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Zuffenhausen Bremsklötze für den Durchgangsverkehr

Chris Lederer, 09.11.2012 14:00 Uhr

Zuffenhausen - Am Dienstag berichtet Verkehrsplaner Stephan Oehler den Bezirksbeiräten von „städtebaulichen und verkehrslenkenden Maßnahmen“, die in Zuffenhausen geplant sind und die im Zusammenhang mit dem Bau des Rosensteintunnels stehen. Der Gemeinderat hat das Projekt samt Begleitmaßnahmen mehrheitlich beschlossen. Im kommenden Jahr soll mit dem Bau des Tunnels unter dem Rosensteinpark begonnen werden. 2019 soll er fertig sein.

Begleitend zum Vorhaben sollen auch in Zuffenhausen Straßen und Kreuzungen umgebaut werden. Ziel ist, dass mehr Autos die Bundesstraße 10 und den Tunnel nutzen, statt auf Nebenstraßen durch den Stadtbezirk zu fahren. „Durch den Tunnel wollen wir den Verkehr bündeln“, erklärt Stephan Oehler. „Generell nutzen Autofahrer momentan alle möglichen Routen, um die B 10 zu umfahren.“ Das soll sich ändern. „Durch eine Vielzahl von kleineren Umbaumaßnahmen wollen wir erreichen, dass die Parallelstrecken zur B 10 durch Bad Cannstatt, den Hallschlag, Rot und Zuffenhausen möglichst unattraktiv werden.“

In Zuffenhausen ist für 2014 geplant, dass an der Kreuzung Haldenrainstraße/Schozacher Straße eine Fahrspur wegfällt. Autofahrer, die aus Richtung Hallenbad kommen und nach rechts zum Burgholzhof abbiegen wollen, müssen sich dann eine Spur mit den Geradeausfahrern in Richtung Freiberg teilen. „Diese gemeinsame Spur müsste dann länger Grün haben, wodurch die Autofahrer, die aus Richtung Raiser kommen beziehungsweise in der Gegenrichtung unterwegs sind, länger warten müssten.“

Fahrspurverringerung, Radfahrstreifen und eine neue Fußgängerampel

Zusätzlich soll ein Jahr später eine neue Fußgängerampel an der Schozacher Straße installiert werden; zwischen der Straße Roter Stich und der Tankstelle. Auf diese Weise sollen die Autos nicht mehr so ungehindert wie bisher durch den Stadtteil fahren können.

Auch die Kreuzung an der Ecke Schozacher Straße, Roter Stich ist im Visier der Planer. Ab 2017 sollen Autofahrer auf der Schozacher Straße aus Richtung Bad Cannstatt kommend, nach links in die Straße Roter Stich abbiegen können. Und wer von Rot kommt, soll nach links in die Tapachstraße abbiegen können.

Bereits erledigt ist der Umbau der Zabergäustraße zwischen Ludwigsburger und Marbacher Straße; dort wurde die Straße um eine Fahrspur verringert und ein Radfahrstreifen eingerichtet. Die Ampelschaltung wurde so geändert, dass Autos nicht mehr so flüssig durch den Ort gelangen.

„Das wäre eine sehr wirksame Maßnahme“

Für die Autofahrer spürbare Konsequenzen hätte eine Maßnahme, die an der Ludwigsburger Straße vorgesehen ist. Dort wollen die Planer, dass ab den Jahren 2016/2017 zwischen Frankenstraße und Friedrichswahl die Fahrspuren Richtung Innenstadt von momentan zwei auf einen Fahrstreifen reduziert werden. Stattdessen könnte ein Geh- und Radweg eingerichtet werden. „Das wäre eine sehr wirksame Maßnahme“, sagt Stephan Oehler. „Bevor wir das machen, sind noch vertiefende Untersuchungen, unter anderem Verkehrszählungen im Hinblick auf die weitere Verkehrsentwicklung, nötig.“

Im Laufe der nächsten zwei Jahre wird die Kreuzung im Bereich Schwieberdinger/Marconistraße umgebaut. Die Fahrbahn soll stadtauswärts um eine Spur reduziert werden. Offen ist derzeit, in welcher Form die Straße umgestaltet wird.

 
 
Kommentare (7)
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NOV
13
Bürger mit Verstand, 09:52 Uhr

hä?

für so eine Murksplanung bekommen solche Leute mein Geld? Warum sperrt man nicht gleich alle Straßen? Statt den Verkehr flüssiger zu gestalten, wird man in den Stau gezwungen. Ich zweifle immer mehr am Verstand unserer Stadtplaner.

NOV
12
Zuffenhausen, 22:37 Uhr

Blöde Planung

Wo haben denn diese Verkehrsplaner studiert - Abendkurs an der Fernuni Furzbüttel? Durch den Umbau des Kelterplatzes gibt es jetzt schon täglich Staus bis zur Zabergäustraße, wie soll das nach dem Umbau erst ausschauen? Nach dem blöden Tunnelbau wird es verkehrstechnisch den totalen Infarkt geben!

NOV
10
Edwin Hoernle, 19:42 Uhr

Wo bleibt der ausbau des ÖPNV ?

Grundsätzlich sind die Massnahme zu begrüssen, aber wer z.B. in Zazenhausen wohnt ist leider auf ein Auto angewiesen. In Zazenhausen gibt es keine aussreichende Grundversorgung trotz derzeit 2100 Anwohner. Einkäufe, Arzt- und Restaurantbesuche,Kita und Kultur müssen daher leider in anderen Stadtteilen stattfinden. Die Buslinie 401 fährt nur im 1/2 Stundentakt und das auch nur bis Zuffenhausen. Würden diie Stadtteile aussreichend mit 'Öffis' angebunden, und die lokale Infrastruktur verbessert werden, könnte sehr viel Autoverkehr ersetzt werden.

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