Neubau von Breuninger Erleichterung über Einigung am Karlsplatz
Hildegund Oßwald/Achim Wörner, 20.10.2011 19:00 Uhr
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Die bisherige Gewinnervorstellung des Quartiers am Karlsplatz. Foto: Reproduktion: Michael Steinert
Die bisherige Gewinnervorstellung des Quartiers am Karlsplatz. Foto: Reproduktion: Michael Steinert
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Stuttgart - Die Einigung zwischen der neuen Landesregierung und der Firma Breuninger über die Neubebauung am Karlsplatz ist im Rathaus mit großer Erleichterung aufgenommen worden - auch wenn damit die von Oberbürgermeister Wolfgang Schuster forcierte Idee eines Neubaus für das Staatsministerium vom Land fallen gelassen wird, wie Mittwoch von der Regierungszentrale bestätigt wurde. "Schade, dass der Ministerpräsident nicht an den historischen Platz im Herzen der Stadt ziehen will. Wichtig ist aber, dass es jetzt am Karlsplatz weitergeht", sagte Schuster gegenüber der Stuttgarter Zeitung. Auch der Baubürgermeister Matthias Hahn betonte: "Ich bin froh, dass die Chance besteht, dass es weitergeht."

Jetzt, da Breuninger das ursprünglich gemeinsam mit dem Land geplante Großprojekt in eigener Regie verwirklichen wird, setzt die Stadt vor allem auf eine nachhaltige Belebung des vernachlässigten Stadtquartiers. "Wir wollen eine städtebauliche Neuordnung, mit einer belebten urbanen Qualität. Ich bin mir sicher, dass wir zusammen mit Breuninger den richtigen Maßstab für eine Bebauung finden werden. Dabei gehen wir davon aus, dass das Gebäude des ehemaligen Hotels Silber erhalten bleibt und die Baumassen sich an der historischen Umgebung orientieren", so Schuster, da die Stadt am Ende die Baugenehmigung erteilen muss. Mit Breuninger-Chef Willem G. van Agtmael sei eine enge und konstruktive Zusammenarbeit bei den weiteren Planungen vereinbart worden, sobald der Landtag die Ergebnisse der Verhandlungen bestätigt habe.

Anzahl der Ministerien noch unklar

Wie in einem Teil unserer Mittwochsausgabe bereits berichtet, wird Breuninger das Gebäude des Innenministeriums vom Land erwerben und in eigener Regie das Quartier am Karlsplatz mit Handel, Gastronomie, Hotel und Büros bebauen können. Das Land wird nicht, wie ursprünglich vereinbart, die Immobilie der Landesstiftung in eine gemeinsame Projektgesellschaft einbringen, sondern lediglich Büros anmieten. Auch soll im Kaufvertrag festgeschrieben werden, dass das ehemalige Hotel Silber erhalten bleibt. Der Finanzausschuss des Landtags wird sich am Donnerstag mit dem Verkauf beschäftigen.

Wie viele und welche Ministerien letztlich am Karlsplatz untergebracht werden, ist laut Finanzministerium noch nicht entschieden. Das Land sah sich jedoch offenbar im Gegenzug dafür, dass es aus dem Vorvertrag für ein Gemeinschaftsprojekt aussteigt, zu einer Anmietung verpflichtet - laut Finanzministerium geht es dabei um 20.000 Quadratmeter. Dies sind rund 10.000 weniger, als bisher für Ministerien vorgesehen waren, was den Rückschluss erlaubt, dass sich die Gewichte am Karlsplatz zu mehr Handel verschieben werden. Breuninger will sich erst kommende Woche zu Details äußern, wenn das Grundstücksgeschäft in trockenen Tüchern ist.

Kommentare (2)
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OKT
21
thomas schmitt, 11:05 Uhr

Hotel silber

Im HOTEL SILBER könnte man dann auch den SICHERHEITSCHEF von Breuninger ein Büro einrichten, und frei erfundene Pressemitteilungen zusammen mit der Polizei veröffentlichen.Siehe auch Breuningerskandal-Polizei von 2004

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OKT
21
Martin Ott, 10:38 Uhr

Erleichterung?

Wer ist denn da erleichtert? Breuninger? Ach so... Der Oberbürgermeister, dem es natürlich nur um die Bürger und nicht um die Immobilienwirtschaft geht. Zum Glück wohne ich nicht mehr in Stuttgart. Macht eure Stadt von mir aus ruhig recht hässlich.

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