Verkehr in Stuttgart
Neue Tempoblitzer gehen in Betrieb
Wolfgang Schulz-Braunschmidt,
08.09.2010 15:05 Uhr
Nach allen Seiten "scharf": neuer Tempowächter an der Cannstatter Straße Foto: Zweygarth
Bessere Luft und mehr Verkehrssicherheit
In den vergangenen Jahren hat die Landeshauptstadt rund 900.000 Euro in neue Überwachungstechnik investiert. "Wir stellen aber keine Radarfallen auf, um die Autofahrer abzukassieren", stellt der Ordnungsbürgermeister Martin Schairer fest. "Die neuen Säulen an der Cannstatter Straße sollen mithelfen, die hohen Feinstaubwerte am Neckartor zu senken." Die Reduzierung von Lärm- und Schadstoffemissionen spiele bei der Tempokontrolle in Städten eine immer größere Rolle.
Für Schairer sorgen die Tempoblitzer aber nicht nur für bessere Luft, sondern auch für mehr Verkehrssicherheit. "Auf den Straßenabschnitten, an denen wir in den vergangenen Jahren zwölf neue Blitzer aufgestellt haben, sind die Tempounfälle 2008 und 2009 deutlich um fast zwölf Prozent zurückgegangen", betont Schairer. Seit 2005 überwachen vier Blitzer den Verkehr auf der B10 zwischen Stuttgart und Esslingen. Sieben weitere Messstellen wurden 2008 an der Neuen Weinsteige und an der Neckartalstraße errichtet. Und seit dem vergangenen Jahr sorgen drei Überwachungsanlagen an der Rotenwaldstraße für mehr Sicherheit. Der Zuwachs bei der Überwachungstechnik macht sich zudem auch in der Verkehrsstatistik bemerkbar: Die Zahl der Temposünder stieg von 95.710 (2008) auf 109.947 (2009). Und in diesem Jahr wurden bis Ende Juli bereits 69.089 Tempoverstöße registriert. "Die Verkehrsüberwachung ist für die Stadt kein Selbstzweck und keine Abzocke, sondern sie dient dem Schutz der Bürger", betont Schairer. "Die Zeiten in denen Rasen als Kavaliersdelikte angesehen wurde, sind endgültig vorbei."
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Das i ned Lach
Ertst heißt es das an Unfallschwerpunkten geblitzt wird und wenn mas ned anderscht woiß no secht ma halt zur reinhaltung der Luft ha...ha...ha Auf ner Kerzengeraden kann ma ruhig 60 gelten lassen aber noi no kommt jo koi Geld ned nei in d Kass...
Skinner
Man nennt so etwas auch "Skinnersche Psychologie", das ist das typische Belohnungs- und Bestrafungsprinzip. Damit konditioniert man den Bürger wie sonst die kleinen weißen Ratten im Versuchslabor. Die ganze Welt wird beschleunigt, alle sollen immer noch schneller arbeiten und alles soll noch schneller funktionieren, Produktivitätssteigerung um jeden Preis - außer auf den Straßen, da bleibt alles beim alten. Das kann nicht funktionieren.
Blitzgescheit
Die Stuttgarter kennen die Dinger nach drei Tagen doch sowieso. Und ansonsten, wer will schon noch nach Stuttgart? Etwa zum S21-Baustellen-Spotting? Die nächsten 20 Jahre kommt doch wohl niemand mehr freiwillig dorthin. Meidet Stuttgart, lasst es ausbluten bis es darniederliegt wie eine Geisterstadt im Wilden Westen.