Stuttgart 21 Proteste am Samstag fortgesetzt
Thomas Braun, dpa, ddp - Fotos: Rudel/Hass, dpa, apn, 02.08.2010 06:55 Uhr
 Foto: Rudel/Hass
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Stuttgart - Was von den Planern des Bahnprojekts Stuttgart 21 und der Polizei als Überraschungscoup gedacht war, hat sich am Freitagabend vor dem Hauptbahnhof zu einer handfesten Protestaktion und einem massiven Polizeieinsatz ausgeweitet. Rund 300 Demonstranten haben am Samstagmittag in der Stuttgarter Innenstadt erneut gegen das umstrittene milliardenteure Bahnprojekt Stuttgart 21 protestiert.



In einer Nacht-und-Nebel-Aktion sollte am Freitagabend vor dem Nordflügel des Bahnhofs eigentlich überraschend schnell ein meterhoher Metallzaun errichtet werden, wohl, um nach den Zwischenfällen vom vergangenen Montag weitere Besetzungen des leer stehenden Gebäudetrakts seitens der Projektgegner zu verhindern und demnächst mit dem umstrittenen Abriss des Flügels beginnen zu können.

Doch bevor die Baufirma, die zusammen mit der Polizei gegen 20.45 Uhr vor dem Bahnhof vorgefahren war, damit richtig beginnen konnte, hatte sich dort schon eine Vielzahl von Stuttgart-21-Gegner versammelt, alarmiert durch E-Mails und Telefonketten. Mit Transparenten und Trillerpfeifen bewaffnet blockierten die Aktivisten den Eingang des Bahnhofs, die knapp 150 Einsatzkräfte der Polizei, die noch eine zusätzliche Hundertschaft in Reserve hatte, beschränkten sich zunächst aber darauf, den Bereich vor dem Nordflügel freizuhalten.

Kommentare (380)
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AUG
06
benkert, 09:51 Uhr

Relation EC 117 Stuttgart-München

Stuttgart ab 15:58 Uhr München an 18:17 Uhr Fahrzeit: 2:19 Zwischenhalte in Ulm-Günzburg-Augsburg mit negativer (Bremsung) und positiver Beschleunigung pro Zwischenhalt 4 Minuten+ 2 Minuten HALT macht Skonto % 18 Minuten Ergebnis 2:01 Es fuhr mal ein Sprinter-so weit ich das weiss. Wenn der Lokführer an der Steige alles aus der OL (Oberleitung) rausholt, was ihm möglich ist (EC Lok) und auch sonst alles ausquetscht, was sein Streckenbuch hergibt, schafft der das klar unter 2:01. (aber das darf er nicht :-)) )

AUG
06
werner_buettner, 01:55 Uhr

wo bitte ? (@jakutzi)

