Umfrage zu Stuttgart 21 Mehrheit der Baden-Württemberger gegen Bahnprojekt

Von dpa/lsw 

Die Mehrheit der Baden-Württemberger ist laut einer aktuellen Umfrage gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21.

Am 23. Februar demonstrierten in Stuttgart Tausende Foto: dpa 30 Bilder
Am 23. Februar demonstrierten in Stuttgart TausendeFoto: dpa

Stuttgart - Die Mehrheit der Baden-Württemberger ist laut einer aktuellen Umfrage gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21. 54 Prozent der 1500 Befragten lehnten das Milliardenvorhaben ab, nur noch 39 Prozent befürworteten es, berichteten das Stuttgarter Internetmedium „Kontext:Wochenzeitung“ und die „tageszeitung“ (taz) am Sonntag auf Basis einer von ihnen bei TNS Emnid in Auftrag gegebenen Umfrage.

Dabei ging es um die Zustimmung zu den beiden Alternativen Kopfbahnhof und Tiefbahnhof nach dem Bekanntwerden der Kostenexplosion von bis zu 2,3 Milliarden Euro im Dezember. Bei der Volksabstimmung über Stuttgart 21 im November 2011 hatten noch 58,8 Prozent der Abstimmenden dafür votiert, am Vorhaben festzuhalten.

55 Prozent aller Befragten gab nun an, dass die Bahn die Mehrkosten selbst tragen solle. Sogar 38 Prozent der CDU-Anhänger fordere das, hieß es weiter. Vor allem Frauen sprechen sich deutlich gegen Stuttgart 21 aus: 61 Prozent lehnen das Projekt ab und fordern im Gegenzug den Kopfbahnhof als Alternative. Den Angaben nach gab es kaum Meinungsunterschiede zwischen den 750 befragten Stuttgartern und den Teilnehmern aus dem Rest des Landes. TNS Emnid hatte die zufällig ausgewählten Menschen vom 18. bis zum 20. Februar befragt.

Anmerkung der Redaktion: In einer früheren Version des Artikels war zu lesen, dass 58,8 Prozent der Wahlberechtigten für das Projekt gestimmt hätten. Das ist falsch, wir haben die entsprechende Passage im Text korrigiert.

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162 KommentareKommentar schreiben

@ 'Klartext' - Bitte informieren Sie sich: Die Umfrage war repräsentativ und methodisch astrein. Sie müssen sich nur alles richtig durchlesen. Die Mehrheitsverhältnisse in der Bevölkerung zum Thema S21 sind zu ihrer Verteilung von 2005 bis 2010/2011 zurückgekehrt: Die Mehrheit der Baden-Württemberger ist laut einer aktuellen Umfrage wieder für den Weiterbetrieb des Kopfbahnhofs und gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21. 54 Prozent der 1500 Befragten lehnten das Milliardenvorhaben ab, nur noch 39 Prozent befürworteten es, berichteten die „Kontext:Wochenzeitung“ und die „tageszeitung“ (taz) auf Basis einer von ihnen bei TNS Emnid in Auftrag gegebenen Umfrage vom Februar 2013. --- Besonders pikant: Dabei wurde nach der Zustimmung zu den beiden Alternativen Kopfbahnhof und Tiefbahnhof nach dem Bekanntwerden der Kostenexplosion von bis zu 2,3 Milliarden Euro im Dezember gefragt. Bei der Volksabstimmung über S 21 im November 2011 hatten noch 58,8 Prozent der Wahlberechtigten dafür votiert, am Vorhaben festzuhalten. --- 55 Prozent aller Befragten gab nun an, dass die Bahn, sollte S21 doch gebaut werden, die Mehrkosten selbst tragen solle. Sogar 38 Prozent der CDU-Anhänger forderten das. --- Der Befragungszeitraum war vom 18. bis zum 20. Februar 2013. --- Es wurden insgesamt 1.500 zufällig ausgewählte Personen befragt, 750 in der Landeshauptstadt Stuttgart und 750 im Rest des Bundeslandes. In der Auswertung für ganz Baden-Württemberg hat TNS Emnid den Anteil der in Stuttgart durchgeführten Interviews auf den tatsächlichen Anteil Stuttgarts an der Bevölkerung des Bundeslands proportional gewichtet. Nach der räumlichen Verteilung zeigten sich kaum Unterschiede. Weiterhin wurde nach Altersstruktur, Geschlecht, Schulabschluss und Parteipräferenz untergliedert. --- http://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.umfrage-zu-stuttgart-21-mehrheit-der-baden-wuerttemberger-gegen-bahnprojekt.a6bdf277-f135-4538-aa27-de6c6751a5d0.html --- http://www.kontextwochenzeitung.de/newsartikel/2013/02/mehrheit-gegen-stuttgart-21/ --- http://www.taz.de/Exklusive-taz-Umfrage/!111689/

