Vorschlag von CDU-Politiker Eltern von Komasäufern zur Kasse bitten

Von dpa 

Angesichts einer hohen Zahl von Kindern und Jugendlichen, die sich bis zur Besinnungslosigkeit betrinken, werden in der CDU die Rufe nach härteren Maßnahmen gegen die Eltern laut.

Diagnose Alkoholvergiftung: Immer häufiger landen Jugendliche nach einer Partynacht im Krankenhaus. Foto: dpa
Diagnose Alkoholvergiftung: Immer häufiger landen Jugendliche nach einer Partynacht im Krankenhaus.Foto: dpa

Düsseldorf - Angesichts einer hohen Zahl von Kindern und Jugendlichen, die sich bis zur Besinnungslosigkeit betrinken, werden in der CDU die Rufe nach härteren Maßnahmen gegen die Eltern laut.

Der gesundheitspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Jens Spahn (CDU), forderte in der „Rheinischen Post“ eine stärkere finanzielle Beteiligung solcher Eltern. „Die stark steigende Zahl jugendlicher Komatrinker, die in deutschen Krankenhäusern eingeliefert werden, ist nicht hinnehmbar“, sagte Spahn. Dadurch werde unnötig Personal und Geld im Gesundheitswesen gebunden.

„Man sollte die Eltern pauschal mit 100 Euro an den Behandlungskosten beteiligen, um sie an ihre Verantwortung zu erinnern.“ Nach Spahns Vorstellungen könnte dieser Betrag direkt an die Krankenkassen gezahlt werden.

  Artikel teilen
9 KommentareKommentar schreiben

Hemmschwelle total im Keller!: Nämlich die Hemmschwelle nur weil eine einen 'Saurausch' hat sofort ein Drama draus zu machen und die Polizei, den Notarzt.. zu belämmern. Dadurch völlig unnötige Einsätze, Kosten, Dramen, schlechte Gewissen.... zu produzieren. Legt die einfach ins Bett und lasst sie ihren Rausch ausschlafen. Der morgendliche Kater wirkt. Allerdings nur wenn der Onkel Doktor keine Infusion gelegt und irgendwelche Mittelchen gegeben hat. Dies ganz ist wieder ein gutes Beispiel wie durch dramatisieren ein Problem entsteht dass dann 'Staatlich gelöst werden muß!' Ich bin sogar davon überzeugt dass dieses 'Problem bewusst herbeigeredet und geschrieben wurde! Schliesslich will sich der Vater Staat um seine Kinder gesamtheitlich kümmern.

ach ja: da würden einem ja viele Dinge einfallen, wo man die Eltern, die Menschen selber oder im Zweifelsfalle auch mal die Großeltern belangen könnte. Warum nicht auch die Cousine zweiten Grades mal einspannen? Irgendwo wird man schon jemanden finden, der noch was beisteuern kann. Rauchen, Skifahren, Autofahren, am besten auch ADS, auch die Eltern schuld usw. usw. Auch wenn ein Kind eine Klasse wiederholen muss, sind ja die Eltern schuld, warum nicht für dieses unnütze Jahr mal ein bisschen bezahlen lassen? Vielleicht sollten sich solche Poliltiker mal fragen, wer das denn vorlebt mit dem Alkohol? Da darf sich doch jeder mal an die eigene - womöglich rote - Nase fassen. Manchmal frage ich mich auch, wofür Krankenkassen eigentlich noch bezahlen. Zähne, Brillen, Arzneimittel etc. ist ja alles schon aus dem Rennen. Meines Wissens zählt Alkoholismus auch zu Krankheiten. Ach nein, es sind ja Gesundheitskassen, keine Krankenkassen mehr. Die zahlen nur noch, wenn man gesund ist.

Und die Jugendlichen selbst?: Schlimmer finde ich ja, dass betrunkene Jugendliche sehr häufig in Kinderkrankenhäuser eingeliefert werden. Und dann dürfen sich die sonst mit kranken Kindern und Säuglingen befassten Kinderkrankenschwestern mit im Zweifel völlig außer Kontrolle befindlichen, womöglich randalierenden 16jährigen rumschlagen (buchstäblich). Die tun mir Leid! Da empfiehlt sich die Einrichtung eines abschließbaren, leicht zu reinigenden Raumes zur Ausnüchterung mit Kameraüberwachung. Alle halbe Stunde mal die Vitalfunktionen überprüfen, und wenn die Jugendlichen wieder bei sich sind, ihnen Hochdruckreiniger und Putzlumpen in die Hand drücken. Aber das würde wahrscheinlich die Eltern auf die Barrikaden treiben...

Sanktionen Komasaufen: Dieses Komasaufen ist auch in gewisser Hinsicht ein Spiegel unserer Gesellschaft, dass Jugendliche häufig Freizeit mit Zeif zum Saufen gleichsetzen. Ich denke angesichts dessen das viele sinnvolle Dinge von den Krankenkassen nicht mehr bezahlt werden, ist es nur richtig die Eltern an den Kosten im Krankenhaus zu beteiligen. Aber das triff nicht ganz den Kern der Sache. Jugendliche die 'Komasaufen' sollten in jedem Fall mindestens 50 Arbeitsstunden in sozialen Einrichtungen ableisten. Dies wäre eine Möglichkeit sie auf den Boden der Realität zurückzuholen.

100 EUR Elternbeteiligung???: Da ist ja der Verwaltungsaufwand ungleich höher! Hören wir doch endlich auf mit dieser unsäglichen Weichspülerei: Die Verbringung eines Volltrunkenen ins Krankenhaus kostet ca. 1.200 EUR. Und genau dieser Betrag ist entweder von den Erziehungsberechtigten oder vom Betreffenden selbst zu bezahlen. Es muss richtig weh tun, wenn's an die Geldbörse geht, sonst verpufft der Effekt. Es ist unerhört, ALLEN in die Tasche zu greifen, weil Heerscharen von Idioten sich die restlichen Hirnzellen wegsaufen.

Artikel kommentieren

Melden Sie sich jetzt an!
Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.