Huub Stevens beim VfB vorgestellt "Der Klassenerhalt hat oberste Priorität"

Von the/dpa 

Klassenerhalt lautet die Devise: Huub Stevens weiß, was man beim VfB Stuttgart von ihm erwartet. Der Niederländer ist zuversichtlich, dass er die Roten in Liga eins halten kann.

Fredi Bobic (rechts) und Präsident Bernd Wahler (links) haben am Montag den neuen VfB-Stuttgart-Trainer Huub Stevens (Mitte) offiziell vorgestellt. Foto: Pressefoto Baumann 26 Bilder
Fredi Bobic (rechts) und Präsident Bernd Wahler (links) haben am Montag den neuen VfB-Stuttgart-Trainer Huub Stevens (Mitte) offiziell vorgestellt.Foto: Pressefoto Baumann

Klassenerhalt lautet die Devise: Huub Stevens weiß, was man beim VfB Stuttgart von ihm erwartet. Der Niederländer ist zuversichtlich, dass er die Roten in Liga eins halten kann.

Stuttgart - Hoffnungsträger Huub Stevens steht beim abstiegsgefährdeten VfB Stuttgart vor einer „Herausforderung“ und Herkulesaufgabe. „Ich weiß, dass ich wenig Zeit habe“, sagte der Niederländer am Montag bei seiner Vorstellung in der Mercedes Benz-Arena vor rund 100 Medienvertretern. „Wir haben unheimlich viel zu tun in den zehn Spielen.“ Dem Kampf um den Klassenerhalt will der als „Knurrer von Kerkrade“ berühmt-berüchtigte Stevens alles unterordnen. „Es ist nicht einfach, aber ich bin bereit“, versicherte er. Alle seien gefordert, von der Putzfrau bis zum Präsidenten. „Wir schaffen es nur gemeinsam.“

Sportvorstand Fredi Bobic bezeichnete die Lage beim Tabellen-15. der Fußball-Bundesliga als sehr schwierig: „Es ist Eins vor Zwölf, nicht Fünf vor Zwölf.“ Die zurückliegenden zwei Tage mit dem 2:2 gegen Schlusslicht Eintracht Braunschweig und der anschließenden Beurlaubung von Trainer Thomas Schneider seien „sehr aufwühlend“ gewesen.

Stevens: "Philosophie bleibt bestehen, aber jetzt gilt eine andere Priorität"

Die Schwaben setzen darauf, dass mit dem Routinier nicht nur wieder Ruhe einkehrt, sondern auch die dringend benötigte Wende gelingt. „Ich bin sicher, dass er mit uns den Klassenerhalt schafft“, betonte Bobic. An der grundlegenden VfB-Philosophie, auf die Jugend zu setzen, ändere Stevens Verpflichtung bis zum Saisonende nichts. Das bekräftiget auch Club-Präsident Bernd Wahler: „Klar ist, wir weichen von der gesamten Strategie nicht ab.“ Und Stevens brachte es auf den Punkt: „Die Philosophie bleibt bestehen, aber jetzt gilt eine andere Priorität.“

Um keine Zeit zu verlieren, strich der neue Trainer den normalerweise freien Montag. Es stand aber kein hartes Training auf dem Programm, sondern eine erste Ansprache an die zuletzt stark verunsicherten Profis. „Man kann die Spieler jetzt nicht ändern“, sagte er. „Aber sie müssen wieder Spaß und Erfolg haben.“

"Hut ab, dass sich Thomas mit mir getroffen hat"

Stevens bewies, dass er trotz seines Rufs als Trainer der alten Schule Humor hat. Lachend sagte der im schwarzen Trainingsanzug mit VfB-Emblem auf dem Podium sitzende Niederländer, er wisse, dass er als „harter Hund“ und „knorrig“ gelte. „Eine gewisse Disziplin und Organisation“ seien auch notwendig. „Wenn man hart arbeitet, hat man vielleicht das notwendige Quäntchen Glück.“ Bei seinem Projekt Klassenerhalt wird Stevens von seinen beiden Assistenten Ton Lokhoff und Armin Reutershan unterstützt.

