Stuttgart-Plieningen Schüler lernen vom Zirkusprofi

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Mit Fußbällen jonglieren, zaubern oder Trapezkunst: An der Körschtalschule lernen Schüler zwei Tage lang vom Zirkusprofi Karl-Heinz Ramminger, wie Artisten arbeiten. Am Dienstag, 4. Juli, führen sie vor, was sie gelernt haben.

Die Körschtalschüler üben sich in Fußball-Jonglage und Reifenkunst. Foto: Julia Bosch
Die Körschtalschüler üben sich in Fußball-Jonglage und Reifenkunst. Foto: Julia Bosch

Plieningen - Wer in diesen Tagen an der Körschtalschule in Plieningen vorbeikommt, der bleibt möglicherweise verwundert stehen. Zunächst sind am Montagmorgen mehrere Sprinter und Anhänger vorgefahren. Einige Stunden später roch es aus dem Schulgebäude nach gebrannten Mandeln, über den Schulhof schallte Popmusik und die mehreren hundert Schüler schienen völlig vertieft in unterschiedlichste Aktivitäten zu sein.

Fußball-Akrobatik, Trapez und Zauberei sind nur einige der zwölf Disziplinen, in denen sich die Schüler von der ersten bis zur achten Klasse ausprobieren und diese am Dienstag, 4. Juli, von 15.30 Uhr bis 18.30 Uhr, bei einem Zirkusfest vorführen. Und während es Zirkusprojekte immer mal wieder an Schulen gibt, so war zumindest ein Gast alles andere als üblich: Karl-Heinz Ramminger. Der 58-Jährige ist der Direktor des Circus Circuli und leitete den „Körschis Zirkuszauber“. Er berichtet, wie es zu der Kooperation kam: „Die Direktorin der Körschtalschule, Regine Hahn, wollte gerne ein Zirkusprojekt durchführen, hat mich angefragt – und ich habe mich bereit erklärt“, berichtet Ramminger.

„Das ist schon herausfordernd“, sagt Ramminger

Immer mal wieder sei er an Schulen im Stuttgarter Raum zu Gast – doch der Workshop in Plieningen sei von der Schülerzahl bisher der größte. „Das ist schon herausfordernd“, gibt Ramminger zu. Da der Zirkusprofi nicht bei allen Schülern gleichzeitig sein kann, hat er zu dem Workshop in Plieningen insgesamt 40 zirkusaffine Menschen mitgebracht, die die unterschiedlichen Workshops geleitet haben. „Mein Bruder ist beispielsweise ein sehr guter Fußballer; er leitet den Fußball-Jonglage-Workshop“, berichtet Ramminger.

Bereits vor den Pfingstferien hat der Zirkusprofi an der Körschtalschule einen Workshoptag veranstaltet, an dem sich die Schüler auf eine Disziplin festlegen sollten. „Auf Trapez, Trampolin und Fakire gab es eine so große Nachfrage, dass wir nun eben jeweils zwei Gruppen haben.“ Stören tut das Ramminger nicht. Denn Zirkus bedeutet ja auch, dass man sich mal nicht an die üblichen Regeln halten muss.

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