Bei Spenden betrogen und Tiere gequält?
Artikel aus der STUTTGARTER ZEITUNG vom 08.10.2009
Drei Vorstandsmitglieder des Vereins Tierhort Deggingen, der die Tierherberge Donzdorf betreibt, sind von der Ulmer Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts des gemeinschaftlichen gewerbsmäßigen Betruges in neun Fällen beim Amtsgericht Geislingen (Kreis Göppingen) angeklagt. Außerdem werden die Vorsitzende Martina Heinzmann und ihr Stellvertreter Michael Janovich der Tierquälerei bezichtigt. "Beides stimmt so nicht", sagte Martina Heinzmann der StZ. Sie hält es für eine "Frechheit", dass die Behörde an die Öffentlichkeit geht, ohne die Stellungnahme der Beschuldigten abzuwarten. Diese Unterlagen würden spätestens heute beim Gericht abgegeben. Ihr fehle jegliches Verständnis dafür, dass sich die Staatsanwaltschaft dafür hergebe, "uns in Misskredit zu bringen".
Diese wirft den Angeklagten vor, zwischen Herbst 2006 und März 2009 mit dem Porträt eines bestimmten Hundes um Spenden geworben zu haben, wobei vorgetäuscht worden sei, dass das abgebildete Tier schwer krank sei und dringend operiert werden müsse. Tatsächlich, so der Vorwurf, sei das Tier aber gesund gewesen und bereits im Sommer 2008 an eine neue Besitzerin vermittelt worden. Die Spenden, der Staatsanwalt spricht von "wenigen Tausend Euro", seien einbehalten worden.
Die Aktion streitet Martina Heinzmann gar nicht ab. "Allerdings ist der Hund mitnichten gesund gewesen. Vielmehr litt er an einer schweren Arthrose, was anhand von Röntgenbildern auch dokumentiert ist", sagt sie. Mit Medikamenten hätten die Schmerzen bekämpft und die Krankheit gebremst werden können, so dass bis jetzt keine Operation notwendig gewesen sei. "Als der Hund im vergangenen Jahr vermittelt wurde, haben wir der neuen Besitzerin erklärt, dass das gesammelte Geld für einen späteren Eingriff zur Verfügung steht", so Heinzmann. Inzwischen sei es an die Spender zurückgezahlt worden.
Auch die ihr und ihrem Stellvertreter zur Last gelegte Tierquälerei weist die Vorsitzende von sich. "Der Vorwurf, dass wir nach Spanien gefahren sind, dort 100 Hunde eingeladen und diese unter miserablen Transportbedingungen sowie ohne Wasser und Futter nach Deutschland gebracht haben, ist schlicht falsch." Sie selbst sei nicht dabei gewesen. Zudem habe man nur 42 Hunde transportiert, und diese völlig artgerecht, so Heinzmann. "Dafür gibt es ein halbes Dutzend Zeugen."
Wie es zu der Anklage durch die Staatsanwaltschaft kommt, kann sich Heinzmann daher nur auf eine Weise erklären. "Es gibt Leute, denen wir ein Dorn im Auge sind und die keine Gelegenheit auslassen, uns das Leben schwerzumachen."
Diese wirft den Angeklagten vor, zwischen Herbst 2006 und März 2009 mit dem Porträt eines bestimmten Hundes um Spenden geworben zu haben, wobei vorgetäuscht worden sei, dass das abgebildete Tier schwer krank sei und dringend operiert werden müsse. Tatsächlich, so der Vorwurf, sei das Tier aber gesund gewesen und bereits im Sommer 2008 an eine neue Besitzerin vermittelt worden. Die Spenden, der Staatsanwalt spricht von "wenigen Tausend Euro", seien einbehalten worden.
Die Aktion streitet Martina Heinzmann gar nicht ab. "Allerdings ist der Hund mitnichten gesund gewesen. Vielmehr litt er an einer schweren Arthrose, was anhand von Röntgenbildern auch dokumentiert ist", sagt sie. Mit Medikamenten hätten die Schmerzen bekämpft und die Krankheit gebremst werden können, so dass bis jetzt keine Operation notwendig gewesen sei. "Als der Hund im vergangenen Jahr vermittelt wurde, haben wir der neuen Besitzerin erklärt, dass das gesammelte Geld für einen späteren Eingriff zur Verfügung steht", so Heinzmann. Inzwischen sei es an die Spender zurückgezahlt worden.
Auch die ihr und ihrem Stellvertreter zur Last gelegte Tierquälerei weist die Vorsitzende von sich. "Der Vorwurf, dass wir nach Spanien gefahren sind, dort 100 Hunde eingeladen und diese unter miserablen Transportbedingungen sowie ohne Wasser und Futter nach Deutschland gebracht haben, ist schlicht falsch." Sie selbst sei nicht dabei gewesen. Zudem habe man nur 42 Hunde transportiert, und diese völlig artgerecht, so Heinzmann. "Dafür gibt es ein halbes Dutzend Zeugen."
Wie es zu der Anklage durch die Staatsanwaltschaft kommt, kann sich Heinzmann daher nur auf eine Weise erklären. "Es gibt Leute, denen wir ein Dorn im Auge sind und die keine Gelegenheit auslassen, uns das Leben schwerzumachen."
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