Traditionsveranstaltung Preisgelder sollen Pferdemarkt beleben

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Der Filderstädter Gemeinderat will den Bernhäuser Pferdemarkt stärker unterstützen. Er gibt nicht nur für die Preisgelder, sondern auch für das Schaufahren der Gespanne im Ortskern von Bernhausen mehr Geld aus.

Die Stadt zahlt künftig auch fürs Schaufahren im Ortskern. Foto: Archiv Vollmer
Die Stadt zahlt künftig auch fürs Schaufahren im Ortskern.Foto: Archiv Vollmer

Bernhausen - Die Tendenz ist klar. Seit Jahren sinkt die Zahl der Pferdehalter, die mit ihren Vierbeinern zum Pferdemarkt kommen. Diese Entwicklung soll gebremst und gedreht werden. Deshalb hat der Gemeinderat die Preisgelder für die Teilnehmer der Traditionsveranstaltung erhöht. Rund 1800 Euro werden dafür zusätzlich gebraucht, Stadt und Förderverein teilen sich die Kosten.

Weitere 1500 Euro zahlt die Stadt künftig für das Schaufahren der Gespanne das samstagnachmittags im Ortskern von Bernhausen stattfindet. Während diese beiden Entscheidungen von einer großen Mehrheit der Stadträte getragen wurde, fiel die Abstimmung über die Verlegung des Wochenmarkts deutlich knapper aus. Mit 16 zu 13 Stimmen bei drei Enthaltungen sprach sich der Gemeinderat dafür aus, die Wochenmarktbeschicker am Pferdemarkt-Samstag, 2. März, aus der Fußgängerzone zu verbannen. Dort soll dann ein Programm der Werbegemeinschaft „Bernhausen aktiv“ auch am Nachmittag für Leben sorgen.

Verlegung des Wochenmarkts kritisiert

Stadträtin Catherine Kalarrytou (Grüne/FFL) kritisierte die Verlegung des Wochenmarkts. „Das ist eine Ungleichbehandlung der Gewerbetreibenden“, sagte sie. Der verkaufsoffene Samstag bringe den Läden einen Vorteil. „Und gleichzeitig vertreibt man den Wochenmarkt“, sagte sie. Sie sprach sich auch gegen höhere Preisgelder aus. Bei Zuchtstuten steigen diese in der ersten Stufe von 41 auf 60 Euro, bei Zweispännern von 41 auf 50 Euro. Die Kosten für Preisgelder, die Filderstadt zur Hälfte zahlt, betragen künftig 7720 Euro.

Für die Erhöhung hatte sich der Förderverein zur Erhaltung des Pferdemarkts ausgesprochen. Viele Beschicker würden die seit Jahren festgeschriebenen Preisgelder beklagen, teilte der Verein den Stadträten vor der Sitzung mit. „Übermäßig ansteigende Betriebskosten (Benzin, Diesel) halten selbst allergrößte Idealisten von einer jährlichen Beschickung unserer Veranstaltung ab“, so der Förderverein.

Tatsächlich ging die Zahl der Teilnehmer in den Jahren 2009 bis 2012 immer mehr zurück. 2009 wurden 141 Einzelpferde und 78 Gespanne auf dem Bernhäuser Pferdemarkt gezählt, in diesem Frühjahr waren es nur noch 87 Einzelpferde und 48 Gespanne. Der Förderverein erhofft sich von der Erhöhung der Preisgelder eine Trendwende bei den Anmeldezahlen.

Großteil befürwortet Ausgaben

Die meisten Sprecher der Fraktionen befürworteten die zusätzlichen Ausgaben beim Pferdemarkt. „Nicht nur das Spitzkraut und das Rebhuhn, auch der Pferdemarkt gehört zu den Fildern“, sagte Willfried Nobel (SPD). Solange die Anmeldezahlen stimmen, sei die Veranstaltung ein Aushängeschild in der Region, fügte Johannes Jauch (FDP) hinzu. Christoph Traub (CDU) sagte: „Uns ist der Pferdemarkt wert und lieb.“ Er sei ein Ereignis für Filderstadt, sagte Richard Briem (FW).

Die Stadträte beschlossen auch, dass beim nächsten Pferdemarkt (2. und 3. März) die Bernhäuser und die Nürtinger Straße schon samstagvormittags zwischen Diepold- und Aicher Straße gesperrt werden, um die Veranstaltung besser abwickeln zu können. Lediglich die Zufahrt zum Erdi-Markt soll offen bleiben.

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