Landwirtschaftliche Schule Hohenheim Der Umzug verzögert sich erneut

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Eigentlich hätten die Schüler der Landwirtschaftlichen Schule Hohenheim nach den Sommerferien an ihrem neuen Standort in Stuttgart-Vaihingen unterrichtet werden sollen. Doch das Gebäude ist noch immer nicht einzugsbereit.

Weil der Brandschutz am Bürogebäude nachgebessert werden muss, kann die  Schule noch nicht umziehen. Foto: Archiv  Alexandra Kratz
Weil der Brandschutz am Bürogebäude nachgebessert werden muss, kann die Schule noch nicht umziehen. Foto: Archiv Alexandra Kratz

Vaihingen/Hohenheim - Mit Beginn des neuen Schuljahrs hätten die angehenden Gärtner und Floristen an die Industriestraße in Vaihingen umziehen sollen. Im vierten Stock eines Bürogebäudes sollte der Unterricht künftig stattfinden. Doch der Umzug verzögert sich, und das nicht zum ersten Mal. Grund ist dieses Mal der mangelnde Brandschutz. „Es fehlen noch die Außentreppen“, erläutert Karin Sailer, die Leiterin der Landwirtschaftlichen Schule Hohenheim. Ansonsten seien die Räume in Vaihingen nach ihrem Kenntnisstand bezugsfertig.

Die Landwirtschaftliche Schule, die neben dem Berufskolleg auch duale Ausbildungsgänge für Gärtner und Floristen anbietet, hat keinen zentralen Standort. Die Unterrichtsräume verteilen sich auf mehrere Gebäude in Plieningen und im Stuttgarter Westen. Die Schüler des Berufskollegs werden im Hohenheimer Schloss und im Bezirksrathaus unterrichtet.

Schüler pendeln zwischen Hohenheim und Stuttgart-West

Bis 2015 waren einige Schüler in der Körschtalschule untergebracht, dann benötigte die Schule ihre Räume selbst. Die Ausweichmöglichkeiten für die dualen Schüler sind, beziehungsweise waren, vielfältig. Sie reichten von der Wohnheimküche der Gartenbauschule über ein Foliengewächshaus bis hin zu den Räumen des Instituts für Bienenkunde an der Uni Hohenheim. Ein von der Landwirtschaftlichen Schule genutztes Gebäude an der Scharnhauser Straße in Plieningen musste aufgrund von Schimmelbefall abgerissen werden.

Seit dem Schuljahr 2016/17 werden die Floristen und Gärtner an der Friedensschule im Stuttgarter Westen unterrichtet. „Das sind schöne Räume und der Platz dort ist ausreichend“, sagt Sailer. „Aber das große Manko ist der weite Weg von Hohenheim in den Westen.“ Den werden die Schüler nun noch eine Weile länger auf sich nehmen müssen. Wie lange, darüber kann die Schulleiterin nur spekulieren. Sie rechnet damit, dass der Umzug nicht mehr in diesem Jahr stattfinden wird.

Der Umzug nach Vaihingen verzögerte sich mehrfach

Das Bürogebäude in Vaihingen sollte eine Interimslösung sein, bis eine endgültige Lösung für die Raumsituation der Landwirtschaftlichen Schule gefunden ist. Gewünscht waren Unterrichtsräume, die nicht allzu weit von den Gärten und Grünanlagen der Universität Hohenheim entfernt liegen. Im Gewerbegebiet in Vaihingen wäre zumindest die Stadtbahn in erreichbarer Nähe, die die Schüler bis nach Hohenheim bringen könnte. Ursprünglich, berichtet Sailer, hätte der Schulträger das Gebäude an der Industriestraße kaufen sollen. Das sei nun aber gescheitert. „Der Eigentümer verkauft nicht“, sagt die Schulleiterin. Die Gründe dafür seien ihr nicht bekannt.

Geplant war, dass bereits Ende 2015 die Schüler nach Vaihingen umziehen sollten. Das forderten auch Vertreter des Stuttgarter Gemeinderats, die der Schule den Rücken stärkten und bei der Stadtverwaltung Druck machten. Die Umbauarbeiten und die Ertüchtigungen für den Brandschutz verzögerten den Umzugstermin an die Industriestraße allerdings mehrfach. Bei der Schulleitung herrscht Ratlosigkeit. „Wir hoffen, dass wir irgendwann im Laufe des Schuljahrs noch umziehen können“, sagt Karin Sailer.

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