Umfrage bei Gerlinger Podiumsdiskussion zur Landtagswahl Der Grüne bleibt vorne – trotz Verlusten

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Die Probeabstimmung der Besucher des Leserforums gibt einen Teil der Stimmung während der Podiumsdiskussion wieder. Gut ein Viertel der Zuhörer hat nach der Veranstaltung anders abgestimmt als zuvor.

Gut ein  Dutzend Gymnasiasten verfolgt vom Flur des ersten Stockwerks aus   interessiert das Gespräch. Foto: factum/Granville
Gut ein Dutzend Gymnasiasten verfolgt vom Flur des ersten Stockwerks aus interessiert das Gespräch.Foto: factum/Granville

Gerlingen - Grün-Rot kann weiterregieren – wenn es nach den Besuchern der Diskussion zur Landtagswahl im Gerlinger Robert-Bosch-Gymnasium am Mittwoch geht. Sieger der Abstimmung ist der Grüne Markus Rösler – gleichzeitig hat er die meisten Zuhörer zum Umdenken gebracht. Denn 29 der 107 Teilnehmer unserer Umfrage haben nach der Veranstaltung ihre Stimme anders vergeben als zuvor. Der Gewinner der Wählerwanderung an diesem Abend ist Egon Beck (SPD), der Verlierer Konrad Epple von den Christdemokraten.

Bei der Umfrage hat die Redaktion die Besucher gefragt, wem sie ihre Stimme geben – und zwar vor der Veranstaltung und nach der Podiumsdiskussion. Dabei erreichte der Grüne Markus Rösler davor 35,2 Prozent und danach 31,4 Prozent. Egon Beck (SPD) kam auf 15,2 Prozent davor und 22,9 Prozent danach; Konrad Epple (CDU) erreichte 23,8 Prozent davor und 18,1 Prozent danach. Roland Zitzmann (FDP) erhielt davor 14,3 Prozent der Stimmen und nach der Veranstaltung 17,1 Prozent. Anja Markmann (AfD) erhielt davor 10,5 und danach 9,5 Prozent, und Peter Schimke (Die Linke) kam beide Male auf 0,9 Prozent.

Eines muss bei allen Ergebnissen und Interpretationen vorangestellt werden: Sämtliche Ergebnisse dieser Umfrage sind nicht repräsentativ. Erstens ist die Datenbasis dafür zu klein, zweitens wurden die Teilnehmer nicht nach sozialwissenschaftlichen Kriterien ausgesucht. Vielmehr haben alle Stimmzettel-Ausfüller sich freiwillig an diesem Votum beteiligt. Und auch wenn alle Besucher von den Moderatoren mehrfach dazu aufgefordert wurden, sich am Meinungsbild zu beteiligen, so hatte doch fast jeder zweite Besucher diese Gelegenheit nicht genutzt.

Diejenigen, die abgestimmt haben, erzielten ein Ergebnis, das sich nur in Teilen und annähernd mit dem der neuesten Umfrage dieser Zeitung deckt (siehe Politik-Teil). Die geringste Abweichung ergab sich bei der AfD (Gerlinger Probeabstimmung zwei Prozent unter dem repräsentativen Ergebnis), gefolgt von den Grünen (Gerlingen mit 31 Prozent drei Zähler über der repräsentativen Umfrage) und der Linken (Gerlingen mit einem Prozent drei Zähler unter der repräsentativen Umfrage). Die CDU lag bei der Abstimmung im Gymnasium mit 18 Prozent weit unter dem repräsentativen Ergebnis (31 Prozent), jeweils neun Prozent darüber lagen in Gerlingen die SPD und die FDP.

Hinter diesen Ergebnissen steht die Wählerwanderung: Die meisten Stimmen (elf) verlor Markus Rösler (Grüne), gefolgt von Konrad Epple (CDU) mit sechs und Egon Beck (SPD) mit fünf. Bei den Zugängen liegt Beck an der Spitze (neun, davon drei von der CDU und sechs von den Grünen), gefolgt von Rösler mit sieben Plus-Voten und Roland Zitzmann (FDP) mit sechs.

Nach Altersgruppen sortiert, ergeben sich ebenfalls spannende Verhältnisse: In der Gruppe der bis Dreißigjährigen gab es nur acht Antworten – dabei erzielten die Grünen 50 Prozent. Im „Mittelalter“, also den 31- bis 59-Jährigen, erreichten die AfD mit 18 und die FDP mit 15 Prozent weit überdurchschnittliche Werte. In der Gruppe 60+ war Roland Zitzmann (FDP) mit 22 Prozent am stärksten. Entgegen den Erwartungen erreichte Konrad Epple (CDU) in dieser Gruppe nur 20 Prozent, Markus Rösler (30) und Egon Beck (17,5 Prozent) lagen unter dem Gesamtergebnis.

Wie gesagt: all diese Ergebnisse sind nur Anhaltspunkte; sie geben die Präferenzen von 107 politisch interessierten Personen wieder. Gewählt wird am 13. März.

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So ähnlich wird es auch in Stuttgart kommen: Die Grünen werden sich am 13. März in Richtung 26 % bewegen, während bei der SPD mit 15 % und der FDP mit 9 % noch leichte Steigerungen nach oben möglich sind. Die anderen Parteien bleiben stabil.

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