Politischer Aschermittwoch Mini Twitter-Eklat

Von dpa/lsw 

 Am Rande des politischen Aschermittwochs ist das baden-württembergische Staatsministerium wegen seines Engagements im Web 2.0 in die Kritik geraten.

 Quelle: Unbekannt
Quelle: Unbekannt

Stuttgart - Am Rande des politischen Aschermittwochs ist das baden-württembergische Staatsministerium wegen seines Engagements im Web 2.0 in die Kritik geraten. Ein Ministeriumssprecher bestätigte am Abend, er habe ein Zitat von Regierungschef Winfried Kretschmann (Grüne) sowie die Besucherzahl beim Treffen der Grünen in Biberach über den Kurznachrichtendienst Twitter abgesetzt.

Daraufhin hagelte es Kritik, weil über den offiziellen Account der Landesregierung über eine Parteiveranstaltung berichtet wurde. „Als ob es noch eines Beweises bedurft hätte, missbrauchen die Grünen am selben Tag den Regierungsapparat für grüne Parteipropaganda“, sagte etwa der CDU-Landesvorsitzende Thomas Strobl. „Mit Staatsgeld wird hemmungslos Werbung für eine grüne Parteiveranstaltung gemacht. Da sieht man, wie die Grünen das Land verfilzen wollen!“ Der „zwitschernde“ Regierungssprecher löschte daraufhin die Tweets - und brauchte gleich mehrere, um die Aktion zu rechtfertigen. Unter anderem hieß es am Abend: „Die 2 Tweets vom Aschermittwoch hat unser Regierungssprecher aus Macht d Gewohnheit abgesetzt, da es ein Termin mit MP Kretschmann war. (...) Da es sich aber zugleich um einen Parteitermin handelte, haben wir die Tweets wieder gelöscht und darüber informiert.“

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23 KommentareKommentar schreiben

Mit dem Regieren ist erst mal Pause ...: da kann man schon mal froh sein, wenn man wenigstens den Pausenclown stellen darf.

Ihre Sorge, Herr Strobl, ist unbegründet: 'Da sieht man, wie die Grünen das Land verfilzen wollen!' lamentiert Thomas Strobl. Man kann ihn beruhigen: Fast sechzig Jahre schwarze Filzproduktion sind einfach nicht einzuholen!

und nun ...: Herr CS ?

@CS, Stuttgart: Auch Ihr Halbwissen haben Sie damit gezeigt. Nein, ein Tweet kostet kein Geld, aber die Person, die diesen erstellt - im Grunde kostet auch das Medium etwas, auf dem der Tweet erstellt wurde und das Büro, in dem das geschieht. Die Kosten werden umgelegt auf die Zeit, die für die Erstellung benötigt wurde und voilà, haben Sie Kosten für ein Tweet. Das mag Haarspalterei sein, aber Sie haben damit angefangen!

Halbwissen: Hier zeigt sich wieder einmal die Kompetenz in Sachen Web 2.0, als wenn ein Tweet in Twitter Geld kosten würde. So verfestigt sich das Bild von Inkompetenz nur noch mehr in der Netzgemeinde.

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