Tunneltaufe für Stuttgart 21 Grube stichelt gegen die Projektpartner

Rund 200 Stuttgart-21Gegner haben die Feier zum Anstich des Tunnels Bad Cannstatt mit lautstarkem Protest begleitet. Bahn-Chef Rüdiger Grube sagte, es gehe bei Stuttgart 21 "nicht mehr um das Ob, es geht um das Wie".

Lautstarker Protest schallt den geladenen Gästen bei der Tunneltaufe entgegen. Die folgenden Bilder zeigen die Stuttgart-21-Gegner, später zeigen wir Fotos aus dem angestochenen Tunnel. Foto: Beytekin 26 Bilder
Lautstarker Protest schallt den geladenen Gästen bei der Tunneltaufe entgegen. Die folgenden Bilder zeigen die Stuttgart-21-Gegner, später zeigen wir Fotos aus dem angestochenen Tunnel.Foto: Beytekin

Stuttgart - Am Freitagnachmittag hat die Bahn den zweiten Tunnelanschlag in Stuttgart gefeiert. Vom sogenannten Zwischenangriff Nord, zwischen Pragfriedhof und Nordbahnhof, führt die geplante Strecke künftig unterirdisch nach Bad Cannstatt. Bahn-Chef Rüdiger Grube war gegen den ausdrücklichen Willen seiner Berater nach Stuttgart gekommen. Mehrere Hundert Stuttgart-21-Gegner haben die Ankunft der Gäste begleitet.

 

Während die Mehrheit der rund 300 Gäste der Tunneltaufe vom Spalier der Demonstranten mit Pfiffen begrüßt wurden, kam Rüdiger Grube in einer dunklen Limousine auf Schleichwegen zur Tunneltaufe. Aus dem Kreis der Projektpartner war Grube der einzige, der bei seiner Rede nicht auf Angriffe verzichtete. „Meine Berater haben gesagt, ich solle nicht nach Stuttgart reisen, weil die anderen auch nicht gekommen sind“, sagte Grube. Eine Anspielung darauf, dass weder Landesverkehrsminister Winfried Hermann noch Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (beide Grüne) zur Feier erschienen waren. In Bezug auf die andauernden Proteste gegen das umstrittene Projekt sagte Grube: „Es geht bei Stuttgart 21 nicht mehr um das Ob, es geht um das Wie.“

Zur künftigen Arbeit in Stuttgart gab der Bahn-Chef ein Versprechen ab: „Wenn etwas von den ursprünglichen Plänen abweicht, werden wir es sofort offenlegen“, so Grube. Man wolle bis zum Ende völlig transparent arbeiten.

Tunnelpatin für die unterirdische Strecke nach Bad Cannstatt ist Simone Herrmann, die Frau des Regionalpräsidenten Thomas Bopp (CDU). Sie wurde von Grube auf spezielle Art begrüßt: „Ein Glück, dass wir in Stuttgart zwei Frauen mit Namen Her(r)mann haben“ – eine erneute Spitze in Richtung des Verkehrsministers.

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132 Kommentare Kommentar schreiben

Herr Spitzer danke für die ehrliche Antwort: Sie sehen selber das die Gegner von Anfang an Planlos in den Schlossgarten gegangen sind. Dieses verlinkte Video zeigt ganz klar keine Planen da haben Sie recht.

Ewald Moses: Zum ersten habe ich nirgendwo geschrieben, dass faktisch Planen im Camp 'hinterlegt' wurden. Diese Missinterpretationen sind aber wohl beabsichtigt! ####### Zum zweiten ab ich mir das Video, welches Sie verlinkt hatten, intesiv angeschaut und finde auch dort leider keinen Beweis für ihre Aussage "Die Planen, zum Schutz vor den Wasserwerfern, waren schon da, als noch nicht mit einer Eskalation zu rechnen war".

Herr Schmidt es wurde zensiert : Eine Frage Herr Schmidt wegen dem Protestcamp. Gab es das Camp zuerst oder den schwarzen Donnerstag? Wie Sie schon schrieben waren ja dort die Planen hinterlegt worden , für den Ernstfall. Sie dürfen sich gerne das Youtube Video noch einmal anschauen wie man am Anfang mit Beamten oder deren Pferde umspringt. >>>>>http://www.youtube.com/watch?v=ebtsmpyyEVY<<<<<<

@E.Moses: Wie gut, dass ihre Links mal so rein überhaupt nichts mit dem zu tun haben, was SIe hier schreiben und behaupten! Nicht ein mal das Wort Plane kommt darin vor & zudem hat der Spiegel-Artikel (vom Februar 2012) sowieso nicht das geringste mit dem schwarzen Donnerstag zu tun.

Herr Thomas Schmidt das würde heißen ,vorsätzliches Handeln: Die Planen wurden in weiser Voraussicht im Schlossgarten platziert. Ein link>>>http://www.spiegel.de/politik/deutschland/stuttgart-21-polizei-durchsucht-protestcamp-im-schlossgarten-a-813278.html>>http://www.youtube.com/watch?v=ebtsmpyyEVY<<<

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