Waiblingen Drei Tannen für zwei Handballteams

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Der Waiblinger Bonbonhersteller Kaiser will sich künftig als Sponsor im Sport profilieren: bei den Berliner Füchsen und den Bregenzer Handballern.

Sven-Sören Christophersen (Berliner Füchse) trägt jetzt Kaiser auf der Brust. Foto: privat
Sven-Sören Christophersen (Berliner Füchse) trägt jetzt Kaiser auf der Brust.Foto: privat

Der Waiblinger Bonbonhersteller Kaiser, dem vor mehr als 125 Jahren mit dem Verkauf von „Pflastersteinen“ in der kleinen Konditorei des Friedrich Gottlob Kaiser am Marktplatz gewissermaßen die Vorstufe zum Durchbruch auf dem internationalen Süßwarenmarkt gelang, feilt weiter daran, sein etwas angestaubtes Image zu verjüngen. Nach dem laut Geschäftsleitung „umfangreichsten Relaunch von Marke und Sortiment“ im vergangenen Jahr will sich die „älteste aktive Bonbonmarke im Lebensmittelhandel“ nun als Sponsor im Sport profilieren.

Die drei Tannen, das bereits im Jahr 1889 erstmals amtlich registrierte Markenzeichen jener Firma, deren Brustkaramellen sich über die Jahrzehnte zu einem weltweiten Verkaufsschlager entwickelt haben, sollen künftig die Trikots zweier Handballmannschaften zieren. Doch nicht etwa der örtliche Zweitligist TV Bittenfeld ist das Ziel der neuen Marketingbemühungen. Kaiser engagiert sich in der Bundeshauptstadt und in der Metropole des österreichischen Vorarlberg. Sponsorenpartner sind die Füchse Berlin und Bregenz Handball.

„Der Handballsport ist die perfekte Bühne für unsere Marke und unsere Bonbons“, sagt die Kaiser-Marketingleiterin Katja Marschner. „Die Berliner Füchse vertreten Deutschland in der Champions League, und keine Mannschaft hat in Österreich so viele Titel gewonnen, wie Bregenz Handball.“ Das Handballpublikum gehe durch alle Altersschichten, sei familiär geprägt und offen. Und nicht nur das sei „ideal für Kaiser“, glaubt Marschner. Handballzeit sei Bonbonzeit: Die Saison der Sportart, die hauptsächlich im Winter ausgetragen werde, falle zeitlich bestens mit der Hochzeit für Hals- und Hustenbonbons zusammen. Dass man allgemein nicht falsch liegen könne, zeige im Übrigen die gute Gesellschaft anderer namhafter Sponsoren wie Toyota, Velux, DKB oder Adidas, die ebenfalls kräftig in Handballsponsoring investierten.

Wie groß das Kaiser-Engagement genau ist, will das Unternehmen nicht verraten. Stattdessen betont man lieber die Vorteile, die über den finanziellen Profit hinaus gingen. Die Marke Kaiser habe seit dem Relaunch „an Elan und Jugendlichkeit gewonnen“, sagt Marschner. Sie stehe durch die wohltuenden Rohstoffe aus der Natur und die gewissenhafte Verarbeitung für höchste Qualität und Kontinuität.

Und falls es bei den Teams mal erkältungsbedingt zu Problemen kommen sollte, können die Spieler ja vielleicht auf ein naturnahes Sponsoring umstellen. Getreu jenem Slogan aus guten alten Marketingzeiten, der seinerzeit durch die Radio- und Kinowerbung geträllert ist: „Drei Tannen, sie bannen das Hustengespenst.“

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