Wolfgang Schorlaus „Die letzte Flucht“ ZDF verfilmt Dengler-Krimi

Von rm 

Exklusiv Im Sommer beginnen die Dreharbeiten: Zum ersten Mal wird jetzt ein Krimi des Stuttgarter Bestsellerautors Wolfgang Schorlau verfilmt. Der mit dem Grimme-Preis ausgezeichnete Lars Kraume führt bei „Dengler – Die letzte Flucht“ Regie.

Meister des Politkrimis: der Autor Wolfgang Schorlau Foto: dpa
Meister des Politkrimis: der Autor Wolfgang SchorlauFoto: dpa

Stuttgart - Irgendwann musste es so kommen: der Stuttgarter Bestsellerautor Wolfgang Schorlau schreibt Bücher, die nach der Leinwand rufen. Filmtauglich sind nicht nur die aktuellen und brisanten Fälle, die der Privatermittler Georg Dengler löst. Filmtauglich ist auch die Art und Weise, wie der Autor seine bestens recherchierten Fälle niederschreibt: mit schnellen Szenenwechseln, flinken Zeit- und Ortssprüngen, scharf geschnittenen Charakteren und pointierten Dialogen. Passgenauer als Schorlau kann man das Fernsehen nicht bedienen. Jetzt hat dieses Fernsehen das endlich auch kapiert und zugegriffen: Das ZDF verfilmt den Pharma-Krimi „Dengler – Die letze Flucht“. Das hat der Sender auf Nachfrage der Stuttgarter Zeitung bestätigt.

Die Dreharbeiten beginnen im Sommer, der Sendetermin steht noch nicht fest. Fest steht aber, wer das Drehbuch geschrieben hat und Regie führen wird: Lars Kraume. Er zählt zu den besten Köpfen des deutschen Fernsehens, ist zweimal mit dem Grimme-preis ausgezeichnet worden und war zuletzt für die fabelhaften Frankfurter „Tatorte“ mit Joachim Król und Nina Kunzendorf verantwortlich. „Die Zusammenarbeit mit ihm macht viel Spaß“, sagt Wolfgang Schorlau, der beratend am Drehbuch zur „Letzten Flucht“ mitgearbeitet hat. Wer in der Verfilmung die Rollen von Dengler und Olga, der Freundin des Ermittlers, spielen wird, steht laut ZDF noch nicht fest. Schorlau indes spricht von „interessanten Optionen“, die sich bei der Suche nach Schauspielern ergeben haben. Da Kraume als Regisseur immer nur mit den Besten arbeitet, darf man auch bei „Dengler“ mit einer hochkarätigen Besetzung rechnen.

Eine Frage aber bleibt am Ende dieser Nachricht übrig: ein Stuttgarter Autor mit einem Stuttgarter Ermittler, der sich mit Themen beschäftigt, die weit über Stuttgart hinausweisen. Warum greift da der SWR nicht zu? Wieder mal gepennt?

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