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Stuttgart - Sie sind fast in Vergessenheit geraten, doch bald wehen sie wieder: die roten Fahnen der IG Metall. Die Gewerkschaft kehrt offenbar zu einer Konfliktstrategie zurück, wonach nur eine (dosierte) Mobilisierung der Kampftruppen ein ansehnliches Ergebnis verspricht. Deutliche Lohnsteigerungen oberhalb der Inflation sind das Ziel, das den Rekordrenditen vieler Unternehmen angemessen ist. Doch es ist weniger das Gefeilsche um die Prozente, das der anstehenden Tarifrunde der Metall- und Elektroindustrie Bedeutung verleiht. Es sind vor allem die Forderungen nach einer Begrenzung der Leiharbeit und der unbefristeten Übernahme der Auszubildenden, die diese Auseinandersetzung zu einer Sache aller Arbeitnehmer machen.
6,5 Prozent mehr Lohn stehen auf dem Wunschzettel. Das mag im Hinblick auf die Schuldenkrise und die wachsenden konjunkturellen Risiken hoch erscheinen, ist aber nicht mehr als ein Signal der Stärke nach innen und außen. Forderung und Abschluss sind bekanntlich zwei Paar Schuhe.
Warnstreiks sind wahrscheinlich
Brisant ist hingegen der Paradigmenwechsel der IG Metall in der Begründung ihrer Forderung. Anders als früher versucht sie nun ganz offen, ein früheres Tarifergebnis zu korrigieren: den Krisenabschluss von Anfang 2010, der ihr aus heutiger Sicht zu lang und damit zu niedrig geraten ist. Keine Frage: je mehr die global agierende Industrie von Hochs und Tiefs geschüttelt wird, desto verlässlicher muss die Tarifpolitik darauf agieren. Wer aber jetzt einen Nachschlag verlangt, müsste nach einem überhöhten Lohnabschluss beim nächsten Mal auch einen Abschlag akzeptieren. Will die IG Metall das?
Wichtiger als alle Zahlenspielerei im Vorfeld ist ohnehin die konkrete Marschroute. In den vergangenen Jahren haben die IG-Metall-Führer auch ohne tarifstrategische Verrenkungen Weitsicht bei der Lohnfindung bewiesen. Dabei wird es wohl bleiben. Es erscheint ausgeschlossen, dass der Vorsitzende Berthold Huber noch einen Arbeitskampf anzettelt, um am Ende eine Vier vor dem Komma zu erhalten.


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IG-Metall ist unglaubwürdig.
Die Gewerkschaften sind auch nicht mehr das, was sie mal waren. Stecken auch tief im Filz drin. 6,5%-am Ende kommt doch wieder nur eine 2,x raus und die wird von der Inflation aufgefressen. Lächerliche Farce das Ganze. Im Gegenzug Milliradengewinne der Konzerne! Wie passt das zusammen? Ganz einfach: Die Gewerkschaften UNTERSTÜTZEN dieses Sklaventum! Seit 10 Jahren stagnieren die Löhne!!!!!!!!!!!!! Hauptsache die Funktionäre der Gewerkschaften haben ihre Schäfchen im trockenen. Pfui!