Bahnhofsvorplatz Bad Cannstatt Vorerst bleiben die Sitzbänke

Von ani 

Die Stimmung am Bahnhofsvorplatz ist laut den Bezirksbeiräten zunehmend aggressiv.

„Die Stimmung am Bahnhofsvorplatz ist zunehmend aggressiv, Verrohung und Beschaffungskriminalität nehmen zu“, beschreibt Thomas Jakob die Situation. Foto: Steinert
„Die Stimmung am Bahnhofsvorplatz ist zunehmend aggressiv, Verrohung und Beschaffungskriminalität nehmen zu“, beschreibt Thomas Jakob die Situation.Foto: Steinert

Stuttgart-Bad Cannstatt - Es ist ein katastrophales Bild für Bad Cannstatt, da sind sich der Bezirksvorsteher Thomas Jakob und die Vertreter aller Fraktionen im Bezirksbeirat am Mittwoch einig gewesen. „Die Stimmung am Bahnhofsvorplatz ist zunehmend aggressiv, Verrohung und Beschaffungskriminalität nehmen zu“, beschrieb Thomas Jakob die Situation. Und dies sei nicht nur sein persönlicher Eindruck, sondern auch von der Polizei bestätigt worden, die beim letzten Treffen des Runden Tisches ebenso anwesend war wie Lokalpolitiker, Straßensozialarbeiter und Vertreter des Gewerbevereins. Die Mehrheit der Teilnehmer des Runden Tischs hatte sich bei dem Treffen dafür ausgesprochen, das sogenannte Stuttgarter Modell anzuwenden: „Dabei werden die Sitzbänke abgebaut und durch Einzelsitze ersetzt“, sagte Jakob. Während das konservative Lager sich dem Vorschlag anschließen wollte, meldete unter anderen Stefan Conzelmann (SPD) Bedenken an: „Dadurch erreichen wir nur eine Verlagerung des Problems in andere Teile Bad Cannstatts.“ Auch Peter Mielert (Grüne) appellierte dafür, nicht nur das Angebot an Sitzgelegenheiten zu verringern, sondern auch Betreuungsangebote in anderen Treffpunkten auszubauen. Letzten Endes vertagte der Bezirksbeirat die Entscheidung.

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2 KommentareKommentar schreiben

SUBJEKTE und 'Problem': so werden diese Mitmenschen genannt? Warum sind sie in dieser misslichen Lage? Programme für sie um sich einen schönen Anstrich zu geben? Typisch Schreibtisch Täter und 'rauf die Karriereleiter' auf Kosten der 'anderen'. Soziale Brennpunkte müssen da sein und wenn sie nur für eine Schlagzeile gut sind.

Seltsame Idee: Wenn Leute kein Zuhause haben und sich auf öffentlichen Plätzen treffen, macht es doch keinen Sinn diesen Leuten auch noch diesen letzten Platz zu nehmen. Es wäre wichtiger, diesen Leuten zu helfen, wieder ein normales Leben zu führen. Möglichkeiten gibt es genug. Aber dazu muss man diese Leute wieder als Menschen ansehen und nicht nur als den Verkaufswert der Ware im Schaufenster verringerndes Subjekt. Und vielleicht sollte man sich auch fragen, warum ausgerechnet in Cannstatt soviele Subjekte rumlaufen. Hat das was mit falscher Industrie- und Bildungspolitik zu tun? Aber das einzige was den Herren von der CDU dazu einfällt ist: 'Einzelsitze statt Bänke'. So ein Blödsinn!

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