteilzentrum, jederzeit abreissen und in park verwandeln, denn genau um dieses stück handelt es sich bei der parkerweiterung von s21. das wird aber wohlweislich nicht gemacht, denn sonst würden es auch die meisten parlamentarier, die für s21 gestimmt haben, bemerken, dass sie auch in diesem punkt angelogen wurden und werden. noch ein kleines beispiel zur verkaufsstrategie der s21-macher: in den ersten werbebroschüren zu stuttgart 21 der bahn wurden grossmundig fahrzeitverkürzungen verkündet die nur durch stuttgart 21 möglich werden würden (-so wie es auf den neuen plakaten die 4,1 milliarden euro angeblich auch nur für stuttgart 21 gibt): stuttgart - paris: von über 6 stunden auf unter 4 stunden stuttgart - köln: von über 4 stunden auf 2 1/2 stunden heute wirbt die bahn mit gebau den zeiten, die angeblich nur durch stuttgart 21 zu erreichen waren, in der realität aber mit stuttgart 21 überhaupt nichts zu tun gehabt haben, sondern ausschliesslich mit dem ausbau des tgv-est in frankreich und mit dem bau der schnellbahnverbindung frankfurt -köln. aber auch in den neuesten werbematerialen wird dieser trick schon wieder angewendet: (aus: Neubauprojekt Stuttgart–Ulm: Neue Strecken, neues Verkehrskonzept für die Region, Deutschland und Europa | Deutsche Bahn AG | Stand: Mai 2007 ) dort werden folgende fahrzeitverkürzungen angegeben (die berechnete Differenz wurde von mir hinzugefügt): Strecke heute künftig differenz ----------------------------------------------------------------------------------- stuttgart-ulm 0:54 0:28 0:26 stuttgart-münchen 2:10 1:37 0:33 stuttgart-wien 6:39 4:50 1:49 stuttgart-paris 3:39 3:10 0:29 münchen-straßburg 3:47 2:53 0:54 bei stuttgart-ulm kommt die fahrzeitverkürzung durch die neubaustrecke und ist auch bei k21 in gleicher grössenordnung gegeben; bei stuttgart-münchen kommen die zusätzlichen 7 minuten fahrzeitverkürzung durch den ausbau der strecke augsburg-münchen und haben nichts mit stuttgart 21 zu tun; bei stuttgart-wien kommen die weiteren zusätzlichen 76 minuten fahrzeitgewinn durch den ausbau vor allem in österreich und zwischen münchen und salzburg, haben also auch nichts mit stuttgart 21 zu tun; bei münchen-strassburg kommen von den 21 minuten fahrzeitgewinn gegenüber stuttgart-münchen etwa 2 minuten durch stuttgart 21 und die restlichen 19 minuten durch den bau einer neuen rheinbrücke bei strassburg; bei stuttgart-paris kommen von den 29 minuten fahrzeitgewinn etwa 2 minuten durch stuttgart21, 19 minuten durch die neue rheinbrücke und weitere 8 minuten durch den ausbau zwischen strassburg und dem fertigen stück von tgv-est. also nichts als taschenspielertricks, um die mücke von 2 minuten fahrzeitgewinn durch stuttgart 21 zu einem elefanten aufzublasen und damit die elefantösen 4,9 milliarden (bzw. nach seriöser rechnung 5-8 milliarden) euro kosten zu rechtfertigen. werner_buettner@gmx.net
Ich finde das absolut nicht abwegig
"Verdacht Vielleicht sollte man solche anonymen Drohbriefschreiber in den Reihen der S21-Befürworter suchen. .." Was spricht dagegen? Es gibt genug Provokationen, besagter Artikel in der Unlesbaren ist nur ein Beispiel, wie das funktioniert. Der Deutsche Presserat sollte sich vielleicht mal wieder mit der BILD beschäftigen.