Um den bestmöglichen Eindruck von der Mannschaft zu bekommen, traf sich der ehemalige niederländische Nationalverteidiger am Sonntagabend mit seinem Vorgänger. „Er kennt die Spieler am besten. Hut ab, dass sich Thomas mit mir getroffen hat“, bedankte sich Stevens bei Schneider. Das sei nicht selbstverständlich.

Wahler und Bobic würdigten nochmals das Engagement Schneiders und seiner beiden ebenfalls frei gestellten Assistenten. „Sie haben viel Herzblut reingesteckt, hatten aber wenig Fortune am Schluss“, sagte der Manager. Schneider soll nach einer Pause mit einer neuen Aufgabe an den VfB gebunden werden, für den er seit seinem zehnten Lebensjahr gespielt hatte.

Wahler erklärte, der Verein sei nicht stolz auf die zwei Trainerwechsel in dieser Saison. Bereits am dritten Spieltag musste Bruno Labbadia nach null Punkten seinen Platz für Schneider räumen, der nach nur sechseinhalb Monaten nun gehen musste. „Aber die Entscheidung pro Stevens ist richtig“, betonte Wahler. Die zusätzlichen finanziellen Belastungen seien nicht geplant gewesen, „aber „deutlich besser als ein Abstieg“.

  Artikel teilen
4 KommentareKommentar schreiben

Trainerwechsel: Trainer Schneider oder Stevens hin oder her, ich kann dieses Grinsegesicht Bobic nicht mehr sehen.Er hat soviel Geld mit falschen Einkäufen rausgeschmissen, die jetzt zufällig alle Tore gegen den VFB schiessen und dann auch noch ohne Not den Vertrag mit Labbadia verlängert, was den VFB weitere Millionen gekostet hat. Dann wollte er noch seinen alten Kumpel Balakov unterbringen, bestimmt hätte er noch unter der Hand ein paar Milliönchen eingesackt. Die Balkanfreunde wissen doch, wie das geht!! Das zeigt doch die Mentalität dieses" Managerle-Azubis". Präsident Wahler, gibt`s denn noch ? Wenn ja,Bobitschle rausschmeissen, aber schnell!!

Abstieg: Was soll die Aktion? Einfach absteigen in die Liga die zur sportlichen Qualität der Spieler und des Managements passt. In dieser Liga sportlichen und wirtschaftlichen Neuaufbau beginnen, sportliche Qualität wird sich schon durchsetzten. Attraktiver Fußball wird auch in Liga 2 und Liga 3 gespielt ......

Auf welchem Planeten leben die denn?: Nehmen wir mal an Huub Stevens würde aus der Rumpeltruppe einen funktionierenden Organismus formen und die Klasse mit Bravour halten. Er hätte damit eine ungeheure Leistung vollbracht mit nahezu unzulänglichem Spielermaterial. Und dann würde man wieder zum Schneider-Weg zurückkehren und zu Huub sage; "So, das war's". Wie naiv sind eigentlich die Herren, die hier das operative Geschäft betreiben? Es wird immer bizarrer, was sie so absondern.

Alles Gute Huub: das kann man Ihnen nur von Herzen wünschen und daß der VfB die Klasse hält. Alles andere zählt nun wirkich nicht mehr. Leider ist der einer der Hauptverantwortlichen dieser Miesere mit seinem Grinsgesicht immer noch mit von der Partie. Wenn ich diese Bilder schon sehe, geht mir die Galle hoch !!!

Artikel kommentieren

Melden Sie sich jetzt an!
Um Artikel kommentieren zu können, ist eine Registrierung erforderlich. Sie müssen dabei Ihren Namen sowie eine gültige E-Mail-Adresse (wird nicht veröffentlicht) angeben. Bei Abgabe Ihrer Kommentare wird Ihr Name angezeigt. Alternativ können Sie sich mit Ihrem Facebook-Account anmelden.