Hans Kluge: Sie dürfen natürlich gern an eine gefälschte Umfrage glauben, nur sollten Sie nicht annehmen, dass sich die Bevölkerung davon beeindrucken lässt. Die von den Gegnern in Auftrag gegebene Umfrage wurde mit falschen Zahlen gefüttert, d.h., es wurden Mehrkosten, Risikopuffer und Risiken zusammengezählt und als Fakt verkauft. ==============Stellen Sie sich das Zeter und Mordio vor, wenn die Bahn eine Umfrage in Auftrag geben würde, bei der sie angibt, dass S21 2,5 Milliarden Euro (anstelle von 4,5) kosten würde.========== Die Gegner haben behauptet, S21 würde 4,5 plus 2,3 Mrd. kosten.========= Man könnte noch sehr viel mehr über diese dubiose Umfrage schreiben, aber ich befürchte, das wäre zu schwierig für die Gegner. Deshalb belasse ich es bei dem Satz: 62 % der Baden-Württemberger sind für weiterbauen, 26 % dagegen. Das gilt.

Re Joachim 25.02. 18.57°°:Rational ist, nach HEGEL..: -einem 'alten Sack'- die Einsicht in Fehler und Lernen daraus.Dazu gehört auch die Beachtung des Faktor 'Zeit'(wann,wer,was,warum gesagt und getan hat und ob all dies noch Gültigkeit hat).Wenn dagegen Ihre Ratio Raum greifen sollte, dann sehe ich schwarz für das Staatsgebilde Bundesrepublik Deutschland- von wegen 'Fortschritt'. Alter Demokrat, einer der Unternehmer-gegen-S21.

„Manipulativ in der Fragestellung“: Die Manipulativste Fragestellung war „Soll Stuttgart 21 weitergebaut werden.“ Hier konnte nur mit Ja und Nein geantwortet werden. Menschen sagen aber lieber 'ja' als 'nein'. Außerdem ist „weitergebaut“ auch ein Euphemismus für den aktuellen Projektstillstand wegen fehlender Genehmigungen und fehlender Finanzierung. Von 120 befragten Baden-Württembergen finden ca. 60 % ein „weiter so“ OK. Unter 100 Befragten macht es finanziell keinen Sinn eine Umfrage zu starten. Da sollte man lieber gleich würfeln. Das ist billiger und die Ergebnisse sind ähnlich zuverlässig. ----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------- Die andere Fragestellung war „Statt 4,5 Milliarden Euro soll das Bahn-Projekt Stuttgart 21 nach Angaben der Deutschen Bahn AG jetzt 6,8 Milliarden Euro kosten.“ Dazu gab es vier mögliche Antworten. „weiß nicht“, „weder noch“, „Bau von Stuttgart 21“ und „Weiterbetrieb und Modernisierung des bestehenden Kopfbahnhofs“ (55 % im Land). --- Da wird protestiert, dass die 6,8 Milliarden inkl. Risikopuffer seien. Das sind die 4,5 Milliarden aber auch. Wäre den Prolern die Frage mit 3 Milliarden zu 5,7 Milliarden Euro lieber gewesen? Lustig auch die Behauptung in Kommentaren, die 6,8 Milliarden wären eine Summe, die alle Eventualitäten mit einschlösse – diese Behauptung galt bereits für die 4,5 Milliarden. So behauptet das zumindest die CDU http://www.youtube.com/watch?v=u4fjFNKOCAM

Re Prof.Stefan Faiß 24.02.21.32°°: Si tacuisses,...: 2 Sätze, die ich unterschreiben würde: 1)'..kritisch zu hinterfragen gibt es hier einiges'.. 2)'..würde ein Ausstieg DIE BAHN AG(eigene Hervorhebung)...3,5 MRD € kosten'.Die genannte Zahl will ich, da hochspekulativ und zur Zeit nicht durch Fakten belegt , hier völlig außer Acht lassen,allein Ihr Satz bleibt korrekt,Die Essentials der TAZ/Kontextumfrage sind schon zigmal gepostet und verlinkt, die Prüfung der Studie nach wissenschaftlichen Kriterien also möglich.Kenntnisse der Statistik und der good scientific practice vorrausgesetzt, was man zumindest von Promovierten erwarten darf. Zum Rest Ihres Posts schweigt der wenig geneigte Leser.- und wundert sich. Alter Demokrat,auch ein Mitstreiter in Forschung und Lehre, einer der Unternehmer-gegen-S21.

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