Sondierungsgespräche Grüne und CDU Kretschmann kommt mit grün-schwarzer Krawatte

Von red/dpa 

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann hat mit den Grünen die Sondierungsgespräche mit der CDU um Guido Wolf und Thomas Strobl aufgenommen. Die Beteiligten setzten gleich mal ein Zeichen.

CDU-Landeschef Thomas Strobl in grüner Krawatte und Ministerpräsident Winfried Kretschmann in grün-schwarz. Foto: dpa
CDU-Landeschef Thomas Strobl in grüner Krawatte und Ministerpräsident Winfried Kretschmann in grün-schwarz.Foto: dpa

Stuttgart - Drei Tage nach der Landtagswahl sind Grüne und CDU am Mittwoch zu einem Sondierungsgespräch in Stuttgart zusammengekommen. Zur CDU-Delegation gehörten Fraktionschef Guido Wolf und Landeschef Thomas Strobl. Bei den Grünen sitzt neben anderen Ministerpräsident Winfried Kretschmann am Verhandlungstisch. Es ging in dem ersten Treffen darum, die Chancen für ein grün-schwarzes Bündnis abzutasten. Strobl trug bei dem Gespräch eine grüne Krawatte. Auf die Frage, was dies bedeute, sagte er: „Hoffnung.“ Kretschmann selbst hatte sich eine grün-schwarze Krawatte umgebunden. Die Grünen hatten die CDU bei der Landtagswahl am Sonntag als stärkste Kraft überholt. Das Sondierungsgespräch sollte rund zwei Stunden dauern.

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8 KommentareKommentar schreiben

Eine schwarze Krawatte wäre passender gewesen: Da an Kretschmann schon lange nichts mehr grün ist, hätte eine schwarze Krawatte weitaus besser gepasst. Schon alleine die Tatsache, dass ihm als sogenannter "Grüner" die Herzen und Wählerstimmen der CDU-Wähler zufliegen, hätte mir sehr zu denken gegeben. Schade für die Grünen: Sollte ihre Gallionsfigur aus irgendwelchen Gründen ausfallen, bleibt nichts mehr: Kein grünes Programm, keine grünen Ideale, nur noch gähnende Leere. Es spricht für sich, dass die Stadt Stuttgart mit einem "grünen" OB und einem "grünen" MP zur Stau- und Feinstaub-Hauptstadt der BRD gekürt wurde und keiner der beiden Herren das geringste dagegen unternimmt...

naja,: das war natürlich vor 2011 gaaaaaanz anders, gell Frau Füller!

Ja das war es: In der Opposition haben sich die "Grünen" nämlich noch sehr stark dem Umweltschutz, einem nachhaltigen öffentlichen Nahverkehr, der sozialen Gerechtigkeit, dem ökologischen Städtebau und echter Bürgerbeteiligung gewidmet. Seit sie an der Regierung sind, interessiert sie dies nicht mehr. Es geht den "Grünen" seit 2011 nur noch um den Erhalt der Macht, die Befriedigung von Lobbyisteninteressen (insbesondere der Automobil- und Bauindustrie) und die Sicherung eigener lukrativer Posten. Sie haben sich vollständig mit den schwarz-rot-gelben Tunnelparteien assimiliert. Eine grüne Politik, die diesen Namen verdient, ist nicht mehr im geringsten erkennbar. Menschen wie mir, denen eine ökologische, nachhaltige, sozial gerechte Politik am Herzen liegt, sind am 27.03.2011 politisch heimatlos geworden.

Grüne Ideale: Die wurden so spätestens mit der Jahrtausendwende hintangestellt nach der Transformation in eine ganz normal Partei mit den üblichen, wechselnden machtpolitischen Strategien. In BW sind sie schon längst Seelenverwandte der CDU und äußerst "wirtschafts-affin". Das einzige was sie eine Zeit lang noch trennte war S21 und aktuell vielleicht die Schulpolitik (der SPD?!).

Langsam bekomme ich Bauchschmerzen: Die Schlinge zieht sich immer mehr zu....

Jetzt schon?: Die nächste Legislaturperiode geht fünf Jahre und hat noch nicht mal angefangen. Ich bleibe dabei: ein Pyrrhussieg für die ehemaligen Friedens- und Umweltschützer. 70% im Parlament werden den Grünen auf die Finger schauen. Das wird ein herrliches Schauspiel.

Herr B.Scheuert,: Das wird kein Schauspiel, weil erstens das Theater der AfD niemand wahrnimmt, das sowieso von schmutzigen Gedanken geprägt ist und weil es nicht 70% sind sondern nur 900000 Stimmen die die Theaterabteilung erhalten hat! rechnet man die CDU hinzu, kommen wir auf 45% alles andere geht nicht! außer mit der CDU zusammen dann sind es aber auch nur Brülke und die Rasselbande!

Ich bitte: um Entschuldigung für meinen Rechen- und Denkfehler, ich habe im Eifer die verlorenen Stimmen der Linken und sonstiger Parteien mitgezählt. Zu meiner Zeit hat die Schulwerkstatt eben Wert auf Mengenlehre gelegt, was am Ende aber an meinem Schluß "Pyrrhussieg" wenig ändert. Die Gedanken der AfD sind mir fremd, ich habe mich zu wenig damit beschäftigt. Und über die schmutzigen Gedanken eines Volker Beck legen wir den Mantel des Schweigens, einverstanden?

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