sie schreiben: "Leider ist das mit den Nadelöhr und den fünf Gleisen des heutigen Kopfbahnhofs keine optische Täuschung sondern schlicht die bittere Wahrheit. Deshalb benötigt K21 auch zwei neue Gleise durch den Schlosspark, dort wo es am schönsten ist. Ach ja, bei der neuen Lösung werden es 6 Abgangsgleise und der Schlosspark wird um 20 ha erweitert. Ist das nicht schön?" offensichtlich kennen sie weder die s21-planungen noch die k21-alternative, denn an ihren aussagen stimmt nun mal garnichts (auch wenn schuster, arnold, drexler usw. auch immer wieder diesen mist erzählen - kann es sein, dass sie einer von denen sind??). 1. die beiden zusätzlichen gleise von/nach cannstatt bei k21 können genau auf der gleichen -planfestgestellten- trasse realisiert werden, wie die s-bahn-verbindung bei s21 - also entweder zerstört dann auch s21 den schlosspark, wo er am schönsten ist - und zwar doppelt so stark wie k21, denn bei s21 werden nicht nur 2 gleise an der stelle gebaut, sondern 4: in etwa da, wo jetzt der elefantensteg über den neckar führt soll bei s21 eine viergleisige brücke über den neckar gebaut werden, die in fahrtrichtung hauptbahnhof links vom wilhelmaparkhaus und rechts vom schloss rosenstein in vier tunnel übergeht, von denen 2 zum kellerbahnhof für den fernverkehr führen sollen und 2 zur neuen station mittnachtstrasse für die s-bahn. für k21 braucht man nur 2 gleise, also die hälfte von s21, folglich ist die auswirkung auf den park auch nur halb so groß. aber wahrscheinlich kennen sie nur den vortrag, den ob schuster zu halten pflegt, auf dem auf folie 61 ein dicker roter strich durch den schlossgarten bis zum neckar gezogen ist, der den betrachtern weismachen soll, dass dort die beiden neuen gleise von k21 durchgehen, was aber eine weitere lüge der s21-befürworter ist - wie gesagt: nur halb so viele neuen gleise bei k21 und an der gleichen stelle wie bei s21! 2. wo haben sie das mit den 6 abfahrtsgleisen her - oder gibts seit neuestem nur noch 2 zufahrtsgleise bei s21????? 3. von den 20 ha neuem park müssen sie erst mal die 8-10 ha abziehen, die sie im bereich des neuen bahnhofs an einer viel stärker frequentierten stelle dem park bei s21 klauen. ausserdem ist die neue parkfläche schon heute realisierbar, denn man kann die seit jahren nur noch temporär (bambi-verleihung, usw.) benutzten teile des abstellbahnhofes, im wesentlichen das ehemalige post-paket-verteilzentrum, jederzeit abreissen und in park verwandeln, denn genau um dieses stück handelt es sich bei der parkerweiterung von s21. das wird aber wohlweislich nicht gemacht, denn sonst würden es auch die meisten parlamentarier, die für s21 gestimmt haben, bemerken, dass sie auch in diesem punkt angelogen wurden und werden. noch ein kleines beispiel zur verkaufsstrategie der s21-macher: in den ersten werbebroschüren zu stuttgart 21 der bahn wurden grossmundig fahrzeitverkürzungen verkündet die nur durch stuttgart 21 möglich werden würden (-so wie es auf den neuen plakaten die 4,1 milliarden euro angeblich auch nur für stuttgart 21 gibt): stuttgart - paris: von über 6 stunden auf unter 4 stunden stuttgart - köln: von über 4 stunden auf 2 1/2 stunden heute wirbt die bahn mit gebau den zeiten, die angeblich nur durch stuttgart 21 zu erreichen waren, in der realität aber mit stuttgart 21 überhaupt nichts zu tun gehabt haben, sondern ausschliesslich mit dem ausbau des tgv-est in frankreich und mit dem bau der schnellbahnverbindung frankfurt -köln. aber auch in den neuesten werbematerialen wird dieser trick schon wieder angewendet: (aus: Neubauprojekt Stuttgart–Ulm: Neue Strecken, neues Verkehrskonzept für die Region, Deutschland und Europa | Deutsche Bahn AG | Stand: Mai 2007 ) dort werden folgende fahrzeitverkürzungen angegeben (die berechnete Differenz wurde von mir hinzugefügt): Strecke heute künftig differenz ----------------------------------------------------------------------------------- stuttgart-ulm 0:54 0:28 0:26 stuttgart-münchen 2:10 1:37 0:33 stuttgart-wien 6:39 4:50 1:49 stuttgart-paris 3:39 3:10 0:29 münchen-straßburg 3:47 2:53 0:54 bei stuttgart-ulm kommt die fahrzeitverkürzung durch die neubaustrecke und ist auch bei k21 in gleicher grössenordnung gegeben; bei stuttgart-münchen kommen die zusätzlichen 7 minuten fahrzeitverkürzung durch den ausbau der strecke augsburg-münchen und haben nichts mit stuttgart 21 zu tun; bei stuttgart-wien kommen die weiteren zusätzlichen 76 minuten fahrzeitgewinn durch den ausbau vor allem in österreich und zwischen münchen und salzburg, haben also auch nichts mit stuttgart 21 zu tun; bei münchen-strassburg kommen von den 21 minuten fahrzeitgewinn gegenüber stuttgart-münchen etwa 2 minuten durch stuttgart 21 und die restlichen 19 minuten durch den bau einer neuen rheinbrücke bei strassburg; bei stuttgart-paris kommen von den 29 minuten fahrzeitgewinn etwa 2 minuten durch stuttgart21, 19 minuten durch die neue rheinbrücke und weitere 8 minuten durch den ausbau zwischen strassburg und dem fertigen stück von tgv-est. also nichts als taschenspielertricks, um die mücke von 2 minuten fahrzeitgewinn durch stuttgart 21 zu einem elefanten aufzublasen und damit die elefantösen 4,9 milliarden (bzw. nach seriöser rechnung 5-8 milliarden) euro kosten zu rechtfertigen. werner_buettner@gmx.net

AUG
05
G. W., 11:44 Uhr

Ich finde das absolut nicht abwegig

"Verdacht Vielleicht sollte man solche anonymen Drohbriefschreiber in den Reihen der S21-Befürworter suchen. .." Was spricht dagegen? Es gibt genug Provokationen, besagter Artikel in der Unlesbaren ist nur ein Beispiel, wie das funktioniert. Der Deutsche Presserat sollte sich vielleicht mal wieder mit der BILD beschäftigen.

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