Der VfB im Pokal Labbadia will nach Berlin
Thomas Haid, 25.10.2011 14:30 Uhr
Hier lang, nach Berlin - meint Bruno Labbadia. Foto: dapd
Hier lang, nach Berlin - meint Bruno Labbadia. Foto: dapd

Stuttgart - Eigentlich wäre es wenig verwunderlich, wenn Bruno Labbadia jetzt nicht nur an das Pokalduell am Mittwoch (20.30 Uhr) in der Mercedes-Benz-Arena gegen den FSV Frankfurt denken würde, sondern auch schon an das Spitzenspiel in der Bundesliga am Samstag gegen Borussia Dortmund. Aber wenn es so ist, behält es der VfB-Trainer für sich. „Für uns zählt jetzt erstmal nur der Pokal. Das ist ein wunderschöner Wettbewerb, in dem wir unbedingt weiterkommen wollen“, sagt Labbadia.

Wie ernst er die Partie gegen den abstiegsgefährdeten Zweitligisten nimmt, zeigt sich auch daran, dass er mit der Mannschaft schon am Dienstagabend in ein Hotel gezogen ist, um sich ungestört vorbereiten zu können. „Wenn man sieht, wie schwer es bereits in der ersten Runde für manchen Bundesligaclub war, gegen einen Viertligisten weiterzukommen, wissen wir, was uns erwartet“, sagt Labbadia. Damit meint er Mainz (2:1 nach Verlängerung in Zweibrücken), Hoffenheim (3:1 nach Verlängerung bei Germania Windeck) und der Hamburger SV (2:1 in Oldenburg). Der VfL Wolfsburg scheiterte sogar mit 2:3 an RB Leipzig.

"Im Vorbeigehen funktioniert das nicht"

Der VfB ist gewarnt. „Einfach so im Vorbeigehen funktioniert das nicht“, sagt Labbadia, der als Trainer schon einmal im Finale stand – im Mai 2009, als er mit Bayer Leverkusen 0:1 gegen Bremen verlor. Im Sommer will er wieder nach Berlin, da der Pokal für Labbadia einen „mindestens so hohen Stellenwert wie die Bundesliga“ hat.

Bei den vergangenen drei Auflagen ist der VfB im Achtelfinale ausgeschieden – zweimal gegen den FC Bayern und einmal gegen die SpVgg Greuther Fürth. Ein Jahr zuvor in der Saison 2007/08 war im Viertelfinale alles vorbei. Die Mannschaft verlor zu Hause gegen den FC Carl Zeiss Jena – damals übrigens genauso ein Zweitligist wie heute der FSV Frankfurt.

VfB Stuttgart: Ulreich – Boulahrouz, Tasci, Maza, Molinaro – Kvist, Kuzmanovic – Harnik, Hajnal, Okazaki – Cacau.
FSV Frankfurt: Langer – Teixeira, Schlicke, Gledson, Gaus – Cinaz, Heitmeier – V. Hleb, Yelen, Chrisantus – Benyamina.
Schiedsrichter: Leicher (Weihmichl).

Kommentare (4)
Anzeigen
OKT
26
Manuel, 09:12 Uhr

Kommentar ist Schwachsinn

Wenn man den Wettbewerb nicht antritt mit dem Ziel jedes Spiel zu gewinnen und damit auch den Pott zu holen, dann hat man wohl den ganzen Sinn eines sportlichen Wettbewerbs nicht ganz kapiert... Ich kann ja verstehen wenn ein Landesligist das realistisch einschätzt, aber als Bundesligist sollte man immer auch das Ziel haben den Pokal zu holen...

-1
Kommentar bewerten
OKT
25
Sven, 17:52 Uhr

?

@jb Und in welcher Welt lebst Du? Wo steht denn in diesem Artikel, dass Labbadia davon ausgeht nach Berlin zu fahren? Mal abgesehen davon, dass in diesem schnell zusammengeschriebenen Artikel nichts neues oder erwähnenswertes steht, ist er einfach nur mit ein paar allgemeinen Zitaten von Labbadia angereichert worden. Die sind zwar todsterbenslangweilig - aber ich kann hier nichts verwerfliches erkennen. Kann es sein, dass Du Dich einfach nur sehr gerne aufregst?

0
Kommentar bewerten
OKT
25
Gunther J., 16:50 Uhr

Offensiv

Ich finde diese offensiveren Behauptungen in dieser Situation nicht schlecht. Wieso sollte es nicht so sein? Der Pokal "hat nun mal seine eigenen Regeln und Gesetze" und vllt. hilft es, die Mannschaft erneut aufzuwecken und zu motivieren.

3
Kommentar bewerten
Kommentar-Seite 1  von  2