„Das Gutbrod“ in Stuttgart Schaufenster der Region

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Im Hahn-Hochhaus eröffnet die Wirtschaftsfördergesellschaft der Region ein neues Veranstaltungszentrum. Es soll regionalen Einrichtungen, aber auch Firmen und Verbänden offen stehen. Der Name erinnert an den Architekten des denkmalgeschützten Gebäudes.

Treffpunkt: Das Gutbrod Foto: Wilhelmy
Treffpunkt: Das Gutbrod Foto: Wilhelmy

Stuttgart - Die Region Stuttgart hat im Bereich der Kronen- und Friedrichstraße westlich des Hauptbahnhofs gleich mehrere Adressen. Zum einen residiert im Gebäude Kronenstraße 25 auf mehreren Etagen der Verband Region Stuttgart mit seiner Verwaltung und Räumen für die Fraktionen der direkt gewählten Regionalversammlung, direkt daneben hat die Wirtschaftsfördergesellschaft der Region Stuttgart (WRS) im denkmalgeschützten Hahn-Hochhaus an der Friedrichstraße 10 ihren Sitz. Dort hat die WRS am Dienstag im ersten Obergeschoss „Das Gutbrod“ eröffnet – Veranstaltungsfläche und Konferenzraum, die mit Lounge und Bar verbunden sind.

„Das Gutbrod soll räumlicher Anker für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft in der Region werden“, sagte der WRS-Geschäftsführer Walter Rogg. Zugleich erinnert der Treffpunkt an Rolf Gutbrod, den Architekten des 14-stöckigen Gebäudes.

Markante Glasfront

Die Räume hinter der markanten, raumhohen Fensterfront im ersten Stock, die wie eine Glaskanzel über dem Eingangsbereich schwebt, können für Vorträge, Ausstellungen und Workshops genutzt werden. „Das Gutbrod kann zum Schaufenster und zum regionalen Treffpunkt werden“, sagte Rogg. Hier sei ein „Ort für Austausch und Kooperation“. Die Räumlichkeiten können von regionalen Einrichtungen, Firmen und Organisationen gemietet werden, aber auch für eigene Veranstaltungen der Regionalversammlung, ihrer Fraktionen, des Verbands Region Stuttgart und der WRS genutzt werden. Die Räume bieten Platz für maximal 120 Personen. Die Bewirtung übernimmt die Weinstube Fröhlich.

Auch für IBA nutzbar

Die Konzeption für die Umgestaltung der Etage, die bisher kleinteilig unterteilt von einer Bausparkasse genutzt wurde, stammt vom Stuttgarter Atelier Brückner. Am Ausbau sind von den Lichtelementen bis zu den Schreinerarbeiten zahlreiche Firmen aus der Region beteiligt. Die Investitionen wurden vom Besitzer des Gebäudes getragen, die WRS erhofft sich eine zumindest teilweise Refinanzierung der Mietkosten durch die Vermietung der Räume an Dritte. Damit sind auch Pläne der Regionaldirektorin Nicola Schelling endgültig passé, die immer wieder von einem Haus der Region gesprochen hatte, in dem der Regionalverband, die Wirtschaftsfördergesellschaft und weitere regionale Einrichtungen wie Kultur- und Sportregion unter einem Dach angesiedelt werden sollten. Die Überlegungen waren aber am Veto der Beteiligten und der Regionalräte gescheitert. In dem Hahn-Hochhaus wird künftig auch die Geschäftsstelle der Internationale Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart angesiedelt. „Die IBA findet hier ideale Räumlichkeiten mit schaufensterwirkung“, sagte Rogg. Die WRS betreibt in den Messehallen auf den Fildern bereits eine regionale Lounge.